Die Arbeit mancher Fotografen umfasst entweder mehrere Epochen oder Stile. Annie Leibovitz ist eine Fotografin, auf die beides zutrifft. Sie fing in den 1960er Jahren bei der berühmten Zeitschrift "Rolling Stone" an, später arbeitete sie für "Vanity Fair" und "Vogue". Sie war offizielle Fotografin der Olympischen Sommerspiele in Atlanta. Leibovitz wendet sich mehreren fotografischen Genres zu. Ganz gleich ob Porträt, Dokumentation, Fashion, Werbung oder Konzept - Leibovitz zeigte und zeigt sich als eine außergewöhnliche und ehrliche Fotografin. Jetzt ist bei Schirmer & Mosel "Annie Leibovitz At Work" erschienen. Ein Buch, das die Arbeiten der wohl berühmtesten lebenden Fotografin von den frühen 1970er Jahren bis 2008 zeigt. Aber es ist nicht nur ein fantastischer Bildband, Leibovitz hat außerdem einen ausführlichen Text dazu beigesteuert. Sie berichtet von ihren Tournee-Erfahrungen mit den Rolling Stones oder Patti Smith - die sie porträtierte. Sie schreibt über den Fototermin bei der Elizabeth II., der englischen Königin. Man kann nachlesen, wie sie sich in über 40 Jahree Arbeit weiter entwickelt hat, wie sie die verschiedensten Formate benutzt und ständig neue Herausforderungen sucht. Ich muss zugeben, Leibovitz ist eine meiner Lieblings-Fotografen - deshalb bin ich vielleicht nicht ganz objektiv. Und gerade deswegen empfehle ich dieses Buch allen, die Fotografie lieben!
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