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Allergie

Nahrungsmittel, Pollen, Hausstaub, Tierhaare, Medikamente wie Penicillin, Nickel, Hausstaubmilbe und Insektengifte - in den letzten Jahrzehnten haben Allergien in den westlichen Industrieländern deutlich zugenommen. Vermutlich liegt die Ursache nicht wie häufig vermutet an bestimmten Luftschadstoffen, sondern an der zurückgehenden Häufigkeit von Atemwegsinfekten in der Kindheit. Die Ursachen sind aber noch nicht endgültig geklärt.

Was ist eine Allergie? Eine Allergie ist eine Überempfindlichkeitsreaktion des Organismus, bei der das Immunsystem harmlose Substanzen mit Krankheitserregern gleich setzt und mit typischen Abwehrmaßnahmen reagiert.

Wie ist die Reaktion? Eine Allergie kann prinzipiell in unterschiedlichen Formen und an verschiedenen Organen auftauchen. So sind bei Heuschnupfen vorwiegend die oberen Atemwege und Schleimhäute betroffen, bei Asthma die kleinen Bronchien, bei der Neurodermitis die Haut und bei Lebensmittelallergien beispielsweise der Verdauungstrakt. All diesen unterschiedlichen Erkrankungen liegt dabei eine Änderung der Immunitätslage im Sinne einer krankmachenden Überempfindlichkeit zugrunde.

Wie ist der Mechanismus? Traditionell unterscheidet man vier Typen der allergischen Reaktion. Die oben genannten allergischen Erkrankungen folgen dabei alle der sogenannten Typ-1-Reaktion, auch Sofortreaktion genannt. Eine wesentliche Rolle spielt dabei das Immunglobulin E, das normalerweise in nur sehr geringen Mengen im menschlichen Körper vorkommt und typischerweise gerade bei Allergikern deutlich erhöht ist. Findet ein wiederholter Kontakt zu einem allergieauslösenden Stoff (Allergen) statt, werden über das Immunglobulin E bestimmte Entzündungszellen aktiviert. Diese schütten explosionsartig gefäßerweiternde Substanzen (z.B. das Histamin) aus, was zu ganz unterschiedlichen typischen Symptomen bis hin zum Schock führt. Je schneller diese Reaktion eintritt, umso gefährlicher ist sie.  Erfahren Sie in unserem Allergie-Special mehr über diese Überempfindlichkeitsreaktion im Körper.

 

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