Die Frucht mit der gelben Schale liegt vor allem im Winter voll im Trend. Mit einem jährlichen Konsum von über zehn Kilogramm pro Kopf gehört sie eindeutig zu den Lieblingsfrüchten der Deutschen. Vorwiegend in Mittel- und Südamerika werden die vitaminreichen Früchte auf Plantagen angebaut und anschließend weltweit vertrieben. Seitdem der Transport schneller und die Technik für die Frachtkühlung besser geworden sind, hat die Banane den steilen Aufstieg zum bedeutendsten Agrarprodukt dieser Regionen geschafft. Und sich in westlichen Obst- und Gemüseabteilungen das ganze Jahr über einen festen Platz gesichert.
Kurzes Schattendasein

Ozean-Reise in den Supermarkt

Gesund und glücklich
Für eine gesunde Ernährung sind Bananen nicht aus dem Speiseplan wegzudenken. Sie enthalten wenig Fett und viele Ballaststoffe. Sie besitzen viele Kohlenhydrate und gelten daher als der perfekte Energielieferant. Die Vitamine A, B, C, und E halten zusätzlich fit. Die Minerale Kalium und Magnesium sind wichtig für das Funktionieren der Muskeln. Weil die Aminosäure Tryptophan in der Banane steckt, steigt bei der Umwandlung des Zuckers der Serotonin-Wert im Gehirn: Daher macht der Verzehr der Frucht außerdem noch glücklich.
Geschichte eines Siegeszugs
Weil die Banane einen weiten Weg bis nach Europa zurücklegen musste und die entsprechende Technik erst im ausgehenden 19. Jahrhundert verfügbar wurde, lernten die Europäer die exotische Frucht erst vor etwas mehr als 100 Jahren kennen. Und lieben. Bevor sie zum Symbol westlichen Wohlstands wurde – immerhin gehörte die Banane 1989 zum Begrüßungszeremoniell für die in den Westen drängenden DDR-Bürger – hatte die Banane ein ganz anderes Image. Erst freuten sich Kino-Besucher über Slapstick-Einlagen mit der Fruchtschale in Stummfilmen. Das Ausrutschen auf der achtlos weggeworfenen Schale wurde zu einem viel belachten peinlichen Missgeschick. In den 20er Jahren dann tanzte der Revuestar Josefine Baker im Bananenröckchen und verlieh der Banane damit ein neues Image als exotische und sinnliche Frucht. Sogar Kunstobjekt wurde sie in den 60er Jahren, als der Pop Art-Künstler Andy Warhol sie als Motiv wählte.









1 Kommentar