Einführung

Der Krieg um die Falklands

Am 2. April 1982 besetzten argentinische Marineeinheiten die unter britischer Verwaltung stehenden Falklandinseln. Für die breite Öffentlichkeit war die kleine Inselgruppe im Südatlantik bis zu diesem Zeitpunkt ein unbekannter Fleck auf der Landkarte gewesen. Doch mit Ausbruch des bewaffneten Konflikts vor 30 Jahren rückten die Falklands plötzlich in den Blickpunkt der Welt.

Seit ihrer Entdeckung im Jahr 1690 waren die circa 12 000 km² großen Falklands Spielball kolonialer Interessen gewesen. Von einem Briten entdeckt, von Franzosen besiedelt, an Spanien abgetreten und nach der argentinischen Unabhängigkeit von Argentinien in Besitz genommen, wurden die Falklands 1833 von Großbritannien erobert. Seitdem galt die Zugehörigkeit der Inselgruppe als umstritten.

Die Ausmaße, die der Konflikt um die kleine Inselgruppe 1982 schließlich annahm, versetzten die Weltöffentlichkeit in ungläubiges Staunen. Ein Krieg um imperiale Vormacht, wie er im ausgehenden 20. Jahrhundert nicht mehr möglich schien, spitzte sich immer weiter zu. Zu keiner Zeit schien es der Völkergemeinschaft möglich, eine Eskalation des Konflikts um die Falklands abzuwenden.

Wie hatte es so weit kommen können? Um von den Missständen im eigenen Land abzulenken, hatte sich die argentinische Militärjunta der Falklands besonnen. Durch die Rückeroberung der Inselgruppe hofften die Militärs, den Patriotismus der Argentinier zu wecken und das Volk hinter sich zu einen. Doch die aufkommende Begeisterung der Argentinier sollte nicht lange währen.

Nicht bedacht hatte die Junta, dass auch die britische Regierung unter Premierministerin Margaret Thatcher unter großem Druck stand. Die Wirtschaftspolitik Thatchers hatte die Arbeitslosenzahlen in die Höhe schnellen lassen und viele Briten in finanzielle Not gebracht. Der Angriff auf britisches Hoheitsgebiet bot der „Eisernen Lady“ Gelegenheit, von der schlechten Stimmung im Lande abzulenken. Sie schickte eine schwer bewaffnete Flotte auf See, um die Falklands zurückzuerobern.

Am 14. Juni 1982 befinden sich die Falklands schließlich wieder in britischer Hand. Die Bilanz des Krieges um die Inselgruppe: 712 getötete argentinische und 256 getötete britische Soldaten. Außerdem waren drei Inselbewohnerinnen bei Luftangriffen gestorben.

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