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Chinesisches Neujahr: Das Jahr des Feuer-Hahns beginnt

Am 28. Januar beginnt für Chinesen in aller Welt das wichtigste Fest des Jahres: das Neujahrsfest. Dem traditionellen chinesischen Kalender nach endet das Jahr des Affen und das Jahr des Feuer-Hahns beginnt. Gut eine Woche lang wird der Jahreswechsel gefeiert – mit ausgiebigem Essen, Feuerwerk und vielen roten Glückssymbolen.

2017 - das Jahr des Feuer-Hahns
Das Jahr des Feuer-Hahns beginnt am 28. Januar 2017 und dauert bis zum 15. Februar 2018.
Wenn es um das Geschäftliche oder offizielle Belange geht, hat auch in China und im Rest Ostasiens das neue Jahr am 1. Januar begonnen – wie bei uns gilt der gregorianische Kalender. Doch im Volksbrauch und den religiösen Traditionen gibt der alte chinesische Kalender den Ton an. Er ist lunisolar: Die Dauer der Monate orientiert sich am Mond, mit 29 oder 30 Tagen sind sie daher etwas kürzer als unsere Monate. Damit die Verschiebung im Laufe der Zeit nicht zu groß wird, schiebt der chinesische Kalender alle paar Jahre einen Schaltmonat ein.

Das Neujahrsfest fällt nach dem chinesischen Kalender immer auf den zweiten Neumond nach der Wintersonnwende. In der Praxis liegt der Jahreswechsel damit zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar. In diesem Jahr liegt das Neujahr auf dem 28. Januar 2017. Das Jahr des Affen endet, das Jahr des Feuer-Hahns beginnt.

Darstellung der Tierkreiszeichen an der Decke des Kushida-jinja in Fukuoka, Japan
Darstellung der Tierkreiszeichen an einer Decke des Kushida-jinja in Fukuoka, Japan
Was hat es mit den Tieren auf sich?

Ähnlich wie bei uns in der Astrologie die Tierkreiszeichen der verschiedenen Monate, gibt es auch im chinesischen Volksglauben zwölf Tierkreiszeichen. Sie sind jeweils einem ganzen Jahr zugeordnet. Der chinesische Tierkreis umfasst aber nicht die bei uns schon seit der Antike bekannten Sternzeichen, sondern die zwölf Tiere Ratte, Büffel, Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Schaf, Affe, Hahn, Hund und Schwein. Jedes Tier ist alle zwölf Jahre wieder "Pate" für ein Jahr.

Der Legende nach geht diese "Patenschaft" der Tiere auf Buddha zurück. Er soll alle Tiere zu einem Fest eingeladen haben, doch nur zwölf von ihnen erschienen. Zum Dank und als Belohnung übergab er diesen jeweils die Aufsicht über ein Jahr. Dem chinesischen Horoskop nach stehen diese Tiere für bestimmte Eigenschaften, die das Jahr, aber auch die in diesem Jahr geborenen Menschen prägen sollen – ähnlich wie bei uns die monatlich wechselnden Tierkreiszeichen der Horoskope.

Zusätzlich zu den Tieren ist den Jahren im chinesischen Kalender auch jeweils eines der fünf Elemente des alten Volksglaubens zugeordnet. Deshalb ist der "Pate" für das nun beginnende Jahr der Feuer-Hahn.

Der Feuer-Hahn

Ähnlich wie bei unseren Horoskopen auch werden den verschiedenen Tieren Eigenschaften zugeordnet – und die sollen dann auch das von ihnen regierte Jahr prägen. Der Feuer-Hahn gilt als energisch, eher laut und als jemand, der klare Ansagen macht. Schwelende Konflikte könnten dadurch, so das chinesische Horoskop, erst recht hochkochen – aber auch beigelegt werden.

Ebenfalls typisch für den Hahn gelten nach dem chinesischen Horoskop Geschäftstüchtigkeit, Fleiß, Optimismus und Mut, aber auch Streitlust und manchmal viel Lärm um Nichts. Sensibilität ist eher weniger ausgeprägt. Menschen, die im Jahr Feuer-Hahns geboren werden, haben fünf, sieben und acht als Glückszahlen und gold, braun und gelb als Glücksfarben. Rot bringt ihnen dagegen dem Volksglauben nach Unglück.

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NPO, 17.01.2017
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