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wissen.de Artikel

Die Initiativbewerbung

Sie warten nicht, bis die perfekte Annonce in die Zeitung kommt, sondern werden selbst aktiv und sprechen Ihr Traumunternehmen direkt an. Das kann per Telefon oder per E-Mail geschehen oder Sie können ein eigenes Stellengesuch ins Internet stellen.

Vorteile

Sie beweisen Motivation und Tatkraft, haben weniger Mitbewerber als bei einer Bewerbung auf eine Stellenanzeige und damit auch bessere Startchancen.

Allerdings müssen Sie genau wissen, was Sie wollen. Es ist bei dieser Bewerbung besonders wichtig, sich gut zu verkaufen. Sie müssen dem Unternehmen erst beweisen, dass man Sie dort braucht. Wenig Sinn macht es, die Bewerbung einfach ins Blaue zu schicken. So landet viel Mühe vielleicht im Papierkorb. Finden Sie den Namen des Verantwortlichen in Ihrer Wunschfirma heraus und richten Sie den Brief direkt an ihn.

Bewerbung per Telefon

Nur wenige Bewerber nutzen die Möglichkeit, zunächst per Telefon einen ersten persönlichen Kontakt zu dem Unternehmen herzustellen. Deshalb kann ein solches Gespräch der Schlüssel zum schnellen Erfolg sein, weil Sie sich aus der Masse der Interessenten abheben. Sie müssen sich aber bewusst sein, dass dieser erste Eindruck nicht mehr auszulöschen sein wird. Bereiten Sie sich also gut vor!

Ein Telefonat ersetzt nicht die schriftliche Bewerbung, vielmehr soll es zum Ziel haben, das Gegenüber auf Ihre Unterlagen aufmerksam zu machen. Bei dieser Gelegenheit können Sie feststellen, ob das Unternehmen Ihnen überhaupt eine passende Position anbieten kann. Achten Sie darauf, welche Schwerpunkte der Gesprächspartner setzt, das hilft bei der Gewichtung Ihrer Qualifikationen im späteren Anschreiben.

Günstigen Zeitpunkt wählen

Eine ungebetene Bewerbung per Telefon ist meistens störend. Sie müssen also einen günstigen Zeitpunkt aussuchen. Am besten rufen Sie zwischen 8.30 und 9.30 Uhr an. Tabu sind der Freitag Nachmittag, die Mittagszeit und Meeting-Termine (meist zwischen 10.30 und 11.30 Uhr oder von 14.30 bis 15.30 Uhr).

Die Vorbereitung

Eine gute Vorbereitung ist sehr wichtig: Sie müssen Ihren unbekannten Gesprächspartner allein durch Ihre Stimme überzeugen. Üben Sie vorher, um Ihrer Stimme einen sicheren Klang zu geben. Sie müssen in kurzen, aussagekräftigen Sätzen die wichtigsten Stationen Ihres Lebenslaufes, Ihre Kenntnisse, Fähigkeiten und besondere Stärken beschreiben können. Notieren Sie sich die Fragen, die Sie an die Firma haben. Diese Notizen legen Sie sich am besten neben das Telefon.

Wichtig: Sorgen Sie dafür, dass Sie während des Telefonats ungestört sind.

Das Gespräch

Mit Geduld und Höflichkeit kommt man meist ganz gut an den Sekretärinnen vorbei. Lassen Sie sich nicht abwimmeln! Zur Not vereinbaren Sie einen anderen Termin, an dem Sie anrufen können. Notieren Sie sich den Namen des Verantwortlichen, mit dem Sie verbunden werden: An diese Person wollen Sie später schließlich Ihre Bewerbung schicken.

Ein Monolog soll Ihre Werbung nicht werden. Lassen Sie Ihrem Gegenüber Zeit zu reagieren. Stellt er von sich aus Fragen, haben Sie seine Neugier angestachelt. Kündigen Sie an, dass Sie ihm Ihre Bewerbungsunterlagen zusenden. Diese sollten spätestens drei Tage später auf seinem Schreibtisch liegen, damit er sich noch an Sie erinnert und ihnen genügend Beachtung schenkt.

