Um einen straffen und schlanken Körper nach geltendem Schönheitsideal vorzeigen zu können, investieren viele Menschen viel Zeit und Geld in Fitnessstudios, gesunde Ernährung, Massagen und Kosmetikprodukte. Die echte Maßarbeit liefert aber auch in diesem Bereich die Schönheitschirurgie, die sich ja längst nicht mehr nur auf die Verschönerung des Gesichts oder der Haut konzentriert. Viele Patienten wünschen sich eine gezielte Verbesserung ihrer Körperformen, sei es ein größerer, festerer Busen bei Frauen oder die Entfernung lästiger Polster um Bauch und Oberschenkel bei beiden Geschlechtern. Mit "Bodysculpturing" kann ihnen geholfen werden - hier stehen einige ausgereifte und erprobte Methoden zur Verfügung.
Harmonischere Formen durch Fettabsaugen
Das Fettabsaugen stellt, wie Fachleute nicht müde werden zu betonen, keine Alternative zum Abnehmen dar. Es ist lediglich für die so genannten diätresistenten Fettpölsterchen gedacht, die sich bei Frauen bevorzugt an den Hüften und Oberschenkeln (Reiterhosen), bei Männern eher um den Bauch und die Brust herum breit machen, und das oft schon in jüngeren Jahren und bei sonst schlankem Körperbau. Bei den Männern macht das Fettabsaugen immerhin 20 % der Schönheitsoperationen aus.
Die beschriebenen Methoden können theoretisch an jeder Stelle des Körpers eingesetzt werden: so auch am Kinn, an der Nase, an den Waden und Fesseln. Bedingung für das Fettabsaugen sind ein stabiler Kreislauf und guter Allgemeinzustand, damit der Körper den Eingriff unbeschadet übersteht. Abgesaugt werden nur 1,5 bis 2 Kilo Fett, mehr wäre gesundheitsschädlich! Diese Menge macht jedoch optisch an den Problemzonen enorm viel aus. Insgesamt hängt der ästhetische Erfolg wesentlich vom Können des plastischen Chirurgen und einer sorgfältigen Vorbereitung ab, damit ein gleichmäßiges und auf beiden Körperseiten symmetrisches Ergebnis erzielt wird.
Die Methoden
Angeboten werden drei Varianten: Fettabsaugen mit Ultraschall, die Liposuction - Absaugen im tieferen Gewebe, und die Liposculptur - Absaugen unmittelbar unter der Haut.
Bei allen Maßnahmen wird vorher eine Kochsalzlösung in das Gewebe gespritzt, die gleichzeitig blutungs- und schmerzstillende Mittel enthält und die das Fett verdünnt, so dass es leichter abgesaugt werden kann (Tumeszenz-Technik). Der Vorteil der Liposculptur: Auch ältere Haut kann sich über der behandelten Stelle besser wieder zusammenziehen, da auch die oberen Fettzellen entfernt wurden. Bei der tiefer angelegten Liposuction besteht nämlich die Gefahr von späteren Ausbuchtungen. Bei der aufwändigeren und kostspieligeren Ultraschall-Methode kann noch gezielter vorgegangen werden: Die Fettzellen werden durch die Ultraschallwellen zerstört, das eigentliche Gerüst des Fettgewebes bleibt jedoch intakt und umliegendes Gewebe wird nicht angegriffen.
Die Einschnitte für die Injektion und die Saugkanülen sind nur millimeterklein und müssen hinterher lediglich mit Pflaster bedeckt werden. Nach dem Fettabsaugen sollten Patienten jedoch eine Kompressionshose oder einen entsprechenden elastischen Verband tragen, damit die Haut sich wieder gleichmäßig zurückbilden kann. Die Kosten schwanken je nach Dauer und Aufwand des Eingriffs zwischen 1.500 und 4.000 €.
Gezieltes Lifting von Problemzonen

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Bei stark erschlaffter Haut - sei es durch das Altern, nach mehreren Schwangerschaften oder nach einem starken Gewichtsverlust - kann das Fettabsaugen allein nichts ausrichten. Hier hilft nur ein chirurgischer Eingriff, um die überschüssige Haut, meist einschließlich darunter liegendem Gewebe, Muskeln und Bändern zu kürzen. Dies nennt man Body-Lifting oder auch Dermolipektomie (operative Haut- und Fettentfernung). Das Lifting kann an praktisch allen Körperregionen durchgeführt werden: den Oberarmen, der Brust, der Bauchdecke, dem Po, den Oberschenkeln und den Waden. Eine Verkleinerung der männlichen wie weiblichen Brust ist eine Kombination aus Straffung und Entfernung von überschüssigem Fettgewebe, ein Eingriff, der große Anforderungen an das ästhetische Geschick des Chirurgen stellt.
Die Operation ist relativ aufwändig und praktisch immer mit Vollnarkose und anschließendem Klinikaufenthalt verbunden, was die Kosten in die Höhe treibt - zwischen 3.500 und 7.500 € je nach Umfang. Es ist damit zu rechnen, dass die Wundheilung an diesen "versteckten Stellen" nicht so problemlos verläuft wie beispielweise beim Facelifting. Man sollte auch bedenken, dass die Operationsnarben sichtbar bleiben könnten, obwohl die Chirurgen natürlich darauf achten, die Einschnitte an möglichst unauffälligen Stellen, also z.B. in der Brustfalte oder der Leistengegend zu machen.
Zellulite-Behandlung

