“Sandsack“
Der August kannte nur ein Thema: Das Hochwasser. Im harten Kampf gegen weiche Deiche kam vor allem Einer zu neuem Ruhm: der Sandsack. Deswegen erhob ihn die Jury zum Wort des Monats.
Einige User haben uns “Sandsack“ als Wort des Monats vorgeschlagen. Leider können wir wie immer nur eine Begründung veröffentlichen. Wolfgang Schloh schrieb uns:
Es ist weder neu noch besonders originell und das damit genannte Ding als Einzelexemplar recht unscheinbar. Dieses Wort hat aber in den letzten Wochen ganz Deutschland in Schrift und Bild beherrscht.
Herzlichen Dank an ihn und an die vielen anderen, die uns mit Vorschlägen überhäuft haben!
Und das sagt die Jury
Der “mit Sand gefüllte[r] Sack zum Abdichten von geborstenen Deichen, zum Beschweren von Freiballons, zum Üben von Boxhieben usw.“ (Wahrig Deutsches Wörterbuch) konnte seine Eignung zum Abdichten geborstener oder aufgeweichter Deiche selten so eindrucksvoll beweisen wie im Monat August.
Eine Flut von nahezu biblischem Ausmaß überschwemmte große Teile Mitteleuropas. Vor allem im Osten Deutschlands und in Tschechien waren die Pegelstände so hoch wie noch nie. In einer "Aktion Sandsack" wurden mehrere Millionen Säcke mit Hubschraubern und LKW in die ostdeutschen Krisengebiete transportiert, vor Ort von den Helfern mit Sand befüllt und den Fluten entgegen geworfen.
Dem Sandsack, durch harte Kämpfe gegen weiche Deiche zu neuem Ruhm gekommen, gebührt daher eine besondere Auszeichnung: Wir erklären ihn zum Wort des Monats!









0 Kommentare