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wissen.de Artikel

Antiaging

Wie Sie dem Alter ein Schnippchen schlagen

Die Jugend bewahren

Graue Haare, Vergesslichkeit, Falten und eingeschränkte Beweglichkeit. Dies sind nur ein paar der gängigen Symptome des Älterwerdens. Diesen Zeichen verblassender Jugend entgegenzuwirken bzw. sie möglichst lange hinauszuzögern ist das Ziel des Anti-Aging. Dies muss nicht immer mit Liften einhergehen. Den Traum vom ewigen Leben können wir Menschen uns zwar nicht erfüllen, aber zumindest den, möglichst jugendfrisch ein hohes Alter zu erreichen. Wie Sie im reifen Alter Weisheit und jugendliche Anmutung auf angenehme Weise miteinander verbinden, können Sie hier erfahren.

 

Gesichtspflege für jugendliches Strahlen

 

Die Reinigung

Frau mit Schönheitsmaske
Schönheitsmaske

Auftragen, einwirken lassen, abschalten: Schönheitsmasken sorgen für ein frisches Aussehen und bringen zugleich ein paar Entspannungsminuten in den Tag.

Reinigungsgele eignen sich besser für junge und fettige Haut. Bei reiferer Haut empfiehlt sich die Kombination aus Reinigungsmilch und Gesichtswasser. Anschließend sollte immer eine rückfettende Gesichtscreme aufgetragen werden.

 

Die Augenpartie

Da die Haut um die Augenpartie besonders dünn und empfindlich ist, bedarf sie schon sehr früh - etwa ab Mitte zwanzig - besonderer Zuwendung. Verwenden Sie daher täglich eine spezielle Augencreme (oder -gel), die sie morgens und abends sanft mit den Fingerspitzen in die Haut von Ober- und Unterlid einklopfen. Beginnen Sie dabei am äußeren Augenwinkel. Diese spezielle Augencreme sollte eine der folgenden Pflegesubstanzen enthalten: Co-Enzym Q10, Vitamin C, E oder Biotin.

 

Verjüngungs- und Erholungskur im Schlaf

Sicherlich haben Sie schon einmal gehört, dass sich der Organismus - besonders die Haut - vorwiegend im Schlaf regeneriert. Während wir tief und fest schlummern, tut sich in unserem Körper so einiges. Das ist auch der Grund dafür, dass Nachtcremes wesentlich wirkstoffreicher sind als Tageslotionen. Diese nächtliche „Generalüberholung“ wird mit zunehmendem Alter allerdings immer weniger intensiv. Ein besonderer Pflegetipp: Verwenden Sie hin und wieder Avocado-Extrakt aus Ampullen. Verteilen Sie den Inhalt nach der Reinigung und vor Auftragen der Nachtcreme auf Gesicht, Hals und Dekolleté und klopfen Sie die Masse sanft ein. Avocado ist ein reichhaltiger Vitamin-E-Lieferant mit wertvollen pflanzlichen Ölen.

 

Kleine Haut-Erfrischungen zwischendurch

Für die kleinen Ruhepausen und Erfrischungen zwischendurch sorgen am besten Masken und Pflegepackungen. Sie bringen Ihrer Haut - und auch Ihnen - Entspannung und Wohlbefinden. Als angenehmer „Nebeneffekt“ straffen sie die Haut und kurbeln deren Stoffwechsel an. Wichtig vor jeder Maske oder Packung: Reinigen Sie Ihr Gesicht, Hals und Dekolleté gründlich. Anschließend sollten Sie die Pflegepackung von der Kinnmitte aus auf dem gesamten Gesicht verteilen - mit Ausnahme der Augenpartie, die Sie großzügig aussparen sollten.

Wer es gerne ganz natürlich mag und auf die mitunter mehr oder weniger teuren Kosmetikprodukte verzichten möchte, der kann auch eine Gurkenmaske auflegen. Die Gurke enthält viele Vitamine, Enzyme und Mineralstoffe, die die Haut mit viel Feuchtigkeit und Pflege versorgen. Nehmen Sie hierfür eine gut gewaschene Salatgurke und schneiden Sie sie in dünne Scheiben. Bedecken Sie nun Ihre Gesichtshaut damit. Als Alternative können Sie die Gurke auch pürieren, mit Quark vermischen und auftragen. Lassen sie beide Varianten etwa 15 Minuten einwirken.

 

Frische aus dem Eisfach

Erfrischend und gleichsam Gewebe straffend wie Falten glättend wirkt es, wenn Sie einen Kaffeelöffel ins Eisfach legen und - sobald er eiskalt ist - mit der Rückseite schön sanft auf Ihre Gesichtshaut drücken. Beginnen Sie unterhalb der Augen, streichen Sie dann weiter über Wangen, Kinn und Stirn. Abschließend führen Sie den noch kalten Löffel ein paar Mal vom Dekolletee hinauf zum Kinn, gegen das Sie dann von unten her einige Male klopfen - ein weiteres Mittel gegen das Doppelkinn.

