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wissen.de Artikel

Gastarbeiter in Deutschland

50 Jahre Anwerbeabkommen

Vor 50 Jahren begann sie – die massenhafte und organisierte Zuwanderung von ausländischen Arbeitskräften. Möglicht gemacht hatte es das erste Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und Italien. Weitere sollten folgen. 

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Am Fließband bei VW
Italienische Gastarbeiter bei Volkswagen am Fließband (1962)
Corbis-Bettmann, New York
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Gastarbeiter in den 50er Jahren
Zwei Gastarbeiter beladen in Düsseldorf einen Müllwagen.
Corbis-Bettmann, New York
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Italiener in Wolfsburg - 60er Jahre
Wolfburg 1962: Eine Gruppe italienischer VW-Arbeiter steht vor einem Geschäft und diskutiert über die Preise. Viele Arbeitsmigranten waren nicht auf die kühleren Temperaturen im Norden vorbereitet und mussten sich erst mit wärmerer Kleidung eindecken.
Corbis-Bettmann, New York

Vom Wanderarbeiter bis zum Zwangsarbeiter

Gastarbeiter in Deutschland gibt es jedoch schon im Mittelalter. Immer wieder kommen beispielsweise italienische Wanderarbeiter nach Deutschland, bis ins Kaiserreich hinein. Allein in den Münchener Ziegeleien arbeiten 1891 nahezu 6000 Italiener. Der Erste Weltkrieg stoppt diese Tendenz. 1937 schließen das Deutsche Reich und Italien ein Anwerbeabkommen. Wegen der Kriegsvorbereitungen fehlen den  Nazis Kräfte in der Industrie und der Landwirtschaft. Rund 350.000 Italiener kommen bis 1943 ins faschistische Deutschland – und werden in den letzten zwei Kriegsjahren zu Zwangsarbeitern.    

 

Hilfe für das Wirtschaftswunder

Am Fließband bei VW

Italienische Gastarbeiter bei Volkswagen am Fließband (1962)

Zehn Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wird in Deutschland wieder Hilfe aus dem Ausland benötigt: Die eigenen Kräfte reichen bei weitem nicht aus, um das eigene Land wieder aufzubauen. Von Firmen werden Arbeiter – vor allem für körperlich schwere Tätigkeiten – ebenso händeringend gesucht wie im Straßen- und Brückenbau. Im Süden Italiens dagegen stehen viele Menschen auf der Straße, arbeitslos und kaum in der Lage, ihre Familien zu ernähren. Aus dieser Not heraus machen Deutschland und Italien eine Tugend: Am 20. Dezember 1955 erfolgt der Abschluss des Anwerbeabkommens, das deutschen Unternehmen erlaubt, sich im Süden Europas die dringend benötigten Arbeitskräfte zu holen. Für die Anwerbung und Vermittlung richtet die Nürnberger Bundesanstalt für Arbeit in Verona und später in Neapel sogar eine „Deutsche Kommission“ ein.

 

Das Leben in Baracken 

Gastarbeiter in den 50er Jahren

Zwei Gastarbeiter beladen in Düsseldorf einen Müllwagen.

In den ersten Jahren sind die Gastarbeiter oft in kurzfristig errichteten Holzbaracken inmitten kleiner Siedlungen bzw. firmeneigenen Wohnheimen untergebracht – wie etwa in Wolfsburg nahe dem Volkswagenwerk. Die Einrichtung ist in der Regel karg. Die meisten Gastarbeiter schlafen in Etagenbetten. Erst 1973 werden Mindeststandards für solche Arbeiterunterkünfte festgelegt.  

 

Die organisierte Zuwanderung

Dem ersten Anwerbeabkommen folgen weitere mit Griechenland und Spanien (1960), der Türkei (1961), Marokko (1963), Portugal (1964), Tunesien (1965)  und Jugoslawien (1968). Der millionste Gastarbeiter kommt bereits 1964 nach Deutschland. Es ist der Portugiese Armando Rodriguez. Während der Ölkrise 1973 verhängte Deutschland dann den Anwerbestopp.

 

Italiener in Wolfsburg - 60er Jahre

Wolfburg 1962: Eine Gruppe italienischer VW-Arbeiter steht vor einem Geschäft und diskutiert über die Preise. Viele Arbeitsmigranten waren nicht auf die kühleren Temperaturen im Norden vorbereitet und mussten sich erst mit wärmerer Kleidung eindecken.

Gut zwei Millionen Italiener kamen nach Auskunft der Bundesagentur für Arbeit zwischen 1956 und 1972 als Arbeiter in die Bundesrepublik Deutschland. Bis heute sind es geschätzt rund vier Millionen. Die Mehrzahl kehrte allerdings wieder nach Italien zurück. Laut Statistischem Bundesamt leben heute knapp 550.000 Italiener in Deutschland Die größte ausländische Bevölkerungsgruppe in Deutschland stellen allerdings die Türken. Während der Zeit des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens (1961 bis 1972) zogen rund 750.000 Türken in die Bundesrepublik. Heute leben in Deutschland etwa 1,8 Millionen Türken. 

Auch die DDR warb zwischen 1966 und 1989 rund 500.000 ausländische Arbeitskräfte an. Die meisten kamen aus Vietnam, Polen, Mosambik und anderen afrikanischen Staaten.

 

Das neue Zuwanderungsgesetz

Dass die Gastarbeiter einen entscheidenden Beitrag zum deutschen Wirtschaftswunder geleistet haben, ist unbestritten. Zweifellos ist aber auch, dass für ihre Integration in die Gesellschaft viel zu wenig getan wurde.

Am 1. Januar 2005 trat das neue Zuwanderungsgesetz in Kraft. Neben der humanitär begründeten, regelt es auch die arbeitsmarktorientierte Zuwanderung.

 

von Michael Fischer, wissen.de
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30 Kommentare

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hi, cooler text für die schule!


hallo ich wollte nur sagen das die ein sehr guter schul text ist alo zum lernen meine ich sehr gut ich werde ihn weiterempfelen


Der text ist sehr Gut für die Schule geeignet, da stehen echt richtig wichtige und gute Sachen drin und ich konnte sie sehr gut für mein Referar verwenden!!!!!!


Da steht leider nichts Gutes drin-gutes ,also die Wahrheit ist :die (späteren ) Entsendestaaten haben gradezu gebettelt das man hier ihre sozialen Probleme betreffs der immensen Arbeitslosigkeit ( politischer Sprengstoff ) abnimmt,gleichzeitig haben die USA aufgefordert,Gastarbeiter hereinzulassen,forciert seit 1960 versuchen die USA grade die Türken in die BRD zu "zwingen"Gruß Peter -Zeitzeuge


„Wir holten Arbeitskräfte und es kamen Menschen.“ sagte eins Max Frisch. Auch heute sollten wir immer daran denken und nicht den dumpfen Parolen der „echten Deutschen“ folgen. Auch wir sind nämlich Ausländer fast überall auf der Welt!


auch die Türken und andere Ausländer sind Menschen genau wie ihr . . & wir sind stolz auf unsere Länder . .


Richtig power !Nein also echt wirklich gut ihr habt mein Referat gerettet =)


er ist wirklich superes gibt kaum so nuetzliche texte im internet


hey, ich wollt nur mal sgen, dass dieses thema superinteressant ist:wir sitzen gerade im englischunterricht nd müssen eine website über italiener in d machen !!voll cooool.. bella italiaaa. per sempre.. =)


Gott sei Dank, dass ich diesen Text gefunden habe:) Ich hoffe, dass ich am Montag eine sehr gute Note bekomme;)


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