Die Deutschen gelten allemal als große Erfinder. Doch gibt es den ein oder anderen Fall, in dem die Erfindung zuvor bereits jemand anderes gemacht, aber dafür keine Lorbeeren geerntet hat. Das ist auch die Geschichte von Ferdinand Graf von Zeppelin, dem Luftschiff und Monsieur Henri Giffard. Die wahre Geschichte des Zeppelins erzählen wir Ihnen im zweiten Teil unseres Spezials "Fremde Federn".
Luftschiff Zeppelin 1 hebt im Jahr 1900 ab

Immerhin erbaute Graf von Zeppelin knapp 30 Jahre lang die Zeppelin-Luftschiffe und besaß damit Monopolstellung in Deutschland.
Giffard, nicht Zeppelin ist der Luftschiff-Vater

Profitiert vom Zeppelin: der Luftschiff-Graf
Die Tüftelarbeit und den gewaltigen Fortschritt, den Giffards Erfindung für die Geschichte der Luftfahrt eigentlich bedeutet hätte, ignorierend, stellte sich der deutsche Erfinder Graf von Zeppelin knapp 50 Jahre später derselben Herausforderung: Ein Luftschiff zu bauen, das die bislang genutzten Fesselballons ablösen sollte. Nicht nur gelang dem Deutschen das Vorhaben mit seinem motorgetriebenen Luftschiff - obendrein brachte es ihm im Jahr 1908 eine "Nationalspende" von 6 Millionen Mark ein, die ihm die Gründung der "Luftschiffbau-Zeppelin GmbH" ermöglichte. Bis 1938 wurden hier die Zeppelin-Luftschiffe gebaut, die nach ihrem angeblichen Erfinder benannt wurden. Die Karriere des falschen Luftschiff-Vaters Zeppelin dauerte fast 30 Jahre lang, denn erst 1937 wurden die regelmäßigen Liniendienste der neuartigen Fluggeräte unter anderem nach Nord- und Südamerika eingestellt - weil sie unwirtschaftlich waren und seit dem Absturz der LZ 129 "Hindenburg" am 6. Mai 1937 in Lakehurst als zu gefährlich erschienen. Das letzte Zeppelin-Luftschiff wurde 1938 erbaut. Doch noch heute benutzen wir im Deutschen "Zeppelin" als Synonym für "Luftschiff". Pardon, M. Giffard, nous sommes très desolés.







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