 

Retuschieren mit Schminke und Pflegeprodukten

 

Das Alter einfach wegschminken

Frau steht vor einem Spiegel und malt mit Lippenstift ein Herz um ihr Spiegelbild.
Zufrieden mit dem Spiegelbild

Kosmetik ist nicht nur dekorativ: Mit den richtigen Techniken können Sie auch das Altern einfach wegschminken.

Vorbei sind die Zeiten in denen dekorative Kosmetik nur der Farbgebung diente. Inzwischen sorgen die Schminkprodukte zusätzlich für Verjüngungseffekte - seien sie nur optischer Natur oder tatsächliche Wirksubstanzen. Geschickt eingesetzt, können Sie mit Schminke bis ins hohe Alter hinein raffinierte Akzente setzen, die Sie jünger aussehen lassen. Aber Achtung: Je fortgeschrittener das Alter, desto mehr gilt die Faustregel „Weniger ist oft mehr“.
  • Als Grundierung sollten Sie einen Ihrem Hautton gleichen Farbton auswählen, den Sie ganz sparsam auftragen. Besonders eignen sich die „2 in 1“ - Produkte, die ein Mittelding zwischen herkömmlichem Puder und deckendem Make-up darstellen. Sie enthalten meist Pigmente, die das Licht reflektieren und so kleine Fältchen geschickt kaschieren.
  • Generell sollten Sie die Aufmerksamkeit anderer auf Ihre Augen lenken und nicht von ihnen weg. Je älter man ist, desto vorsichtiger sollte man den Lidschatten verwenden, da die Augen mit zunehmendem Alter tiefer in die Augenhöhle einsinken und dunkler erscheinen. Lidschatten wirkt da oft zu überladen. Bereits mit dunkelbrauner bis schwarzer Wimperntusche und eventuell einem ganz feinen Lidstrich mit Kajal können Sie Ihre Augen zum Leuchten und Strahlen bringen. Sollten Sie Lidschatten verwenden wollen, dann greifen Sie jetzt zu „ruhigeren“, natürlichen Tönen.
  • Die Lippen erscheinen mit zunehmendem Alter immer schmaler und wirken blasser, da sie weniger durchblutet werden. Versuchen Sie nicht, dies mit kräftigen oder dunklen Farben wett zu machen! Sie würden damit das Gegenteil erreichen. Viel eher sollten Sie jetzt warme Rosé- und helle Braun- und Rosttöne wählen, die weniger deckend als luftig-locker wirken. Das gibt den Lippen optisch wieder mehr Volumen und lässt sie gleichzeitig schön natürlich erscheinen.

 

Wenn das Haar an Volumen verliert

Sie können den Haarausfall und das Ergrauen der Haare verzögern, indem Sie Pflegeprodukte mit bestimmten regenerierenden Substanzen benutzen:

  • Vitamin E fördert den Haarwuchs, lässt es leicht kämmbar werden und schützt es vor lichtbedingten Schäden.
  • D-Panthenol gelangt bis in die Haarwurzel und verleiht dem Haar Feuchtigkeit und Glanz. Es repariert nachweislich Haarschäden und beugt Spliss vor.
  • Phytantriol reduziert Spliss und reduziert den Wasserverlust des Haars.
  • Biotin fördert die Bildung von Keratin - es fördert das Haarwachstum.

Außerdem können Sie durch „Hilfe von innen“ einiges für Ihr Haar tun. Essen Sie regelmäßig Vollkornprodukte, Fisch, Soja und Nüsse. Sie enthalten viel Vitamin B5, das für schön schimmerndes Haar sorgt. Bierhefe soll ebenfalls dem Haar gut tun, da sie eine ganze Reihe von Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen enthält.

Abschließend noch ein paar Tipps, was bei der täglichen Haarpflege nützlich ist bzw. worauf Sie verzichten sollten.

  • Fönluft ist Gift für das Haar, trocknet dieses aus und macht es brüchig. Lassen Sie Ihr Haar möglichst an der Luft trocknen oder schalten Sie allenfalls die Schonstufe des Föns ein.
  • Ähnlich verhält es sich beim Waschen: Sowohl zu heißes, als auch zu kaltes Wasser mögen unsere Haare gar nicht. Viel besser ist es, wenn Sie sie mit lauwarmen Wasser waschen.
  • Dauerwellen, Lockenstab und regelmäßiges Färben greifen das Haar an. Wenn Sie nicht darauf verzichten wollen, sollten Sie Produkte verwenden, die pflanzliche Farbstoffe enthalten.
  • Zu häufiges Bürsten und Kämmen macht die Haare brüchig.
  • Zu viel Sonnenbestrahlung schädigt nicht nur die Haut, sondern auch das Haar. Gehen Sie möglichst nur mit Kopfbedeckung in die Sonne.

