Es ist die Überraschung des Jahres: Verschollen geglaubte Exponate der von den Nazis initiierten Wanderausstellung "Entartete Kunst" sind geborgen worden - und das rein zufällig, bei Grabungen im Zuge der U-Bahn-Erweiterung und der daran gekoppelten Suche nach Zeugnissen der mittelalterlichen Siedlungs- und Baugeschichte in der historischen Mitte Berlins. Elf Skulpturen der Klassischen Moderne sind noch bis auf weiteres im Neuen Museum auf der Museumsinsel Berlin ausgestellt: Bronzen von Edwin Scharff, Otto Baum, Marg Moll, Gustav Heinrich Wolff, Naum Slutzky und Karl Knappe sowie Teile von Keramikarbeiten von Otto Freundlich und Emy Roeder - von Schäden geprägt und von der Geschichte gezeichnet, so wie das Museumsgemäuer selbst. Einige Einzelstücke des spektakulären Fundes sind noch nicht identifiziert. Noch unklar ist auch, wie die Stücke überhaupt dorthin gelangt sind. Seit der Eröffnung der Ausstellung "Entartete Kunst" in den Münchener Hofgarten-Arkaden sind über 70 Jahre vergangen: 650 konfiszierte Kunstwerke aus 32 deutschen Museen - als "entartet" deklariert und öffentlichkeitswirksam verhöhnt, weil sie kulturellen Strömungen entsprungen waren, die mit dem Kunstverständnis, dem Schönheitsideal der Nazis nicht vereinbar waren, oder weil sie aus den Händen jener stammten, die das Regime als unwürdig verachtete und verfolgte. Ehre und Staunen wird ihnen nun zuteil - auch wenn die Zeit ihre Spuren hinterlassen hat.
Das ist unglaublich das so was gefunden wurde das muss beschdimt ganz lange dauern bis sie die schätze gefunden haben.
Phantastisch! Ich bin überwältigt. So ein toller Fund!!!!
2 Kommentare