In 80 Tagen rund um die Welt, heißt ein berühmtes Buch, das von einem verrückten Wettrennen um die Erde erzählt. In einem einzigen Tag durch die Welt der Tiere - das gibt es nur im Zoo.

Pinguine und Giraffen

Das schafft sonst nicht einmal der schnellste Düsenflieger.
Bedrohte Vielfalt

Unsere Natur ist ganz schön erfinderisch, bei Tieren ebenso wie bei Pflanzen.
Man nennt das Artenvielfalt.
Doch leider sind viele Tierarten gefährdet. Häufig stören wir Menschen das empfindliche Gleichgewicht auf der Erde: Zum Beispiel wurden viele feuchte Wiesen trockengelegt. Deshalb gibt es weniger Frösche und die Störche finden nichts mehr zum Fressen.
Andere Tiere werden von gewissenlosen Wilddieben gejagt. Eine beliebte Beute sind Elefanten, weil sich ihre Stoßzähne als Elfenbein teuer verkaufen lassen.
Arche Noah
Ein Zoo ist so eine Art Arche Noah. Er bietet Tieren einen geschützten Lebensraum und sorgt dafür, dass bedrohte Arten erhalten bleiben.
So wie beim mongolischen Urwildpferd: In der freien Wildbahn war die Pferdeart mit dem komplizierten Namen Przewalskipferd schon ausgestorben.
Zum Glück überlebten in verschiedenen Zoos rund 700 Wildpferde. Sonst könnten wir die Vorfahren unseres Hauspferdes heute nur noch in Büchern sehen.
Für manche Tierarten gibt es eigene Auswilderungsprogramme. Zoos züchteten unter anderem brasilianische Löwenkopfäffchen oder europäische Wildkatzen, um sie später in ihrem natürlichen Lebensraum in Freiheit zu setzen.
Tiere hinter Gittern

Menschen haben sich schon immer für exotische Tiere interessiert. Ein chinesischer Fürst ließ schon im Jahr 1150 v. Chr., also vor über 3000 Jahren, einen Tierpark bauen.
Tierschauen oder Menagerien, wie sie früher genannt wurde, waren auf Jahrmärkten der große Renner. Da drängten sich die Massen um verängstigte Löwen, die in viel zu kleine Käfige gepfercht waren.

Immer mehr Zoos machen sich auch Gedanken, wie sie die Tiere im Gehege sinnvoll beschäftigen können, damit ihre Sinne und Muskeln nicht verkümmern.
Da dürfen dann Schimpansen mit langen Papierfetzen spielen, für Bären werden die Äste von Bäumen mit Honig eingepinselt. Oder der Panther bekommt sein Fleisch nicht in einem Fressnapf vorgesetzt, sondern muss es sich von einem hohen Baum herunterholen.
Erlebnis Zoo

Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle, selbst wenn ihr schon mal irgendwo im Tierpark wart. Denn kein Zoo gleicht dem anderen, jeder setzt eigene Schwerpunkte.
Im Erlebnis-Zoo Hannover könnt ihr Gorillas Auge in Auge gegenüberstehen. Die Stuttgarter Wilhelma ist ein grünes Paradies mit ca. 10.000 Tier- und 5.000 Pflanzenarten.
Im Duisburger Delphinarium geben die sanften Meeressäuger zirkusreife Proben ihres Könnens. Und der Berliner Zoo ist nicht nur der älteste Deutschlands, sondern auch der artenreichste der Welt.

Vielleicht könnt ihr im Streichelzoo lustige kleine Zicklein kraulen, beim Füttern eures Lieblingstiers zukucken, auf Kamelen oder Elefanten reiten, Greifvögel beim Jagen bestaunen oder süße neugeborene Tierbabys anschauen.
Eltern-Tipp

Ein Tag im Zoo ist vor allem für die Kleineren ganz schön aufregend. Planen Sie deshalb genügend Pausen zum Schauen, Spielen und Ausruhen ein.
Wenn Sie in der Nähe eines Tierparks wohnen, erkundigen Sie sich doch nach einer Jahreskarte. Das lohnt sich besonders, wenn Sie öfter zu kürzeren Schnuppertouren kommen und sich jeweils nur einen einzigen Abschnitt vornehmen wollen.
Neben den Zoologischen Gärten der Großstädte laden zahlreiche kleinere Wildgehege, Falkenhöfe, Meereszentren etc. zu einem Besuch ein.
Auf der Webseite Zoo-Infos finden Sie Informationen zu mehr als 400 öffentlichen Tierhaltungen.
Buch-Tipps
Carola Preuß, Klaus Ruge
Geräusche im Zoo, 1 Audio-CD mit 28 Bildkarten
Verlag An der Ruhr April 2000
15,30 €
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Ingo Siegner, James Fenimore Cooper
Nachts auf dem Sambesi. Erdmännchen Gustavs Abenteuer im Zoo Hannover.
Leuenhagen u. Paris November 2003
12,90 €
ab 4 Jahren
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Andrea Mertiny
Tiere im Zoo
Tessloff September 2000
48 Seiten
8,90 €
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