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Digitalkameras voll im Trend

Mattes Rotlicht erhellt den Raum - belichtetes Papier schwimmt in einer Schale mit Entwicklerflüssigkeit, langsam zeigt das Foto erste Konturen. Gehört die Foto-Dunkelkammer und damit auch die ganz eigene schöpferische Atmosphäre schon bald der Vergangenheit an? Digital heißt das Zauberwort, das den Markt der Fotoapparate mehr und mehr bestimmt. In brillanter Qualität können Bilder mit Digitalkameras aufgenommen, auf Chips gespeichert und am Bildschirm eines Computers weiterbearbeitet werden.

Fotos für das Internet

© Hewlett-Packard Company

Nicht nur der Profi-Fotograf zieht Nutzen aus dieser Technologie. Auch der Amateur ist mit einer Digitalkamera in der Lage, ohne Zeitverzögerung und in guter Qualität, selbst erstellte Fotos auf den Computer zu laden und zu bearbeiten, sie z.B. per Mail zu versenden oder auf die eigene Homepage zu setzen. Digitalfotografie macht seit langem das Internet bunter, die digitale Welt wird um einen Baustein größer.

Aber auch die Digitalkamera, die seit Ende 1996 in kompakter und preisgünstiger Form auf dem Markt ist, entbindet den Besitzer nicht davon, die Gesetzmäßigkeiten des Bildaufbaus zu beachten. Ferner ist Know-How im Umgang mit der herkömmlichen Kleinbildkamera von großem Vorteil, denn Features und Begriffswelt wurden so weit wie möglich aus der traditionellen Fotografie übernommen. Dasselbe gilt für die Anwendung von Software zur Bildbearbeitung.

Tatsache ist: Analoge Fotografie und die bewährte Kleinbildkamera haben ernsthafte Konkurrenz bekommen, die sie in puncto Umsatzzahlen bereits überflügelt.

Digital oder analog?

© Hewlett-Packard Company

Die Digitalfotografie, bei der die Bilder von Sensoren elektronisch eingelesen und gespeichert werden, erreicht mit sechs Millionen Pixeln längst den Standard der analogen Fotografie im "Kleinbildbereich". Auch Fotoabzüge in Postergröße und erstklassiger Qualität sind für Profis kein Problem mehr, jenseits der Kleinbild-Fotografie wird bei der Auflösung die 100 Megapixelgrenze überschritten. Neben der Auflösung spielt auch die Schnelligkeit der Kamera eine entscheidende Rolle: Acht Bilder pro Sekunde oder 21 Bilder in Serie, solche digitalen Möglichkeiten sind auch für rasende Reporter interessant.

Was im Streit um "analog oder digital" nicht immer für den Laien deutlich wird: Auch eine Digitalkamera benötigt das alte Optiker-Handwerk, um gute Aufnahmen zu machen. Nicht umsonst wird im professionellen Bereich mit Integrationslösungen gearbeitet: Wer digital aufnehmen will, kann bisherige Objekte weiterverwenden. Ein wesentlicher Grund für digitale Bilder ergibt sich für Profis aus der Weiterverarbeitung ihrer Fotos, die bestimmte digitale Formate erfordert.

Der Hobby-Fotograf ist an solche Standards nicht gebunden. Wer Omas alte Leika geerbt oder sich über Jahre eine analoge Fotoausrüstung zusammengespart hat, sollte sich die Freude daran nicht verderben lassen.

Chip statt Film

Je nach Auflösung speichert eine Digitalkamera 12 bis 24 Bilder im JPEG-Format. Ist der Speicher voll, müssen die Bilddateien ausgelagert werden. Zu klein, zu langsam, zu teuer - so lautete früher die schnelle Bewertung der mobilen, digitalen Speichermöglichkeiten.

Mittlerweile hat sich eine Menge auf diesem entscheidenden Markt getan, viele Firmen kämpfen mit eigenen, ständig besseren Produkten um die Herrschaft auf dem Markt der mobilen Minispeicher: IBM Microdrive, Sony Memory Stick und MultiMedia Cards, CompactFlash und Smart Media sind hier die wichtigsten Technologien, die sich jedoch in Struktur und Aufbau grundlegend unterscheiden.

Ebenso unterschiedlich sieht es bei den Kapazitäten aus, die sich bei den Microdrives schon im Gigabyte-Bereich bewegen. Kehrseite des Speicherplatzes für den Hobby-Fotografen: die Unmenge an Bildateien - und die Qual der Auswahl.

Digitale Fotos zum Anfassen

So problemlos die digitale Aufnahme, so schwierig schien es lange für den Amateur die digitalen Bilder in akzeptabler Qualität aus dem Computer auf Papier zu bringen. Der Verbrauch an Tinte und Hochglanzpapier relativiert, was an Kosten für Filme, Entwicklung und Abzüge gespart werden kann.

Auch haben Ausbelichtungen aus dem Fotolabor eine deutlich längere Lebensdauer als die Bilder aus dem Tintenstrahldrucker, denen Experten eine Haltbarkeit von maximal zehn Jahren bescheinigen. Aber die Digitalfotografie hat aufgeholt: Wer möchte, kann seine Bilddateien an einen Belichtungsservice schicken und erhält umgehend Bilder im gewünschten Format - auf Fotopapier für das klassische Familienalbum.

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