Ihr Entschluss steht fest – sie möchten beruflich im Ausland neue Erfahrungen sammeln. Vielleicht haben Sie ja auch schon die ein oder andere Idee, wo es hingehen soll oder sogar schon eine konkrete Firma gefunden, bei der Sie sich gerne bewerben möchten. Aber bevor Sie mit Ihrem eventuell zukünftigen Arbeitgeber im Ausland zum ersten Mal in Verbindung treten, sollten Sie unbedingt einige Dinge beachten:
Hilfreiche Tipps
Bevor Sie mit dem für Sie interessanten Unternehmen in Kontakt treten, sollten Sie sich folgende Informationen zurecht gelegt haben:
- das von Ihnen erstellte Firmenprofil
- das Land/die Länder, in denen Sie an einem Job interessiert sind; falls Sie mit der Firmenzentrale Kontakt aufnehmen - Unschlüssigkeit wirkt negativ
- die Position/Abteilung, die für Sie interessant wäre
- gezielte Fragen, die Sie durch Ihre Recherche noch nicht beantworten konnten; schränken Sie sich auf die wichtigsten 3 bis 5 Fragen ein
- eine kurze Auflistung Ihrer Stärken bzw. Qualifikationen, die bei diesem Unternehmen am wahrscheinlichsten beeindrucken können
- idealerweise haben Sie auch bereits einen Entwurf des Anschreibens und Ihres Lebenslaufes angefertigt - das kann viel Zeit sparen, wenn alles Schlag auf Schlag gehen soll

Grundsätzlich hat die endgültige Bewerbung per E-Mail oder via Internet den selben Stellenwert wie die gedruckte und per Post versandte Mappe. Manches Unternehmen stellt für die Bewerbung auch eine spezielle länderspezifische Eingabemaske auf seiner Homepage zur Verfügung. Sollte das der Fall sein, nutzen Sie diese Gelegenheit und verzichten Sie auf den Versand Ihrer Unterlagen per E-Mail. Denn durch die vorgefertigte Struktur kann sich der Empfänger schnell einen Überblick über Ihre Angaben verschaffen. Zudem müssen Sie sich nicht den Kopf über vermeintliche Anforderungen und Qualifikationen zerbrechen, die unter Umständen bei der Besetzung der Stelle gar nicht gefragt sind. Da Auslandsbewerbungen in der Regel zeitaufwändiger sind, sollten Sie sich erst dann für einen Brief entscheiden, wenn Sie sicher sind, alle ausreichenden Informationen zu haben, um nicht durch mehrmaliges Hin- und Hersenden Zeit zu vergeuden.
Kontaktaufnahme per Telefon
Die Kontaktaufnahme per Telefon kann eine vollständige Bewerbung natürlich nicht ersetzen. Dennoch haben Sie hier zwei große Chancen: Erstens können Sie sich von der Masse der Bewerber abheben, die gleich mit der schriftlichen Bewerbung den ersten Kontakt zum Unternehmen herstellen. Zweitens können Sie sich Ihren persönlichen Kontakt zu einem Unternehmensvertreter sichern, den Sie in Zukunft noch oft nutzen können.
Nutzen Sie das Telefon
- Verschaffen Sie sich über offene Fragen in Bezug auf Ihre Auslandsbewerbung Aufklärung. Haben Sie keine Angst - als ausländischer Bewerber ist es mehr als verständlich, wenn es noch Unklarheiten in Zusammenhang mit Ihrem angestrebten Job oder Praktikum gibt.
- Wecken Sie die Aufmerksamkeit für Ihre schriftliche Bewerbung, indem Sie für den Personalverantwortlichen trotz großer räumlicher Distanz von nun an kein unbeschriebenes Blatt mehr sind. Erkundigen Sie sich daher ein paar Wochen nach der Absendung der schriftlichen Bewerbung, ob diese angekommen ist, und - ein paar Wochen später - wie es um die Bearbeitung der Bewerbung steht. Gerade als ausländischer Bewerber können Sie hier Initiative zeigen und punkten.
