Storyboard, Treatment und Preproduction. Alles Begriffe, die man sicherlich schon einmal gehört hat. Aber was sie genau bedeuten ...? Wir erklären nicht nur die Begriffe, sondern zeigen, was sonst noch alles zu einem professionellen Film dazugehört.
Preproduction
Die Verantwortung für die Umsetzung eines Filmprojekts liegt in der Regel beim Produzenten oder bei einer Produktionsgesellschaft. In der Vorbereitungsphase (Preproduction) werden die Finanzierung, die Auswahl der beteiligten Personen sowie die Drehbuchentwicklung bestimmt. Aus einem Exposé - einem präzisen Handlungsaufriss einer Filmidee - wird das ausführlichere Treatment verfasst. Das Treatment ist ein Zwischenstadium zwischen Drehbuch und vorangehendem Exposé und legt neben der Handlung bereits die Schauplätze und Charaktere fest. Das Rohdrehbuch legt dann eine präzisere Unterteilung von Regieanweisungen und dem Text der Darsteller vor. Im nächsten Arbeitsgang wird der Regisseur mit der Auswahl der Hauptdarsteller und Fertigstellung des genauen, kurbelfertigen Drehbuchs beauftragt. Als Vereinfachung für den Dreh wird ein Storyboard angefertigt: Eine Serie von Bildern, Sketchen usw., die als Anweisung oder Erklärung zum Drehen eines Films dient. Die Nebendarsteller werden meistens von einem Casting Director verpflichtet. Die Produktionsfirma (bzw. der Produktionsleiter) arbeitet einen Kostenplan aus, verpflichtet die vorgeschlagenen Darsteller sowie den gesamten Aufnahmestab und stellt einen genauen Drehplan auf.
Die Aufnahme
Die Dreharbeiten finden im Freien und im Filmatelier (Studio) statt. Der Productiondesigner bzw. Artdesigner konzipiert den visuellen Stil des Sets (Drehort). Dazu gehört der Entwurf von Bauten, Dekor und Requisiten. Szenen, die in gleichen Kulissen spielen, werden ohne Rücksicht auf den eigentlichen Verlauf der Handlung nacheinander abgedreht. Mit Scheinwerfern wird die gewünschte Beleuchtung eingestellt. Der Ton wird in der Regel getrennt von den Bildern auf ein besonderes Band aufgezeichnet.
Im Schnitt
In der Kopieranstalt werden die Negative entwickelt, kopiert und geschnitten. Der Cutter (Schnittmeister) fügt dann die einzelnen Szenen in der richtigen Reihenfolge zusammen (Rohschnitt). Regisseur und Cutter führen am Schneidetisch den Feinschnitt durch. Dabei werden moderne Computerschnittsysteme verwendet. Dialoge sowie Geräusche und Musik werden zusammengeführt. Das Negativ des Feinschnitts wird mit der abgemischten Tonaufzeichnung kombiniert. Danach erfolgen die Vervielfältigung und die Abgabe an den Verleih.
Film als Kunstform
Die künstlerische Bedeutung des Films liegt in der Qualität der vermittelten visuellen Eindrücke. Sie ergibt sich aus der Auswahl der gezeigten Objekte, aus dem Arrangement und der Bewegung der Objekte, aus der Beleuchtung der Szenerie, aus der Handhabung der Kamera (Einstellung, Perspektive, Bewegung), aus der Montage der Bilder, den Bildübergängen (Schnitt, Blenden) und der Abfolge der Geschehensteile (dramaturgische Struktur). Weitere Ausdrucksmöglichkeiten sind die Farbgebung beim Farbfilm und die spezielle Ausnutzung des Bildformats beim Breitband-, Cinema-Scop-, ToddAO- oder Cineramafilm. Die optischen Aussagemittel werden beim Tonfilm ergänzt durch die Verwendung von Sprache (Dialog, Monolog, Kommentar), Musik und Geräuschen.







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