 

Vitalität bis ins hohe Alter - mit der richtigen Ernährung

Dass wir durch eine Ernährungsumstellung viel für unsere geistige und körperliche Jungerhaltung tun können, ist inzwischen wissenschaftlich belegt. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung trägt entscheidend zur Erhaltung der Attraktivität bei.

Die so genannten Antioxidantien, die in vielen Lebensmitteln enthalten sind, haben eine Stress reduzierende Wirkung und binden freie Radikale. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt daher, fünfmal täglich Obst oder Gemüse zu sich zu nehmen. Eine Portion kann in dem Fall ruhig auch mal „nur“ ein Apfel oder ein Glas frisch gepresster Orangensaft sein.

Wie eine vor einigen Jahren veröffentlichte Studie ans Tageslicht brachte, trägt auch eine verminderte Kalorienzufuhr zur Verlangsamung des Alterungsprozesses bei. Der Grund hierfür ist einleuchtend: Je weniger Energie der Körper verwerten muss, desto weniger Sauerstoff braucht er - und desto weniger freie Radikale können entstehen.

Fett braucht jeder Gourmet und gute Koch. Doch hier kommt es entscheidend auf die Art des Fettes an. Ungesättigte Fettsäuren, wie sie in Pflanzenölen vorkommen, sind für den Körper das gesündeste Fett. Denn ungesättigte Fettsäuren senken den Gehalt an gefäßschädigendem Cholesterin - besonders die einfach ungesättigten Fettsäuren, wie sie im Olivenöl reichlich enthalten sind.

 

Hitliste Anti-Aging-Nahrung

  • Vitamin A: Rote und gelbe Früchte und Gemüse, grüne Blattgemüse, alle Kohlsorten, Süßkartoffeln, Beeren, Rosinen, Olivenöl, Chili.
  • Vitamin B6: Weizenkeimöl, Meeresfrüchte, fettreicher Seefisch, Avocado, Sojabohnen, Süßkartoffeln.
  • Vitamin C: Zitrusfrüchte, Kiwis, Beeren, Papayas, Hagebutte, Sanddorn, Rosinen, Paprika, Chili, alle grünen Gemüse und Salate, alle Kohlarten, Sauerkraut, Tomaten, Karotten, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Zwiebeln und Petersilie.
  • Vitamin E: Fischöle, Pflanzenöle, Leinsamen, Weizenkeimöl, Nüsse, Mandeln, Pinien- und Sonnenblumenkerne, Sojabohnen, grünes Blattgemüse, Brokkoli, Tomaten, Schwarzwurzeln, Süßkartoffeln, Avocado, Rosinen, Eier, Meeresfrüchte, fettreicher Seefisch, Innereien.
  • Folsäure: Grünes Blattgemüse und Salate, Brokkoli, Zitrusfrüchte, Rote Bete, Tomaten, Sojabohnen, Hülsenfrüchte, Nüsse, Mandeln, Weizenkeimöl, Vollkornprodukte, Bierhefe, Leber und Milch.
  • Kalzium: Milch und Milchprodukte, Sojabohnen, Vollkornbrot, Nüsse und Mandeln, grüne Blattgemüse, Brokkoli, Orangen, Bananen, getrocknete Aprikosen und Feigen, fettreicher Seefisch, Weißfisch, Bierhefe, Olivenöl.
  • Magnesium: Sojabohnen, Hülsenfrüchte aller Art, grüne Salate und Gemüse, Bananen, Trockenobst, Nüsse und Samen, Vollkornprodukte, Milch und Milchprodukte, Meeresfrüchte.
  • Selen: Sonnenblumenkerne und -öl, fettreicher Seefisch, Meeresfrüchte, Fleisch, Eier, Bierhefe, Knoblauch, Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide.
  • Zink: Artischocken, Brokkoli, fettreicher Seefisch, Meeresfrüchte, Joghurt, Mandeln und Weizenkeimöl.
  • Omega-3-Fettsäuren: Meeresfrüchte, fettreicher Seefisch, Sojabohnen und Weizenkeimöl.