Die Rolle des Telefons als Bewerbungsmittel unterscheidet sich von Land zu Land und von Branche zu Branche. Während man in Europa generell sagen kann, dass das Telefon durchaus ein geeignetes Mittel zur Kontaktaufnahme darstellt, ist es in den USA bereits das Internet, über das die meisten Bewerbungsabläufe stattfinden (E-Mails, Online-Datenbanken). Sollte jedoch auf der Homepage des Unternehmens eine Telefonnummer für Bewerber angegeben sein, so zögern Sie nicht und probieren Sie, telefonisch den ersten Kontakt zur Personalabteilung herzustellen. Seien Sie jedoch sensibel und hören Sie aus dem Gespräch heraus, ob es erwünscht ist, sich über den Stand der Bewerbung und andere Themen telefonisch zu erkundigen. Schließlich wollen Sie ja die Chancen Ihrer Bewerbung nicht schmälern.
Vorbereitung für den ersten Telefonkontakt:
- Verfügen Sie über ausreichend Sprachkenntnisse, um am Telefon zu brillieren? Setzen Sie sich nicht einem unnötigen Risiko aus, falls Sie sich Ihrer Wortgewandheit in der fremden Sprache nicht so sicher sind. Nutzen Sie in diesem Fall andere Wege für die erste Kontaktaufnahme.
- Konzentrieren Sie sich auf kurze und präzise Fragen. Es kann nichts Schlimmeres passieren, als dass der Firmenvertreter den Eindruck bekommt, Sie hätten keine Ziele und wüssten nicht, was Sie wollen. Seien Sie sehr höflich. Vor allem in der fremden Sprache ist dies wichtig, da manche Formulierungen, die direkt vom Deutschen in die jeweilige Fremdsprache übersetzt werden, plötzlich viel unhöflicher klingen, z.B. "Ich möchte wissen" - "I want to know"; besser: "I would like to know".
- Bereiten Sie sich auf das Gespräch, auch wenn es noch so kurz geplant sein sollte, gründlich vor. Sie wissen nicht genau, wie lange das Gespräch wirklich dauern wird. Haben Sie Ihre Hauptargumente ständig parat. (Warum will ich den Auslands-Job? Warum sollte ich lokale Mitbewerber ausstechen können?
- Notieren Sie, welche Themen der Personalverantwortliche anschneidet und bei welchen Themen er am längsten verweilt. Dies sind hervorragende Indizien dafür, welche Schwerpunkte Sie bei Ihrer Bewerbung setzen sollten.
- Wenn Sie während dem Gespräch ankündigen, Unterlagen zuschicken zu wollen, so machen Sie dies unmittelbar nach dem Gespräch. Das Gespräch ist dann beim Eintreffen der Unterlagen noch in der Erinnerung des Personalverantwortlichen, was ein immenser Vorteil für Ihre Bewerbung sein kann
Wichtig ist im angloamerikanischen Raum das Thema Gleichberechtigung. Das bedeutet, dass kein Unterschied zwischen verschiedenen Rassen, Religionen, Altersgruppen und so weiter gemacht werden darf. Alle Fragen, die sich nach diesen Themengruppen richten (Alter, Religion, Rasse, Sexualität etc.) sind damit verboten und müssen selbstverständlich nicht beantwortet werden. Außerdem ist ein Bewerber gut beraten, solche Themen auch nicht aktiv anzusprechen.
In Ländern wie Russland und vielen anderen osteuropäischen Staaten sollten Sie bereits vor Beginn Ihrer Bewerbung über eine Kontaktperson verfügen, die Sie "in das Unternehmen einführt" und Ihnen den Weg ebnet. In diesem Fall werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit erst beim ersten Interview so richtig gefordert sein.
Die Statistik belegt: Ihre Chancen sind bestens!
Die meisten Bewerber unterschätzen die Chancen, die der gezielte Einsatz des Telefons in ihrem Bewerbungsvorhaben birgt. Lediglich zehn Prozent greifen während der Arbeits- und Ausbildungsplatzsuche zum Hörer. Ein schwerwiegender Fehler. Denn das Telefon kann in fünf unterschiedlichen Phasen Ihre Bewerbungsstrategie optimieren.
Die ideale Nutzung des Telefons: Fünf Schritte zum Erfolg
Das Telefon als Recherche-Instrument
Nehmen Sie mit der Öffentlichkeitsabteilung des Unternehmens Kontakt auf. Lassen Sie sich als Ergänzung Ihrer bisherigen Firmenprofil-Recherche eine Selbstdarstellung der Firma, eine Pressemappe oder ähnliche Unterlagen zusenden. Größere Unternehmen können Sie darüber hinaus auch mit internen Mitarbeitermagazinen (teilweise mehrsprachig) versorgen, die oft einen guten Einblick in das aktuelle Geschehen ermöglichen.
