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Dress for Success - das muss Er im Schrank haben

Die Entscheidung fällt meist zu Beginn: Sechs Sekunden genügen, ein Urteil über Andere zu fällen. Das ist nicht viel, für innere Werte bleibt da keine Zeit. Also gilt noch immer: Kleider machen Leute. Mit der richtigen Basisgarderobe liegt Mann in Beruf und Freizeit immer richtig.

Business

Im Berufsleben wird oftmals vom äußeren Eindruck auf die persönliche Kompetenz geschlossen. Nur wer wie ein Generaldirektor aussieht, kann einer werden. Diese Business-Basics muss Er haben:

  • ein bis zwei Anzüge in gedeckten Farben
  • zwei bis drei Hosen und Jacketts
  • zwei Mäntel
  • eine ausreichende Anzahl Businesshemden (sieben bis acht)
  • ebenso viele T-Shirts
  • zwei Gürtel
  • zehn Krawatten
  • acht Paar Socken
  • 3 Paar Lederschnürschuhe

Anzüge

An einem Anzug kommt keiner vorbei, der moderne Mann hat mindestens zwei. Gedeckte Farben wie Hellgrau, Anthrazit oder Dunkelblau sind besonders zeitlos. Der Schnitt sollte es auch sein: Schlanke Revers, schmale Bundfaltenhosen und einreihige Jacketts machen eine gute Figur. Zweireiher sind nicht nur altbacken, sie betonen auch jeden noch so kleinen Bauchansatz. Vorsicht vor modischen Experimenten: Schottenrock und Wappenfrack kann sich nur Thomas Gottschalk erlauben.

Smoking

Wer auf vielen Hochzeiten tanzt, kommt um einen Smoking wohl nicht herum. Nicht so schlimm, schließlich ist er eine Anschaffung für's Leben. Quasi zeitlos ist sein Schnitt seit Jahren nahezu unverändert. Er ist das ideale Kleidungsstück für nachmittägliche Events ab 15 Uhr und abendliche Ereignisse wie Konzerte und Opern, offizielle Veranstaltungen und Hochzeiten. Klassisch ist die schwarze einreihige Variante mit Schalkragen. Weste und Kummerbund farblich abgestimmt, das Hemd klassisch weiß mit Kläppchen-Kragen. Die passende Hose hat weder Umschlag noch Bundfalten und ist mit Galon-Streifen versehen. Alternativ zur Smokingjacke kann auch das Dinnerjacket getragen werden. Es gilt als "Freiluft-Variante" und darf bei Tages-Anlässen die Smokingjacke ersetzen.

Hosen und Jacketts

Drei Hosen zur Auswahl müssen sein. Bevorzugt aus Flanell oder Tuch in grau oder dunkelblau, im Sommer auch mal beige oder sandfarben. Besonders wichtig ist der perfekte Sitz: An der sensibelsten Stelle darf sich keine Beule zeigen. Das Jackett muss selbstverständlich farblich mit der Hose harmonieren. Eine dezente Zeichnung wie Hahnentritt-, Pepita oder Fischgrätmuster ist durchaus erlaubt. Die Zahl der Seitenschlitze hängt von den Proportionen ab. Große, schlanke Männer können zwei Schlitze vertragen. Ein mittiger Rückenschlitz verlängert bei kleinen und kräftigen Männern die Beinlinie und lässt größer und schlanker erscheinen.

Mäntel

Beim Mantel trennt sich die Spreu vom Weizen: Nur wer auch im Sommer einen trägt, zeigt richtig Stil. Hell, knielang und aus Baumwollpopeline muss er sein. Im Winter ist ein dunkler, gerader Mantel aus Wolle oder Kaschmir schick. Dabei hängt die Länge von der Körpergröße ab: Je länger der Mann, desto länger darf der Mantel sein. Jedoch kaufen die meisten Männer zu große Mäntel: Eine Nummer größer als der Anzug ist ausreichend. Dabei muss er selbstverständlich die Jackettärmel vollständig bedecken. Trenchcoats machen übrigens nur an Privatdetektiven eine gute Figur.

Hemden

Businesshemden zeichnen sich dadurch aus, dass sie nur eine Hemdtasche haben. Alle anderen sind für die Freizeit gedacht. Von Ersteren sollte ein ganzer Schwung im Kleiderschrank lagern. Weiß, blau und alle Pastelltöne sind im Büro gern gesehen, auch dezente Streifen, schmal oder breit, sind schick. Der Kragen ist Geschmackssache: Haifisch-, Kent-, Tab- oder Button-Down-Kragen sind alle erlaubt. Jedoch kann nur der Button-Down-Kragen auch mal ohne Krawatte getragen werden.