 

Nahrung für die grauen Zellen

Um die grauen Zellen lange aktiv und leistungsfähig zu halten, bedürfen sie bestimmter Nährstoffe. Diese finden Sie vor allem in folgenden Lebensmitteln:

  • Lezithin - in Sojabohnen, Fisch, Nüssen, Joghurt und Buttermilch.
  • Tyrosin - in Fisch, Meeresfrüchten, Eiern, Käse und Joghurt.
  • Glutamin - in Sojaprodukten, Milch, Weizen und Mais.
  • Vitamin B6 - in Reis, allen Kohlsorten, Sojabohnen, Kartoffeln, Nüssen, Paprikas, Bananen, Avocados, Fisch und Meeresfrüchten sowie Geflügel.
  • Vitamin B12 - in Leber, Fisch, Geflügel, Rind- und Kalbfleisch, Milch und Milchprodukten.

 

Nikotin und Alkohol

Dass Rauchen der Gesundheit schadet, ist hinlänglich bekannt. Wussten Sie jedoch auch, dass das Nikotin Sie früher alt aussehen lässt? Durch den blauen Dunst werden die Blutgefäße verengt, was zu einer erheblich eingeschränkten Durchblutung der Haut führt. Viele Raucher weisen dadurch die typisch fahlgraue Raucherhaut auf. Die Haut ist außerdem gegen Umwelteinflüsse nicht mehr so gut geschützt und das Bindegewebe wird geschwächt. Wer lange jung aussehen will, sollte daher so rasch wie möglich mit dem Rauchen aufhören.

Alkohol ist ein reines Genussmittel und sollte daher nur in Maßen genossen werden. Ein Gläschen Rotwein am Tag ist sogar gesundheitsförderlich, da der Rotwein viele Antioxidantien enthält. Darüber hinaus ist jedoch bei Alkohol Vorsicht geboten, da er dem Körper Wasser entzieht, was Falten natürlich frühzeitig fördert. Zusätzlich erweitert Alkohol die Blutäderchen und führt dadurch zu Couperose (ein Beispiel hierfür ist die typische Säufernase).

 

Bewegung hält fit

Von wissenschaftlicher Seite besteht kein Zweifel mehr daran, dass Bewegung den Alterungsprozess bremst. Der Körper reagiert auf regelmäßige Bewegung mit einem höheren Sauerstoffverbrauch, besserer Durchblutung von Zellen und Gewebe. Die Nährstoffe gelangen so auch in die tiefsten Ecken des Organismus. Zusätzlich werden vermehrt Antioxidantien im Körper gebildet, die wiederum die freien Radikale abbauen. Außerdem wird durch regelmäßige sportliche Betätigung das Immunsystem gestärkt. Muskeln und Gelenke bleiben in Form, die Haut erhält ihre Straffheit, der Teint strahlt rosig - Sie sehen rundum gesund und aktiv aus. Zusätzlicher wohltuender Effekt: Durch die Bewegung wird die Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Gehirns angekurbelt, was wiederum die Hirnleistung um bis zu 13 bis 20 Prozent zu steigern vermag.

Wissenschaftler empfehlen, pro Woche mindestens 1500 Kalorien durch Sport zu verbrennen. Dies verlangsamt den Alterungsprozess. Über 3500 Kalorien sollten es auf keinen Fall sein, denn das wiederum würde diesen Prozess beschleunigen. 1500 Kalorien verbrennen Sie, wenn Sie z.B. 2,5 Stunden Joggen, gut 3 Stunden Radfahren oder 2 Stunden Schwimmen.

Last but not least sei noch darauf hingewiesen, dass jeder Mensch immer so alt ist, wie er sich im Herzen fühlt. Das tatsächliche Alter lässt sich zwar nicht zurückdrehen, wohl aber das mentale! Ihre innere Einstellung zu sich selbst und zu Ihrem Körper bestimmt in entscheidendem Ausmaß darüber mit, wie alt oder jung Sie sich fühlen und andere Sie sehen. Behalten Sie das immer im Hinterkopf!

 

Hilfen aus der Natur

 

Wasser - Quell der Jugend

Das beste Mittel gegen Hautalterung ist Flüssigkeitsaufnahme. Das bedeutet, jeden Tag ausreichend zu trinken (mindestens zwei bis drei Liter täglich) und zusätzlich der Haut Feuchtigkeit über entsprechende Pflegeprodukte zuzuführen.

 

Sauer macht jung

Fruchtsäuren - auch als AHA (Alpha-Hydroxy-Acids) bezeichnet - wirken wie ein Tiefenpeeling und verjüngen somit die obersten Hautschichten. Diese werden nämlich durch die Säure abgelöst und die Neubildung neuer Hautzellen somit bewusst hervorgerufen. Die Haut wird durch die Behandlung dicker, elastischer und glatter. Dadurch sieht sie strahlender aus. Fruchtsäurepeelings können als natürliches Lifting bezeichnet werden. Erkundigen Sie sich diesbezüglich einmal bei einer gut ausgebildeten Kosmetikerin.

