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Die Küche Angolas

Von Musik bis Maniokbrei

An der Kochstelle
Essen ist Heimat. Wo könnte man dies deutlicher sehen als im Einwanderungsland Deutschland. Während die hier Geborenen häufig ihr Fernweh anhand von kulinarischen Tapetenwechseln ausleben, holen sich Immigranten ihr Zuhause auf den Teller. Aus Mangel an den richtigen Zutaten auch mal mit einem entfremdeten Produkt.

Eine angolanische Nationalspeise zum Beispiel ist „funje“. Der glasig-zähe Brei aus Mais- oder Maniokmehl ergänzt als neutrale Beilage fast alle Gerichte des westafrikanischen Landes: „Funje“ schmeckt zu Fleisch in Tomaten-Gemüse-Soße ebenso wie zu Bohnen in Palmöl, Dörrfisch mit Maniokblätterspinat oder Hähnchen in Erdnusscreme.

In Deutschland ersetzen die meisten Angolaner aus Preis- und Logistikgründen das Mehl der getrockneten Maniokknolle durch schlichten Weizengrieß. Nicht in Milch, sondern in Wasser gekocht. Wer’s mag, gibt ein wenig Kartoffelmehl dazu, dann wird der Brei weniger körnig.

 

Damit die Lieblingsbeilage der Angolaner die richtige Konsistenz bekommt, muss sie langsam in ungesalzenes, kochendes Wasser gestreut und tüchtig geschlagen – nicht gerührt – werden. Die gute angolanische Hausfrau verfügt über die nötigen Muskeln; klopft sie doch ihr Mais- oder Maniokmehl häufig noch zwischen zwei Steinen zu Pulver.

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Monika Wittmann
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