T-Shirts

Sie gehören nicht unbedingt zur Basisausstattung, aber wenn Mann nicht auf sie verzichten möchte, muss es hochwertige Qualität sein. Ausgeleierte Kragen und verzogene Schnitte gehören niemals unter ein Hemd, sondern sofort ausgemustert. Als sommerlicher Hemdersatz wird ein T-Shirt im Geschäftsleben allerdings niur in besonders legerer Umgebung toleriert.

Gürtel

Gürtel sind Accessoires und als solche haben sie nur schmückende Funktion. Wer damit die Hose fest halten muss, hat die falsche Größe gekauft. Zwei Gürtel sind in der Regel ausreichend, ein Schwarzer und ein Brauner, der gerne etwas sportlicher sein darf. Die Farbe des Gürtels sollte zur Schuhfarbe passen. Dezente Gürtelschnallen sind selbstverständlich und Lederimitate verboten. Bei Hosenträgern und in Kombination mit einer Weste wird auf einen Gürtel verzichtet.

Krawatten

Krawatten kann Mann gar nicht genug haben. Ein Dutzend sollten es schon sein, damit keine Langeweile aufkommt. Wichtig ist dabei das Material: Reine Schurwolle, reine Seide oder 100 Prozent Kaschmir sind die beste Wahl. Aber es dürfen auch Baumwolle, Leinen oder Mischungen daraus sein. Niemals jedoch Synthetik. Ob einfarbig oder mit kleinen Mustern bleibt dem Geschmack überlassen. Die Krawatte ist das Pendant zur Visitenkarte, daher haben witzige Sprüche oder Bildchen darauf nichts zu suchen. Korrekt gebunden endet die Spitze der Krawatte übrigens auf der Gürtelschnalle oder in Höhe des Hosenbundes.

Socken

Dunkle Töne sind bei Socken stets zu bevorzugen. Im Sommer dürfen es leichte Baumwollstrümpfe sein, im Winter besser Wollsocken passend zur Hosenfarbe oder in schwarz. Auch hier sind lustige Comicfiguren verboten, erlaubt sind aber dezente Muster Ton in Ton. Niemals jedoch dürfen die Farben ausgewaschen sein, besonders schwarze Billigstrümpfe werden schnell graublau. Also auch beim Sockenkauf unbedingt auf Qualität achten.

Schuhe

Oben hui, unten pfui? An den Schuhen ist zu erkennen, wie gepflegt ein Mann wirklich ist. Status und Professionalität lassen sich daran ablesen. Drei Paar schwarze Lederschuhe gehören daher zur Minimalausstattung. Der klassische Anzugschuh ist der Oxford. Er wird nicht über Kreuz, sondern waagerecht geschnürt. Die Schnürsenkel sind aus Leder oder gewachster Kordel. Aber auch der Broque (oft Budapester genannt), ein Schnürschuh mit typischer Lochrosette auf der Flügelklappe, ist ein perfekter Business-Schuh. Allgemein gilt: Die Schuhe müssen dem Anlass entsprechen. Je glatter also der Stoff der Kleidung, desto glatter muss der Schuh sein. Farblich sollten die Schuhe zur Farbe der Hose passen oder dunkler sein. Niemals dürfen sie heller sein.

Freizeit

Raus aus dem Büro, rein in Jogginganzug und Adiletten? Selbstverständlich nicht, denn der Mann von Welt macht auch in der Freizeit stets eine gute Figur. Diese Freizeit-Basics sollte Er haben:

  • zwei bis drei Sportsakkos
  • zwei bis drei Chinos
  • einen Schwung Hemden
  • acht paar dunkle Socken
  • zwei Paar Budapester oder Slipper

Sportsakkos

Sportsakkos sind lässiger als Anzugjacken, dürfen aber nicht zu salopp sein. Blau, einreihig und mit drei Knöpfen liegt Mann immer richtig. Aber auch leicht gemustert sorgt in der Freizeit für nette Abwechslung. Leinensakkos sind zwar sehr beliebt, aber schon nach kurzem Tragen stark verknittert. Das macht nicht immer eine gute Figur.

Chinos

Chinos, legere Hosen ohne Umschlag, gehören einfach in jeden Kleiderschrank. Empfehlenswert: Drei Exemplare in beige, sand, grau oder anthrazit. Es können aber auch entsprechende Bundfaltenhosen aus Wolle oder Mischgewebe sein. Dazu lässt sich einfach alles kombinieren: Freizeithemden, sportliche Sakkos oder T-Shirts.

Freizeithemden

Kennzeichen des Freizeithemdes sind zwei Brusttaschen und eine Sportmanschette, manchmal mit Button-Down-Kragen. Sie können auch mal über der Hose getragen werden, vor allem, wenn sie einen geraden Saum haben. Erlaubt sind alle Farben, die gefallen. Hawaiihemden waren allerdings noch nie der letzte Schrei.

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