 

Sekundäre Pflanzenstoffe

Hormonähnliche Stoffe, die die Kosmetikindustrie heute immer häufiger verwendet und die ebenfalls in der Natur vorkommen, sind so genannte Phytohormone - auch sekundäre Pflanzenstoffe genannt. Sie wirken antioxidativ, d.h. sie verhindern, dass freie Radikale im Organismus zu dauerhaften Schäden führen können.

Algen sind bekannt für ihren hohen Eiweißgehalt und spenden viel Feuchtigkeit. Sie können in Form von Packungen, Cremes und Masken angewendet oder aber auch gegessen werden.

 

Lifting homemade

Immer öfter führt der zunehmende „Jugendwahn“ bei typischen Alterserscheinungen wie Besenreisern, Haarausfall und grauen Haaren zu Korrekturmethoden wie Lasermedizin, Mikrochirurgie, hormonellen Therapien und anderen medizinisch-ästhetischen Verfahren. Dem Prozess des natürlichen Alterns soll auf diese Weise ein Schnippchen geschlagen werden. Dabei wird oft vergessen, dass man bereits durch einfache Hausmittel eine Art „Lifting made at home“ durchführen kann.

 

Strahlende Haut durch gesunden Darm

Schönheit kommt, wie eine alte Weisheit belegt, von innen. Basis schöner und strahlend junger Haut ist in der Tat ein gesundes Immunsystem, wobei gerade ein gesunder Darm eine besondere Rolle spielt. Wird der Darm und durch ihn das Immunsystem durch schädigende Umwelteinflüsse oder Krankheiten beeinträchtigt, so hinterlässt dies auch Spuren an der Haut. Es entstehen dort Unreinheiten oder der Teint wirkt schnell mal krank und fahl. Darüber hinaus gehen - besonders mit fortschreitendem Alter - Elastizität und Spannkraft der Haut zurück.

Wer also möglichst lange gesund und schön bleiben will, sollte seinen Körper regelmäßig entschlacken und entgiften. Diese Schlacken sind es, die für ein schwaches Bindegewebe und die daraus entstehenden unschönen Erscheinungen wie Orangenhaut und Besenreiser verantwortlich zeichnen. Eine so genannte Kolonhydrotherapie - dabei wird der Darm gründlichst von innen gespült - oder schon ein einfacher Einlauf bewirken, dass jahrelang im Darm abgelagerte Schlacken sich lösen und abtransportiert werden. Sie werden den Unterschied nicht nur beim morgendlichen Blick in den Spiegel oder an Ihrer Gesundheit bemerken, Sie werden sich nach einer Entschlackungs- oder Entgiftungskur auch wesentlich wohler in Ihrer Haut fühlen. Entschlacken und entgiften können Sie auch in Verbindung mit einem Kuraufenthalt - zum Beispiel bietet sich dazu die so genannte Schrothkur (eine spezielle Entschlackungskost gepaart mit kalten Ganzkörperwickeln) oder ein unter medizinischer Aufsicht durchgeführtes Heilfasten an.

 

Geschwollene Augen? Das muss nicht sein!

Im Vergleich zu anderen Alterserscheinungen treten Probleme mit dem Hautbereich der Augen schon in relativ jungen Jahren auf - dies kann bereits ab Mitte zwanzig der Fall sein. Es entstehen Falten, Tränensäcke oder die Augenbindehaut schwillt unangenehm an. Dem kann jedoch mit einfach Mitteln entgegengewirkt werden.

 

Augenringe

Wenn Sie nicht gerade nach einer durchzechten Nacht aufgewacht sind, sondern „von Natur aus“ dunkle Ränder unter den Augen haben, seien Sie nicht gleich frustriert. Der Grund dafür liegt viel mehr in Ihren Genen als Ihrem Alter begründet. Die bläulichen Schatten sind nichts weiter als kleine Blutgefäße, die durch die sehr dünne Haut durchschimmern. Wie stark dieser Schimmer ausgeprägt ist, ist weitgehend erblich vorbestimmt.
Damit Sie dennoch frisch und strahlend aussehen, können Sie eine sanfte Lymphmassage anwenden oder Sie kaschieren die dunklen Schatten mit getönter Augencreme oder Make-up. Creme und Schminke sollte stets mit dem Finger aufgetupft und anschließend leicht eingeklopft werden. Die trockene und dünne Haut, die kaum Talgdrüsen besitzt, kann die Creme nur durch Klopfen aufnehmen - nicht durch Reiben.