Herstellen des ersten konkreten Kontaktes
Bevor Sie Ihre Bewerbungsunterlagen einsenden, sollten Sie bei dem in der Anzeige genannten Ansprechpartner anrufen bzw. bei Initiativbewerbungen herausfinden, an wen Sie sich wenden können. Ziel dieses Anrufs: Interesse zu wecken und den Personalentscheider neugierig auf Ihre Bewerbungsunterlagen zu machen.
Nachfassen
Was ist eigentlich aus der Bewerbung geworden? Um sich selbst Klarheit zu verschaffen und auch kontinuierliches Interesse zu zeigen, sollten Sie nach etwa vier Wochen telefonisch "nachfassen". Seien Sie dabei jedoch nicht bedrängend oder fordernd. Beeindrucken Sie vielmehr durch freundliches und bestimmtes Auftreten und ehrliches Interesse. Gerade bei Auslandsanstellungen ist ein enger Kontakt zur Personalvertretung vor Ort wesentlich.
Kontakt halten
Kontakte müssen gepflegt werden. Lassen Sie daher nichts anbrennen. Rufen Sie bei Ihrem Wunscharbeitgeber in regelmäßigen Zeitabständen an. Unterstreichen Sie Ihr Interesse, indem Sie am Ball bleiben und immer mal wieder nachfragen - natürlich nicht zu oft. Alle zwei bis drei Wochen ist jedoch durchaus vertretbar.
Auch eine Absage kann Ihnen helfen
Obwohl dies vielleicht merkwürdig klingen mag, kann man auch aus negativen Bewerbungsbescheiden seinen Nutzen ziehen. Wenn Sie z.B. nach einem Vorstellungsgespräch eine Absage erhalten, dürfen Sie sich telefonisch ruhig nach den Gründen erkundigen. Vermeiden Sie jedoch, beleidigt oder gekränkt zu wirken. Fragen Sie vielmehr offen und freundlich nach den Gründen für die Absage. Es könnte ja beispielsweise sein, dass es aus internen Gründen in der gewünschten Auslandsniederlassung eines Unternehmens keinen Job gibt, dafür aber anderswo. Lassen Sie sich auch den einen oder anderen persönlichen Tipp geben, wie Sie es beim nächsten Mal besser machen können. Wichtig ist hier, dass Sie direkt mit der Person sprechen, die mit Ihnen das Interview geführt hat.
Das Telefonat zum richtigen Augenblick - kurz vor und während dem Gespräch
Suchen Sie sich einen geeigneten Moment für den Anruf aus. Sie sollten nicht gerade abgehetzt, erschöpft oder todmüde sein, wenn Sie über Ihre berufliche Zukunft verhandeln - eine überzeugende Stimme ist entscheidend. Setzen Sie sich aufrecht auf einen Stuhl. Das kann die Stimme beeinflussen. Manchen hilft es auch, während dem Telefonat zu stehen oder herumzulaufen Achtung: wichtige Punkte dokumentieren nicht vergessen. Ein weiterer Tipp: Kleiden Sie sich ordentlich, ideal ist ein Anzug bzw. Kostüm. Die Kleidung hat nämlich einen Einfluss auf Ihr Gesprächsverhalten.
Versuchen Sie, während dem Gespräch keine langen Monologe zu halten, sondern präsentieren Sie Ihre Fragen und Aussagen in kurzen und prägnanten Sätzen. Denken Sie daran, dass Sie in einer Fremdsprache kommunizieren und durch überflüssige Sätze nur unnötige Fehler produzieren können. Bleiben Sie immer auf das aktuelle Thema fokussiert und schweifen Sie nicht aus. Bei Aussagen des Personalverantwortlichen hören Sie immer genau zu und notieren wichtige Kernaussagen über Anforderungen, Unternehmenswerte, spezielle Auslandstipps etc. Wenn Sie diese Punkte beim Vorstellungsgespräch wiedergeben, kann Ihnen das Pluspunkte einbringen. Wenn Ihre Fragen beantwortet sind und der Gesprächspartner Ihnen auch keine Fragen mehr stellt, können Sie das Gespräch ruhig aktiv beenden. Danken Sie für die Ihnen entgegengebrachte Aufmerksamkeit und kündigen Sie an, Ihre Unterlagen demnächst einzusenden, falls Sie dazu eingeladen wurden. Halten Sie dieses Versprechen auch ein.