Bewerbung per E-Mail

Initiativbewerbungen per E-Mail laufen oft Gefahr, sofort gelöscht, oder nur mit einer Standard-Absage beantwortet zu werden. Doch gerade im E-Business wird besonderer Einsatz schnell erkannt - und vielleicht gewürdigt.

Versenden Sie keine Massenmails oder noch schlimmer eine E-Mail an mehrere Adressaten mit einem Cc-Feld ("copy carbon"). Formulieren Sie jede E-Mail individuell auf das Unternehmen abgestimmt. Damit Ihr Schreiben nicht in Sammelstellen untergeht, die sich hinter Adressen mit "Personalabteilung" und ähnlichem verbergen, richten Sie es an eine konkrete Person. Ein genauer, aussagekräftiger Satz in der Betreff-Zeile hilft dem Empfänger, Sie sofort zuzuordnen.

Eine Online-Bewerbung unterscheidet sich im Übrigen kaum von einer Bewerbung per Brief: Auch hier müssen Sie in wenigen Sätzen, in gepflegtem Sprachstil und mit übersichtlichem Aufbau Ihre Qualifikation beweisen.

Die wenigsten Unternehmen erwarten, dass ihnen die kompletten Unterlagen per E-Mail zugesandt werden. Ein Anschreiben, der Lebenslauf und vielleicht ein Foto als Anhang genügen in der Regel. Fragen Sie vorher am besten telefonisch beim Unternehmen nach, welche Unterlagen gewünscht sind und welche Formate geschickt werden sollen. Die vollständige Mappe reichen Sie mit der Post nach.

Online-Stellengesuch

Manche Unternehmen sehen sich zuerst die Stellengesuche in den Jobbörsen des Internets oder in Tages- und Fachzeitschriften an, bevor sie eine Suchannonce aufgeben. Wer also auf diese Weise Werbung für sich macht, kann einen Wettbewerbsvorteil herausschlagen.

Vor- und Nachteile

Der Vorteil des Stellengesuchs im Internet sind die geringen Kosten, viele Jobbörsen bieten den Service sogar umsonst an. Manchmal müssen Sie nur online ein vorbereitetes Formular ausfüllen, das dann in die Bewerberdatenbank aufgenommen wird. So können Sie nichts vergessen oder die erlaubte Zeilenanzahl überschreiten. Außerdem können Sie das Gesuch über längere Zeit im Internet stehen lassen.

Sie müssen sich allerdings überlegen, ob Sie wirklich die Zielgruppe erreichen, die Sie brauchen: Einem Informatiker zum Online-Stellengesuch zu raten, liegt nahe. Wenn Sie dagegen einen Arbeitsplatz im eher konservativen sozialen oder geisteswissenschaftlichen Bereich suchen, sind die Erfolgschancen mit einem konventionellen Zeitungsinserat vermutlich größer.

Gliederung einer Anzeige

Die Schlagzeile muss Aufmerksamkeit erregen: Sie wird oft fett gedruckt, der Leser bleibt beim Überfliegen an ihr "hängen". Hier sollten Sie Ihre Position angeben, beziehungsweise Ihren Berufs- oder Hochschulabschluss. Es folgt eine Bewerbung in Kurzfassung: Oft haben Sie nur Platz für Stichpunkte, um Ihre Fähigkeiten, Kenntnisse, Stärken und Erfahrungen zusammen mit Ihrem Berufswunsch zu beschreiben.

Übrigens: Persönliche Daten wie Ihre Telefonnummer oder die Postanschrift haben in einem Online-Stellengesuch nichts verloren. Die E-Mail-Adresse genügt.

Ihr Online-Stellengesuch können sie zum Beispiel bei allgemeinen Jobbörsen aufgeben. Oftmals ist das Einstellen eines Kurzlebenslaufs für Sie kostenlos.

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Also, was man üblicherweise doch aber liest, ist, dass man bei Initiativbewerbungen stärker streuen muss, also auch quantitativ mehr losschicken muss. Z.B. der entsprechende Wikipediaeintrag, oder auch das spezialisierte Seiten wie initiativbewerber.de raten dazu, viele und dennoch passgenaue Bewerbungen loszuschicken. Das kommt mir in Eurem Artikel etwas zu kurz - der quantitative Aspekt.