 

Tränensäcke

Sie entstehen durch die nachlassende Spannkraft der Haut am Augenunterlid. Um diese vorübergehend zu straffen (zumindest für ein paar Stunden) wenden Sie eine eisgekühlte Teekompresse an. Übergießen Sie dazu zwei Teebeutel mit schwarzem oder grünem Tee (von Kamillentee ist aufgrund der Allergiegefahr abzuraten) und legen Sie diese anschließend - nachdem sie wohl temperiert sind - für zehn Minuten auf die geschlossenen Augen. Der Effekt ist noch größer, wenn Sie die Teebeutel vorher in das Tiefkühlfach Ihres Kühlschrankes legen. Das kühlt angenehm und wirkt noch rascher.
Langfristig hilft gegen Tränensäcke ein nur kleiner chirurgischer Eingriff, bei dem die Tränensäcke gestrafft werden.

 

Geschwollene Augen

Für das Anschwellen der Augenbindehäute sind vor allem Störungen im Lymphfluss verantwortlich. Schlacken lagern sich in den Zellzwischenräumen des feinen Bindegewebes ein und versperren so den Abfluss der Gewebsflüssigkeit, die sich dann um die Augen herum staut, was den bekannten „verschlafen-verquollenen“ Effekt hervorruft. Dagegen hilft nur eine sanfte Lymphdrainage, die Sie am besten von Ihrer Kosmetikerin durchführen lassen. Am effizientesten ist eine Behandlung, die über einen Zeitraum von ca. vier Wochen zweimal wöchentlich durchgeführt wird.
Kurzweilig können Sie die Schwellung mit Teekompressen zum Abklingen bringen - die Wirkung hält allerdings nur ein paar Stunden an.

 

Besenreiser

Unter Besenreisern versteht man nicht etwa den regen Besen-Flugbetrieb rund um die Walpurgisnacht, sondern es handelt sich hierbei um ein unschönes kosmetisches Erscheinungsbild. Die Rede ist von erweiterten Äderchen, die - haarfein verästelt - vorwiegend an weiblichen Ober- und Unterschenkeln entstehen. Ursache für dieses Phänomen ist wieder einmal das zu schwache Bindegewebe. Da Frauen von Natur aus ein lockeres Bindegewebe haben, sind sie auch die hauptsächlich Betroffenen.

Wer Besenreisern vorbeugen möchte, dem sei das Tragen von leichten Kompressionsstrümpfen ans Herz gelegt. Das ist zwar nicht die schickste Methode - aber sie hilft. Sie ist besonders für den Sport anzuraten, denn bei jeder Erschütterung werden die kleinen Blutgefäße ausgedehnt. Dies können die Strümpfe verhindern, da sie das Gewebe von außen komprimieren. Außerdem sollten Sie auch zur Vorbeugung jede erdenkliche Gelegenheit nutzen, um Ihre Beine hochzulegen - etwa in der Mittagspause.

Wer Besenreiser apparativ entfernen möchte, sollte sich genauestens bei seinem Arzt oder der Kosmetikerin erkundigen. In leichten Fällen wird meist mit einer Farbstoff-Lasertherapie, bei schwereren Fällen durch Veröden der Äderchen behandelt. Wer dauerhaften Erfolg wünscht, sollte sich nach den Möglichkeiten und Risiken einer mikrochirurgischen Entfernung erkundigen.

 

Couperose oder Wangenröte

Hierbei handelt es sich um Besenreiser im Gesicht. In der Tat treten besonders an Wangen, Nasenflügeln und Kinn diese fein verästelten Äderchen auf, die dunkelrot durch die Haut schimmern. Ursache dieser Wangenröte ist auch hier wieder einmal die nachlassende Spannung der Gefäßwände, was eine Erweiterung der Äderchen zur Folge hat und diese sichtbar werden lässt.

Alkohol, Nikotin, Sonnenbäder und Saunagänge fördern übrigens die Entstehung von Couperose.

Für eine dauerhafte Entfernung empfiehlt sich auch hier die Lasermethode. Dermatologen führen diese Behandlung ambulant durch, sie hinterlässt keine unschönen Narben.

 

Krampfadern

Diese deutlich erweiterten Venen der Beine verlaufen typischerweise direkt unter der Hautoberfläche. Die Venen weiten sich, wenn die Venenklappen, die den Rückfluss des Blutes regulieren sollen, nicht mehr richtig schließen. Folglich kommt es zu einem Stau des zum Herzen fließenden Blutes und somit zu Krampfadern. Auch hier liegt die Ursache für diese Venenschwäche in einer veranlagten Bindegewebsschwäche. Dieser vorzubeugen ist schwer, aber nicht unmöglich. Besonders bewährt haben sich die bereits von Pfarrer Kneipp eingeführten Wechselduschen. Da hier besonders die Beine betroffen sind, empfehlen wir, jeden Tag nach der morgendlichen Dusche kalte Güsse von den Füßen hinauf bis zum Poansatz. Bewegen Sie sich außerdem recht viel, am besten geeignet sind Radfahren, Schwimmen oder Spazierengehen, eben alles, was die Beinmuskulatur kräftigt. Hier noch weitere Tricks und Tipps für den Alltagsgebrauch:

  • Lagern Sie möglichst oft die Beine hoch, damit das Blut zurückfließen kann.
  • Tragen Sie möglichst oft flache Schuhe.
  • Schlagen Sie beim Sitzen nicht die Beine übereinander - das verhindert, dass das Blut frei fließen kann.
  • Meiden Sie Alkohol (höchstens einen Drink am Tag) und Nikotin.