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Die locker angeordnete Struktur des weiblichen Bindegewebes sowie die Tatsache, dass bei Frauen die Fettzellen dichter unter der Hautoberfläche liegen, führen häufig zu den Ausbuchtungen und Dellen an Oberschenkeln und Gesäß, die im Volksmund Zellulite genannt werden. Schlimmstenfalls kann die betroffene Hautregion verhärten und schmerzt beim Draufdrücken. Unter Zellulitis versteht man im medizinischen Fachjargon eine Entzündung der Unterhaut, während es sich hier um eine nicht entzündliche Fettverteilungsstörung handelt. Diese harmlose, aber unschöne Erscheinung mit Cremes, Gymnastik und Massagen in den Griff zu bekommen, bleibt meist eine Wunschvorstellung - von der viele Hersteller gut leben. Zwar helfen Entwässerung, Abnehmen und eine bessere Durchblutung zum Teil, aber häufig scheint die Neigung zur Zellulite angeboren zu sein. Wer sich damit nicht abfinden will, kann es mit verschiedenen Therapien versuchen, die jenseits der eigentlichen Schönheitsoperationen liegen. Denn das Fettabsaugen hilft in dieser Problemzone weniger gut, als man vermuten könnte, und auch die Lasertherapie brachte bisher keine durchschlagenden Erfolge.
Cellulolipolyse
Größere Wirksamkeit verspricht sich die Fachwelt von dieser in Frankreich entwickelten Form der Lipolyse, einer Elektrostimulation des Gewebes. Durch dünne Einstiche werden Elektroden unter die Haut geführt und regen dort mit Mini-Stromstößen den Fettstoffwechsel an. Gleichzeitig zum Fettabbau soll die Spannkraft der Haut verbessert werden, was die Lipolyse auch zur Behandlung von Schwangerschaftsstreifen empfehlenswert macht. Die Anwendung ist schmerzlos und kann wöchentlich wiederholt werden, nach einigen Wiederholungen sollte eine deutliche Verbesserung des Aussehens und der Durchblutung eingetreten sein. Pro Sitzung müssen Kosten von 100 bis 150 € veranschlagt werden.
Brustvergrößerung

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Die Brustvergrößerung durch das Einsetzen eines Implantats ist eine mittlerweile millionenfach ausgeführte Operation, deren Technik seit Jahrzehnten immer weiter verbessert wird. Die damit verbundenen Negativmeldungen beziehen sich meist auf frühe Modelle der Implantate. Trotzdem sollte dieser Eingriff gut überlegt sein, nicht nur wegen der hohen Kosten von bis zu 5.000 €, sondern auch, weil die Implantate nicht ewig halten. Ihre Lebensdauer ist nach heutigen Erkenntnissen auf 10 bis 15 Jahre beschränkt, regelmäßige Nachuntersuchungen sind nötig, um ihren Sitz und ihre Undurchlässigkeit zu prüfen.
Eine Brustvergrößerung wünschen sich viele Frauen nicht nur, um sexy auszusehen, sondern auch um unterschiedlich geformte Brüste auszugleichen oder sie nach einer Krebsoperation zu rekonstruieren. Wichtige Aspekte sind in allen Fällen die harmonische Anpassung an die vorhandene Körperform und die gesundheitliche Verträglichkeit des verwendeten Materials. Außerdem sollte bei jüngeren Frauen die Stillfähigkeit erhalten bleiben.
Das Implantat
Die Implantate sind rund oder tropfenförmig, kugelig oder eher flach, um sich möglichst natürlich in die Form der Brust zu integrieren. Sie sollen nicht starr, sondern etwas anpassungsfähig sein und sind daher am vorteilhaftesten mit viskosen Flüssigkeiten, das heißt Gel gefüllt. Ihre Hülle ist heute nicht mehr glatt, sondern etwas angeraut (texturiert), um die Gefahr einer Gewebevernarbung zu minimieren. Da ein Implantat immer als Fremdkörper empfunden wird, schließt sich das Brustgewebe wie eine Kapsel darum herum, was problemlos verlaufen, aber eben auch zu einer schmerzhaften Verhärtung des Gewebes führen kann.
Der Zugang zum Einsetzen des Implantats wird unter der Brust, um die Brustwarze oder von der Achselhöhle aus gelegt - welcher Weg am vorteilhaftesten ist, entscheidet der Chirurg. Schwieriger ist da schon die Wahl des geeigneten Füllungsmaterials.
Die Füllung
Mit Silikon-Gel gefüllte Implantate werden in 80 % der Fälle bevorzugt, da sie das natürlichste Aussehen haben. Die hitzige Diskussion, die um Gesundheitsschäden durch eventuell auslaufendes Silikon entbrannt war, führte zu einem Verbot in den USA, wurde jedoch durch Langzeitstudien entkräftet. Das Silikon stellt nach menschlichem Ermessen kein Krebsrisiko für den Körper dar.
Kochsalz ist die zweite Wahl und gesundheitlich unbedenklich, allerdings ist es flüssig und daher ästhetisch weniger befriedigend. Eine Alternative für alle, die sich mit einem silikongefüllten Implantat unsicher fühlen, stellt das Kombi-Implantat Monobloc® dar. Es besteht aus einer Silikonhülle, ist aber mit Kochsalzlösung sowie einer chemischen Zellulose-Mischung gefüllt und weist nahezu die gleiche Flexibilität wie ein reines Silikonimplantat auf.
PVP-Hydrogel hat die Zulassung in Deutschland noch nicht bekommen bzw. wurde zwischenzeitlich wieder vom Markt genommen; Sojaöl-Implantate wurden ganz verboten.







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