Kontaktaufnahme per Brief
Die Gestaltung eines Briefes richtet sich in erster Linie danach, welche Zielsetzung Sie verfolgen. Meist jedoch wird diese Form für die eigentliche Bewerbung verwendet, da Sie Dinge wie Informationbeschaffung wesentlich unkomplizierter via E-Mail oder Telefon erledigen können. Je nach Land muss der Brief dabei verschiedene Formkriterien erfüllen.
Für die schriftliche Bewerbung sollten Sie folgende Hauptpunkte im Auge behalten:
Interesse wecken
Im Anschreiben stellen Sie sich vor. Darüber hinaus machen Sie aber gleichzeitig auch Werbung für sich und bitten um ein Vorstellungsgespräch. Dieser Brief soll dem Leser einen Vorgeschmack auf die Anlagen (Lebenslauf, Zeugnisse) geben. Achten Sie darauf, im Anschreiben nicht einfach nur den Lebenslauf zusammenzufassen. Heben Sie die Punkte hervor, die Ihrer Meinung nach für den Leser von besonderem Interesse sind: Auslandserfahrung im Job, Sprachreisen oder Auslandsstudienaufenthalte. Das Anschreiben soll durch klare Strukturierung, angemessene Tonwahl sowie Konzentration auf das Wesentliche beeindrucken.
Drei Teile, die es in sich haben
Bewerbungsschreiben sollten nicht länger als eine Seite sein. Sie bestehen aus Einleitung, Mittelteil und Schluss. Die Einleitung dient der Vorstellung der eigenen Person und nennt den Grund des Schreibens: Annonce in der Zeitung, Internet, bei Initiativbewerbungen das gerade abgeschlossene Studium in Verbindung mit dem für Sie interessanten Unternehmen. Im Mittelteil machen Sie Werbung in eigener Sache (Qualifikationen, Auslandserfahrung, Grund für die Entscheidung für ein bestimmtes Land). Abschließend kommt noch ein Absatz, in dem Sie um ein Vorstellungsgespräch bitten. Idealerweise hat dieses Anschreiben in drei bis vier Absätzen Platz. Die Gewichtung sollte etwa 1:2:1 liegen, also mit Schwergewicht auf der Vorstellung Ihrer Person.
Tipps für einen guten Inhalt
Beginnen Sie nicht einfach, munter drauflos zu schreiben. Richten Sie sich nach einer grundsätzlichen Struktur. Während Sie bei der Einleitung auf den unmittelbaren Grund der Bewerbung eingehen, sollte der Mittelteil die fünf Fragen (siehe nächster Absatz) und jedenfalls den Auslandsbezug behandeln. Denken Sie daran, zum Schluss noch einmal Ihr großes Interesse am Unternehmen zu betonen und um ein Gespräch zu bitten. Das wichtigste jedoch: in der Kürze liegt die Würze.
Fragen, die Sie sich vor der Bewerbung stellen sollten
Die folgenden Fragen helfen Ihnen beim Schreiben des Hauptteils:
- Was benötigt der potentielle Arbeitgeber? Welche Fähigkeiten, welches Wissen und welche Erfahrungen erfordert die Stelle, auf die Sie sich bewerben? Heben Sie Auslandserfahrungen und Sprachkenntnisse hervor.
- Welche Ziele verfolgen Sie? Warum ins Ausland? Wollen Sie sich auf eine bestimmte Stelle bewerben oder per Initiativbewerbung sehen, ob es im Augenblick Angebote für Ihr Profil gibt?
- Welche Qualifikationen und persönliche Fähigkeiten machen Sie für die Stelle besonders geeignet? Welche speziellen Skills zeichnen Sie als idealen Auslandskandidaten aus?
- Welche Erfahrungen können Sie einbringen, können Sie dafür jeweils auch Zeugnisse oder Empfehlungsschreiben beilegen?
- Warum wollen Sie gerade für dieses Unternehmen oder diese Person in diesem Land arbeiten?
Form und Stil spielen eine Rolle
Sprechen Sie in Ihrem Schreiben Klartext und vermeiden Sie verschnörkelte Sätze, vor allem in der Fremdsprache. Halten Sie sich an die Formvorschriften für das jeweilige Land. Achten Sie darauf, das Schreiben mehrmals durchzulesen und von einem Native Speaker auf Phrasen und Grammatik überprüfen zu lassen. Guter Stil verschafft Pluspunkte, Rechtschreibfehler dagegen oft den sofortigen "Tod".