 

Orangenhaut (Cellulite)

Orangenhaut - eine Alterserscheinung? Die Ursache für die unschönen Dellen an Oberschenkeln und Po liegt in einer Schwächung des Bindegewebes. Doch besonders zur Vermeidung der gefürchteten Dellen können Sie einiges tun:

  • Rubbeln Sie täglich morgens und abends Ihre Haut mit einem Sisalhandschuh oder einer Trockenbürste. Das regt die Durchblutung an und festigt das Gewebe. Schlacken werden abgebaut.
  • Sorgen Sie für regelmäßige sportliche Betätigung - am besten drei bis fünfmal die Woche je eine halbe Stunde lang.
  • Bauen Sie Übergewicht ab.
  • Nehmen Sie Schachtelhalm als Nahrungsergänzung zu sich (in Form von Tee oder Kapseln) - das stärkt das Bindegewebe.
  • Behandeln Sie Ihre Beine täglich mit Zupfmassagen: Die Haut mit Daumen und Zeigefinger hochziehen und wieder loslassen.
  • Verwenden Sie Vitamin-C-haltige Lotions oder spezielle Cremes und Gels mit Ginseng, Algen- oder Efeuextrakt.

 

Altersflecken

Dass UV-Strahlen für die frühzeitige Hautalterung verantwortlich sind, ist hinlänglich bekannt. Etwas überraschender mag jedoch klingen, dass ausgerechnet Altersflecken auch auf UV-Strahlung zurückzuführen sind. Zu hohe Sonnenbestrahlung wird von der Haut zwar lange geduldet, doch irgendwann wird es ihr zu viel und sie versucht, sich mit Hyperpigmentierung dagegen zur Wehr zu setzen. Resultat sind die braunen Flecken auf der Haut, die bereits im dritten Lebensjahrzehnt auftauchen können.

Diesen vorbeugen können Sie, indem Sie intensive Sonnenbestrahlung meiden und vor allem - besonders bei Ihren Kindern - Sonnenschutzcremes mit einem hohen Lichtschutzfaktor verwenden. Sind die dunklen Flecken erst einmal da, sind Sie kaum wieder loszuwerden.

Einen leichten Depigmentierungseffekt können Sie mit Brunnenkresse erzielen. Cremen Sie die betroffen Hautstellen einmal täglich damit ein.

Richtig dunkle Flecken kann nur der Fachmann entfernen - und zwar ein wirklich erfahrener Dermatologe. Er wird ein spezielles Peeling durchführen, bei dem die pigmentierten Hautstellen mit flüssigem Stickstoff regelrecht abgeschliffen werden.

 

Damenbart

Besonders nach den Wechseljahren kommt es bei Frauen auf Grund der Hormonumstellung zu einem neuen Verhältnis männlicher und weiblicher Hormone. Dies bewirkt bei vielen Frauen unter anderem, dass bei ihnen ein so genannter Damenbart entsteht. Lassen Sie eventuell von einem guten und sehr erfahrenen (!) Hormonspezialisten (Endokrinologe) Ihren Hormonspiegel untersuchen. In der Regel ist der Damenbart entweder auf einen leicht erhöhten Testosteronspiegel oder einen zu niedrigen Östrogenspiegel zurückzuführen.

Zu einer Hormontherapie möchten wir an dieser Stelle aber nicht unbedingt raten. Belegt doch unter anderem eine von der amerikanischen Gesundheitsbehörde auf Grund gesundheitlicher Risiken abgebrochene Langzeitstudie die Risiken einer Östrogenbehandlung.

Wen die dunklen Haare an Oberlippe und Kinn stören, der kann sie mit einer Pinzette auszupfen, bleichen oder - bei stärkerem „Bartwuchs“ - durch die sanfte Farbstoff-Lasertherapie entfernen lassen.

Auf alle Fälle gilt: Hände weg vom Rasierapparat oder Nassrasierer! Jegliches Rasieren der Haare hätte den Wuchs noch dickerer Stoppeln zur Folge, die dann erst recht unschön aussehen.

