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Bhopal

Tödliche Wolke aus Pflanzenschutzmittel

Der Name der indischen Stadt Bhopal ist ein Synonym für den fahrlässigen Umgang mit gefährlichen Chemikalien. 3000 Menschen sterben, 20 000 werden verletzt.

Mitten im Armenviertel der 750 000 Einwohner zählenden Hauptstadt des zentralindischen Unionsstaates Madhya Pradesh liegt die Chemiefabrik, in der ein Insektenvernichtungsmittel hergestellt wird. Am 3. Dezember 1984 strömt hochgiftiges Methylisocyanid aus einem undichten Tank aus - mit tödlichen Folgen für 3000 Menschen. Das Giftgas führt zu schweren Schädigungen an den Augen. Von den ungefähr 200 000 Verletzten müssen viele mit dem Verlust ihrer Sehkraft rechnen.

Giftgaskatastrophe in Bhopal

Ein verletzter Mann auf den Straßen Bhopals. Am 3. Dezember 1984 entwichen aus der Pestizidfabrik einer Tochter der US-Firma Union Carbide Corporation (UCC) im zentralindischen Bhopal 42 Tonnen des tödlichen Gases Methylisozyanid. Etwa 1500 Menschen in der Umgebung starben in Minuten einen grausamen Giftgastod. Bei dem bis dahin größten Industrieunfall der Welt starben nach offiziellen Angaben der indischen Regierung insgesamt 5230 Menschen, mehr als 600000 erkrankten.

Das Chemiewerk gehört zu 51 Prozent dem amerikanischen Konzern Union Carbide, einem der größten Chemieunternehmen der Welt, und zu 49 Prozent dem indischen Staat.
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aus der wissen.de-Redaktion; Quelle Chronik Verlag
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