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wissen.de Artikel

Der kürzeste Tag des Jahres

Am Pol dauert eine Nacht sechs MonateWissen für Kids

Im Dezember fällt es euch wahrscheinlich ziemlich schwer, jeden Morgen zur Schule zu gehen. Wenn ihr raus müsst, ist es noch ganz dunkel. Und auch am Nachmittag könnt ihr nach den Hausaufgaben nicht lange die Sonne genießen. Der kürzeste Tag des Jahres ist der 21. Dezember. An diesem Datum herrscht in Deutschland rund 15 bis 17 Stunden Finsternis.

Polarnacht und Mitternachtssonne

Im Vergleich zu den Menschen, die weiter im Norden wohnen, haben wir es jedoch noch ziemlich gut. In manchen Gegenden geht die Sonne überhaupt nicht mehr auf. So zum Beispiel in Teilen Norwegens. Dort ist es zum Teil sogar wochenlang dunkel. Man nennt das Polarnacht.
Dafür scheint im Sommer die Mitternachtssonne rund um die Uhr.

An Nord- und Südpol ist - jeweils abwechselnd - ein halbes Jahr Tag und ein halbes Jahr Nacht.

Schräges Schaschlikstäbchen

Der Grund für diese Extreme ist die Stellung der Erde zur Sonne. Stellt euch vor, ihr spießt eine Orange auf ein Schaschlikstäbchen. Das Schaschlikstäbchen haltet ihr nicht gerade, sondern leicht schräg. Nun bewegt ihr die Orange auf einer ovalen Bahn um eine Lampe.

Je nach Stellung der Orange zur Lampe treffen die Lichtstrahlen mal voll auf eine Hälfte, während sie die andere nur leicht streifen. So ähnlich ist es auf der Erde.

Die Erde wandert auf einer Bahn um die Sonne. Dafür braucht sie ein ganzes Jahr. Außerdem dreht sie sich täglich einmal um die eigene Achse (in unserem Versuch das Schaschlikstäbchen).

Je schräger nun die Sonnenstrahlen auf eine Erdhalbkugel treffen, umso weniger Kraft haben sie. Es ist Winter. Außerdem wird immer nur eine kleine Fläche vom Lichtpegel erhellt. Der Rest liegt im Dunkeln.
Gleichzeitig ist auf der anderen Halbkugel, die der Sonne zugeneigt ist, Sommer.

Hoffnungsschimmer

Obwohl am 22. Dezember der Winter offiziell erst beginnt, werden die Tage bereits wieder länger. Ihr merkt es vielleicht schon nach den Weihnachtsferien.

Für unsere Vorfahren war es sehr wichtig, die Natur genau zu beobachten. Sie kannten ja noch kein elektrisches Licht und keine Zentralheizung, die das Haus auf Knopfdruck warm machte.
Deshalb war es für die Menschen früher ein Hoffnungsschimmer, wenn die Sonne täglich wieder ein bisschen höher wanderte, nachdem sie ihren tiefsten Punkt erreicht hatte.
Noch heute nennen wir den 22. Dezember die Wintersonnwende. Und vielleicht steckt ja in unserer Weihnachtsfreude noch immer ein bisschen Freude über das wiederkehrende Licht.

 

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