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Drop City – T.C.Boyle

Seine Mischung aus Sozialkritik und (Selbst-)Ironie kommt gerade in Deutschland ausgesprochen gut an: T.C.Boyle scheibt über das, was er kennt – sein neuester Roman erzählt von einer Hippiekommune, die von Kalifornien nach Alaska zieht, mit allen berechenbaren und unberechenbaren Folgen. "Drop City" ist der Roman einer naiven und idealistischen Generation, die das Lebensgefühl von vielen von Grund auf verändert und bis auf den heutigen Tag geprägt hat.

Der Autor

1948 geboren in Peekskill, New York. T.C. Boyle wuchs in schwierigen Familienverhältnissen auf. Nach ausschweifenden Jugendjahren in der Hippie- und Protestbewegung der 60er Jahre war Boyle Lehrer an der High School in Peekskill und publizierte während dieser Zeit seine ersten Kurzgeschichten in namhaften Zeitschriften. Heute lebt er mit seiner Frau und drei Kindern in Kalifornien und unterrichtet an der University of Southern California das Fach "Creative Writing".1987 erhielt er den PEN / Faulkner-Preis für "World's End".

Orangensaft mit LSD

Drop City: So heißt die Hippiekommune, die im Kalifornien der 70er Jahre ihren Traum von einem freien Leben zu verwirklichen sucht. Eigentlich haben sie alles, was sie brauchen: ein großes Grundstück, eine erstklassige Plattensammlung, ein reichhaltiges Sortiment von Halluzinogenen. Doch das Nirwana finden sie trotzdem nicht. Ein Kind trinkt Orangensaft, der mit LSD versetzt ist, eine Minderjährige wird von Kommunemitgliedern vergewaltigt, es kommt zu Handgreiflichkeiten, und der Unrat türmt sich meterhoch, bis der Sheriff einschreitet und droht, das Gelände zu räumen. Also beschließt Norm, der Guru des Stammes, nach Alaska zu ziehen, wo er von einem Onkel eine Hütte geerbt hat. In ihrem alten, mit Drogen voll bepackten Schulbus reisen sie nach Norden, unbehelligt von den kanadischen Grenzern, denen sie weismachen, sie seien die Grateful Dead auf Tournee. Unter dem polaren Himmel kommt es zur Kollision zweier Kulturen: Die ortsansässigen Jäger und Trapper sind nicht erbaut über die Fremdlinge, und als der Winter anbricht, geht es nicht mehr darum, wie man mit tödlicher Langeweile fertig wird, sondern wie man dem Hungertod entflieht.

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