Kontaktaufnahme per e-mail
Diese Form der Bewerbung bzw. Kontaktaufnahme wird immer häufiger angewandt. Unterschiede zwischen Ländern sind hier schwer auszumachen. Tendenziell ist in europäischen Ländern aber der Telefonweg noch vorzuziehen. Auch in kleineren Unternehmen ist das Telefon wahrscheinlich ein geeigneteres Mittel. Unternehmen, die einen Homepageauftritt haben und dort eine entsprechende E-Mail-Adresse bekannt geben, können auch das erste Mal auf elektronischem Wege kontaktiert werden.
Folgende Arten von Kontaktaufnahme via E-Mail sollten unterschieden werden:
Einholung von allgemeinen Informationen
Diese Form der Kontaktaufnahme ist generell unproblematisch und in den meisten Branchen üblich. Schließlich wird man oft von Seiten des Unternehmens auf konkrete E-Mail-Adressen zum Zwecke der Informationsbeschaffung hingewiesen. Sie werden jedoch herausfinden, dass Sie in der Beantwortung Ihrer E-Mails oft auf die Homepage des Unternehmens verwiesen werden.
Daher ist folgende Vorgehensweise für eine schnelle und konkrete Hilfe oft effektiver: Sie durchsuchen zuerst die Homepage und beantworten damit sicherlich die meisten Ihrer Fragen. Für alles, was dann noch unbeantwortet geblieben ist, wenden Sie sich an den Ansprechpartner. Am besten nehmen Sie Bezug darauf, dass Sie die Homepage bereits gesichtet haben und noch über das eine oder andere Detail Auskunft wünschen.
Wichtig ist auch folgender Tipp: Versuchen Sie, einen direkten Ansprechpartner zu finden. Denn wenn Sie über allgemeine E-Mail-Adressen wie "karriere@unternehmen.com" Informationen einholen, weiß später niemand, was Sie bereits wissen und was Sie beabsichtigen. Lassen Sie sich deshalb stets eine konkrete Kontaktperson nennen, die über Ihre persönliche Situation Bescheid weiß und Ihnen daher zielgerichtet Auskunft erteilen kann.
Vollständige Bewerbung
Wie bereits erwähnt, können Sie eine Bewerbung in der IT- und Medienwelt durchaus per e-mail abschicken. Dabei handelt es sich meist um eine Kurzbewerbung. Bei Interesse des Unternehmens müssen Sie meist zusätzliche Unterlagen (Zeugnisse, Empfehlungsschreiben) über den Postweg nachreichen. Stellen Sie auf jeden Fall vorher einen persönlichen Kontakt her und senden Sie die Bewerbung nicht an eine anonyme E-Mail-Adresse des Unternehmens. Es ist auf jeden Fall eine gute Idee, mit dem Empfänger schon einmal telefoniert zu haben, um den persönlichen Kontakt zu intensivieren.
Viele Unternehmen haben bereits einen vorgefertigten Weg bereitgestellt, über den Bewerbungen entgegengenommen werden: die Homepage. Die Online-Bewerbung gibt es mittlerweile vielerorts sowohl für potenzielle Praktikanten als auch für Vollzeitmitarbeiter.
Auf jeden Fall ist eines zu vermeiden: Massen-E-Mails. Vermeiden Sie Adressen im "cc:"-Feld. Sollte der Unternehmensvertreter sehen, dass er nur einer von vielen Empfängern war, auf die Ihre Massenmail abgezielt hat, können Sie Ihre Bewerbung wahrscheinlich sofort abschreiben.
Zeit als größter Vorteil
Es gibt vor allem einen wichtigen Grund, weshalb sich die Bewerbung per E-Mail international immer mehr durchsetzt: Bei idealer Anwendung können Kontakte zwischen Personalabteilung und Bewerber schnell und bequem zustande kommen. Das bedeutet auch, dass beide Seiten in kurzer Zeit zu einer Entscheidung kommen und sich der Bewerbungsprozess nicht über Wochen hinzieht. Beantworten Sie E-Mails stets unverzüglich, dann können Sie dies auch vom Unternehmen erwarten.
Die wichtigsten Spielregeln
Um sich unter dutzenden von Bewerbungen hervorzuheben, brauchen Sie zuerst einmal einen brauchbaren Titel in der "Betreff-" oder "Subjekt"-Zeile. Das erleichtert dem Personalverantwortlichen das Lesen und erspart ihm auch den ersten Ärger wegen fehlender Zuordenbarkeit. Geben Sie an dieser Stelle Kennziffern des Stellenangebotes oder den in der Anzeige genannten Ansprechpartner an. Beschränken Sie sich auf etwa 50 Zeichen, damit der Personalchef die Subjektzeile auch vollständig lesen kann. Beispielsweise "Application for Position #1234 from Markus Mann". Die E-Mail selbst sollte kurz und bündig sein - wie das Anschreiben.
