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E = mc2 - die berühmteste Formel der Welt wird 100

Sie ist die berühmteste Formel der Welt. Sie findet sich nicht nur in Physikbüchern sondern weit häufiger auf T-Shirts, Krawatten, Postern und in Cartoons. Sie ist ein Symbol für Forschung überhaupt, für Physik und Moderne. Für die Menschen ist E = mc2 das Versprechen unerschöpflicher Energievorräte aber auch die Bombenformel von Hiroshima und Nagasaki. Die Formel fasziniert und flößt Respekt ein. Denn aufgeschrieben hat sie das Genie, das das Geheimnis von Raum und Zeit löste: Einstein und die Formel gehören zusammen. Doch sucht man sie dort, wo sie angeblich steht, in Einsteins vierter Veröffentlichung aus dem Jahre 1905, so sucht man sie vergeblich. Sie ist da, und sie ist doch nicht da ...

Ach übrigens ... Die Formel als Nachtrag

E = mc2 ist eine Konsequenz der speziellen Relativitätstheorie, die Einstein zunächst übersehen hatte. Kaum war im Juni 1905 sein Artikel über die „Elektrodynamik bewegter Körper“ in einem Berner Briefkasten verschwunden, da fiel ihm noch ein weiterer Aspekt ein, den er in seinem Artikel ausgelassen hatte. Im Sommer arbeitete er diese weitere Schlussfolgerung aus seinem „Prinzip der Relativität“ aus und schickte den kurzen Artikel im September an die „Annalen“. Dort erschien dieser Nachtrag im Band 18 auf den drei Seiten 639 bis 641.

Wie immer in der Relativitätstheorie geht es darum, was ein Physiker messen würde, der ein Objekt beobachtet, das sich relativ zu ihm mit konstanter Geschwindigkeit bewegt. Einstein rechnet nun in seiner Arbeit vor, dass ein bewegter Körper, der nach allen Seiten hin Licht aussendet, Bewegungsenergie verliert, aber trotzdem nicht langsamer wird. Das geht nur, wenn er Masse verliert. Diesen Sachverhalt beschreibt Einstein so:

„Gibt ein Körper die Energie L in Form von Strahlung ab, so verringert sich seine Masse um L/V2.“

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Dirk Soltau
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