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Bundesagentur mit Rekordüberschuss

Die konjunkturelle Erholung im ersten Halbjahr dieses Jahres hat der Bundesagentur für Arbeit (BA) einen satten Überschuss von 3,8 Milliarden Euro beschert. Erwartet worden war für Ende Juni bislang ein Überschuss von lediglich rund 50 Millionen Euro. Zuletzt hatte die Behörde im Jahr 1985 einen Überschuss in vergleichbarer Höhe erzielt. Damals betrug das Plus 1,2 Milliarden Mark.

Mehr rein - weniger raus

Als Gründe für die günstigere finanzielle Situation der Bundesagentur nannte Finanzvorstand Raimund Becker höhere Einnahmen und geringere Ausgaben. Mit 24,1 Milliarden Euro liegen die Ausgaben für das erste Halbjahr 2006 um rund 3,2 Milliarden Euro unter Plan. Die höchsten Einsparungen gab es beim Arbeitslosengeld (941 Millionen Euro) und beim Aussteuerungsbetrag (794 Millionen Euro), der zur Finanzierung des Arbeitslosengeldes II dient.

In ihrem Haushaltsplan war die Bundesagentur ursprünglich von durchschnittlich 1,7 Millionen Beziehern von Arbeitslosengeld I ausgegangen. „Tatsächlich dürfte ihre Zahl eher unterhalb von 1,6 Millionen liegen“, so die BA.

Auf der Einnahmenseite für das erste Halbjahr stehen bei den Nürnbergern 27,9 Milliarden Euro – 544 Millionen Euro über dem geplanten Wert. Rund 93 Prozent dieser Einnahmen fließen der Bundesagentur aus der Arbeitslosenversicherung zu. 

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von Michael Fischer, wissen.de/Quelle: BA
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