Der erste persönliche Kontakt: Messen und Events
In den meisten Fällen werden Sie den ersten persönlichen Kontakt mit dem Unternehmen erst im Vorstellungsgespräch erleben. Sie können jedoch auch viel früher durch aktives Engagement in Firmenkontakt treten. Ideal sind hier Messen oder Firmenpräsentationen wie Recruiting-Events an Unis etc.
Folgende Hinweise verhelfen Ihnen zu einem "einträglichen" Messebesuch:
- Bei vorzureservierenden Informations- bzw. Vorab- Bewerbungsgesprächen auf der Messe unbedingt frühestmöglich Termin reservieren.
- Versuchen Sie, die Messe in deren Anfangsphase zu besetzen. Job- und Praktikantenplätze in der "Hinterhand" der Personalvertreter sind dann noch verfügbar.
- Bei Terminen mit Unternehmensvertretern Anzug bzw. Kostüm; ansonsten "smart casual" (Hemd, ordentliche Hose, eventuell Jackett, keine Krawatte).
- Besorgen Sie sich einen Messeführer, um eine Übersicht und Profile der ausstellenden Unternehmen parat zu haben - das spart Recherchearbeit.
- Planen Sie die Reihenfolge der Unternehmen, die Sie auf einer Messe besuchen, zumindest grob: das spart Zeit: Wählen Sie Ihre "Top-Firmen" nicht als Nr. 1 oder 2, denn mit kleineren Unternehmen kommen Sie in Fahrt.
- Bringen Sie sich auf den neuesten Stand bezüglich der Entwicklungen in Ihrer Zielbranche (Wirtschaftszeitungen, Internet).
- Erstellen Sie grobe Profile der für Sie interessanten anwesenden Firmen mit länderspezifischen Niederlassungen.
- Vergessen Sie nicht, zweisprachige oder englische Visitenkarten mitzunehmen.
- Bereiten Sie sich branchenbezogene, mehrsprachige Lebensläufe für verschiedene Zielunternehmen vor und nehmen Sie diese mit. Wenn Ihr Draht zu einem Unternehmensvertreter besonders gut ist, wird dieser vielleicht direkt Ihren Lebenslauf mitnehmen und Notizen bezüglich Auslandspräferenzen machen. Das ist bereits Ihre schriftliche Bewerbung.
Fragen, die Interesse wecken und weiterhelfen
- Vergleichen Sie das Unternehmen mit seinen Mitbewerbern und fragen Sie nach Positionierung bzw. Unterschieden in verschiedenen Bereichen.
- Gehen Sie auf die allgemeine Branchenlage ein und fragen Sie nach der entsprechenden Strategie des Unternehmens.
- Erwähnen Sie lobend Dinge, die Sie bei Ihrer Recherche beeindruckt haben, und bitten Sie um Details.
- Fragen Sie nach den spezifischen Anforderungen bei Auslandsjobs und persönlichen Eindrücken von Unternehmensvertretern.
- Zeigen Sie Kompetenz über bestimmte Auslandsentwicklungen und Ihr Interesse, für die Niederlassung des Unternehmens in diesem Land zu arbeiten.
- Zählen Sie Erfahrungen im Ausland und relevante Ausbildungspunkte auf, die Sie für die Position im Ausland ideal erscheinen lassen.
- Bringen Sie in Erfahrung, wie Sie den Personalverantwortlichen am besten kontaktieren können.
- Zeigen Sie wegen der internationalen Aktivitäten generell Interesse am individuellen Unternehmen. Für jeweils zwei Minuten oberflächlichen Gesprächen auf Stände zu gehen, bringt wenig,
Follow up: nach der Messe
- Wenn Sie eine Bewerbung angekündigt haben, senden Sie diese unverzüglich an Ihren persönlichen Ansprechpartner.
- Halten Sie regelmäßigen Kontakt zu den Bekanntschaften, die Sie gemacht haben, z.B. unmittelbare E-Mail: "vielen Dank für interessantes Gespräch; werde mich bei Fragen melden; Bewerbung wird am eintreffen ".
- Sollten Sie Details vor einer endgültigen Bewerbung benötigen, kontaktieren Sie unverzüglich den Personalverantwortlichen des Unternehmens.









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