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Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

Er ist gesetzlich vorgeschrieben - der Schutz vor und bei Krankheiten. Und die medizinische Versorgung ist für alle gleich. Mehr als drei Viertel der Bevölkerung sind bei einer der über 500 zugelassenen Kassen gesetzlich krankenversichert.

Welche Krankenkassen gibt es?

Acht Kassenarten gibt es in Deutschland, die bundesweit oder regional organisiert sind - darunter die Allgemeinen Orts-Krankenkassen (AOK), Betriebs-Krankenkassen (BKK), Landwirtschaftliche Krankenkassen, Angestellten-Krankenkassen, Arbeiter-Ersatzkassen und die Innungskrankenkassen (IKK).

Was bedeutet es, gesetzlich versichert zu sein?

Gesetzlichen Krankenkassen ist einheitlicher und umfassender Versicherungsschutz vorgeschrieben. Es gilt das Sachleistungsprinzip, d. h. Arzt- und Krankenhausrechnungen werden nicht vorfinanziert, sondern Leistungen werden direkt mit der Krankenkasse abgerechnet. Außerdem gilt für gesetzlich Versicherte:

  • Die Beiträge sind einkommensabhängig.
  • Frauen und Männer zahlen die gleichen Beiträge.
  • Nicht erwerbstätige Ehepartner und Kinder sind mitversichert.
  • Die Arztwahl ist frei.
  • Ein Kassenwechsel ist in jedem Alter ohne Nachteile möglich.

Was bringt ein Wechsel der Krankenkasse?

Für Mitglieder in einer GKV besteht seit 1.1.2002 die Möglichkeit, die Mitgliedschaft zu kündigen - ohne Angaben von Gründen. Die Kündigungsfrist beträgt zwei Monate zum Monatsende, d. h. wenn beispielsweise am 16. März gekündigt wird, dann ist der Versicherungsbeginn bei der neuen Kasse am 1. Juni. An diese Wahlentscheidung ist man dann 18 Monate gebunden, bevor ein nächster Wechsel möglich ist. Der persönliche Beitrag zur Krankenkasse errechnet sich anhand des monatlichen Einkommens. Dieser besteht aus zwei Teilen: die eine Hälfte kommt vom Arbeitnehmer, die andere - in gleicher Höhe - vom Arbeitgeber. Derzeit liegt der Beitragsatz zwischen 12 % und 14,9 % bzw. bis zu über 20 % (erhöhter Satz) des Bruttoeinkommens (Stand: Januar 2006). Ein Wechsel der Krankenkasse kann also auf mehrere Jahre gerechnet eine deutliche Kostenersparnis bedeuten.

Worauf sollte beim Wechsel geachtet werden?

Die Kündigung des Vertrags mit der Krankenkasse sollte in jedem Fall schriftlich erfolgen. Spätestens nach zwei Wochen erhält man die Kündigungsbestätigung, die für die Anmeldung bei der neuen Krankenkasse benötigt wird. Bei der Entscheidung für einen Wechsel, sollte man neben der Höhe des Beitragssatzes auch genau prüfen, wie hoch die Kosten für freiwillige Zusatzleistungen sind - etwa alternative Heilmethoden, häusliche Krankenpflege, Kuren oder Krankengeld für Selbstständige - und ob es eine Geschäftsstelle in der Nähe gibt. Denn manchmal lassen sich Gesundheitsprobleme im persönlichen Gespräch besser darstellen als am Telefon oder per E-Mail.

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Michael Fischer
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