 

Das berühmt-berüchtigte Doppelkinn

Es ist nicht immer ein Zeichen von Übergewicht: Das Doppelkinn kann auch die Schlanksten unter uns treffen. Oftmals handelt es sich dabei um ins Bindegewebe eingelagerte Schlacken. Sie können versuchen, diese durch Lymphdrainage zum Verschwinden zu bringen. Ebenso können Sie die tägliche Gesichtspflege mit einer leichten Massage abschließen. Streichen sie dazu mit den Fingern vom Dekolleté nach oben hinauf zum Kinn - nicht umgekehrt. Durch diese regelmäßige Massage können sie das Doppelkinn reduzieren. Außerdem sollten Sie einmal Ihre Schlafgewohnheiten überdenken: Bester Schutz gegen das Doppelkinn ist die Rückenlage ohne Kopfkissen.

 

Haarausfall und grauer Schimmer

Aktivität und Anzahl der Haarwurzeln nimmt im Alter ständig ab, die Haare werden immer spärlicher. Außerdem geht die Aktivität der Melanozyten zurück, das sind die Zellen, die für die Pigmentbildung des Haars zuständig sind. In der Folge werden die Haare allmählich grau. Um die Melanozyten so lange wie möglich zu unterstützen und das Ergrauen hinauszuzögern, hilft auch hier regelmäßiges Entschlacken des Körpers und die Sanierung der Darmflora.

Zur Verzögerung des Haarausfalls hat es sich bewährt, die Kopfhaut zur Förderung der Durchblutung mehrmals wöchentlich abends mit einer Mischung aus Biotin, Birkenwasser und Klettenwurzelöl einzumassieren, dies über Nacht einwirken lassen und erst morgens auswaschen.

 

Kosmetisches Fachlatein

Wer sich genau informieren will, was er sich da gerade ins Gesicht, in die Haare oder auf den Körper schmiert, der wird versuchen, aus dem Dickicht fremdartig klingender Inhaltsbezeichnungen die verarbeiteten Stoffe herauszufinden. Dass das nicht gerade leicht ist, wird jeder wissen, der sich einmal die Mühe gemacht hat, das Kleingedruckte auf seiner Shampooflasche zu entziffern. Damit Sie sich in Zukunft einen besseren Überblick über die verschiedenen kosmetischen Zusatzstoffe verschaffen können, haben wir Ihnen hier eine kleine „Vokabelliste“ zusammengestellt.

Die Grundlage sämtlicher Cremes, Lotions und Shampoos bilden meist folgende Substanzen:

  • Meersalz = Maris sal
  • Paraffinöl = Paraffinum liquidum
  • Pflanzenöl = Olus
  • Vaseline = Petrolatum
  • Wachs = Cera
  • Wasser = Aqua
  • Wollfett = Lanolin

Hinzu kommen, je nach Verwendungszweck, verschiedene Zusatzstoffe:

Feuchtigkeitsspender:Glycin = Glycine
Hyaluronsäure = Sodium Hyaluronate
Laktose = Lactose
Sorbitol = Sorbitol
Für die Haarpflege:D-Panthenol = Dexpanthenol
Phytantriol = Phytantriol
Antioxidantien (= Anti-Aging-Stoffe)Coenzym Q 10
Folsäure = Folat
Fruchtsäuren = Alpha Hydroxy Acids (auch als AHA bekannt)
Selen = Selenium
Vitamin A = Retinol oder Retinyl Palmitate bzw. Retinyl Acetate
Vitamin-A-Säure = Tretinoin
Vitamin B1 = Thiamine
Vitamin B2 = Riboflavin
Vitamin B6 = Pyridoxine
Vitamin C = Ascorbinsäure
Vitamin D = Calciferol
Vitamin E = Tocopherol bzw. Tocopheryl Acetate oder Alpha-Tocopherol
Vitamin H = Biotin
Zink = Zinc

Falls Sie noch tiefer in das Kosmetik-Kauderwelsch eindringen möchten, erhalten Sie hier einen kurzen Überblick über Sinn und Zweck der bekanntesten Substanzen.

Die oben bereits erwähnten Antioxidantien bekämpfen so genannte freie Radikale; dies sind instabile Moleküle, die bei der Energiegewinnung im Körper als Nebenprodukte, aber auch bei der Bestrahlung der Haut durch Sonnenlicht entstehen können.

  • Absorptionsmittel haben den Zweck, wasser- oder fettlösliche Substanzen aufzunehmen.
  • Feuchtigkeitsspender schützen die Haut vor dem Austrocknen.
  • So genannte Moisturizer sind dazu da, den Feuchtigkeitsgehalt der Haut zu erhöhen, indem sie Wasser binden.
  • Rückfettende Substanzen sorgen dafür, dass die Haut bei der Reinigung nicht austrocknet.
  • Emulgatoren ermöglichen die Verbindung schwer mischbarer Flüssigkeiten wie etwa Öl und Wasser.
  • Vitamine haben eine stark antioxidative Wirkung und verhindern somit das frühzeitige Altern der Haut.
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