“Wie geht es weiter, wenn ich durch eine Krankheit oder einen Unfall arbeitsunfähig werde?” Diese Frage sollte jeder Berufstätige für sich beantworten können. Denn wer nicht mehr arbeitet, ist auf fremde Hilfe angewiesen. Seit 2001 erhalten Berufsunfähige nur mehr eine einheitliche Rente wegen Erwerbsminderung. Und gab es bei der früheren Berufsunfähigkeitsrente noch zwei Drittel der vollen Rente, so wurden diese Bezüge mittlerweile auf die Hälfte reduziert. Wer noch sechs Stunden täglich arbeiten kann, egal in welchem Beruf, geht ohnehin leer aus. Die so entstandene Versorgungslücke kann jeder selbst stopfen: mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung (BU).
Was bietet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

In welcher Form werden Berufsunfähigkeitsversicherungen angeboten?
Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, muss sich zwischen selbstständiger BU und Kombiverträgen entscheiden.
Eigenständige Berufsunfähigkeitsversicherung: Diese Form ist vor allem für Singles zu empfehlen, da sie im Todesfall keine Hinterbliebenenvorsorge enthält.
Berufsunfähigkeitsversicherung plus Risikolebensversicherung: Viele Experten raten, die Absicherung der Berufsunfähigkeit mit einer Risikolebensversicherung zu verknüpfen. Dadurch werden nicht nur die Folgen der Invalidität finanziell aufgefangen, sondern im Todesfall sind auch die Hinterbliebenen geschützt. Diese Kombination ist auch deswegen zu empfehlen, weil sie kaum mehr kostet als eine selbstständige BU.
Berufsunfähigkeitsversicherung plus Kapitallebensversicherung: Bei einer Kapitallebensversicherung bzw. Privatrentenversicherung mit Berufsunfähigkeitszusatz (BUZ) wird neben dem Schutz bei Invalidität noch zusätzlich Kapital für das Alter aufgebaut. Durch diese Verknüpfung ist diese Berufsunfähigkeitspolice am teuersten. Bei Experten sind diese Verträge nicht unumstritten. Hauptkritikpunkt: Sparen und Absichern sollten voneinander getrennt werden.
Für wen ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung wichtig?
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist für jeden von Vorteil, der nicht über ein eigenes Vermögen verfügt. Je früher eine BU abgeschlossen wird, desto günstiger sind die Beiträge.
wissen.de-Tipp: Bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollte auf die so genannte “Verweisungsklausel” geachtet werden. Die Verweisung auf andere Berufe sollte im Invaliditätsfall so gering wie möglich sein. Am besten sind hier die Versicherer, die auf eine Verweisung ganz verzichten.









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