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Earth Hour: Licht aus für unseren Planeten!

An diesem Samstag heißt es wieder Mitmachen und Zeichen setzen für Umwelt und Klima. Denn am 25. März 2017 ist Earth Hour. Bei dieser symbolischen Aktion schalten Millionen Menschen rund um den Globus eine Stunde lang alle Lichter aus und auch viele Sehenswürdigkeiten werden verdunkelt. Zwischen 20:30 und 21:30 Uhr heißt es demnach auch in Deutschland: "Licht aus!"

Earth Hour Deutschland, 2017
Am Samstag heißt es zwischen 20:30 und 21:30 Uhr auch in Deutschland: "Licht aus!"
Alles begann am 31. März 2007 in Sydney. Um gegen Australiens enormem Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) zu protestieren, initiierten Naturschützer die erste "Licht Aus"-Aktion in der australischen Hauptstadt. Die „Earth Hour“ sollte ein Bewusstsein für Energieverschwendung schaffen und daran erinnern, dass Strom zumeist auf Kosten des Klimas erzeugt wird. Immerhin gut zwei Millionen Menschen beteiligten sich damals an der Aktion.

Verdunkeltes Parlamentsgebäude in London
Auch die Beleuchtung des Londoner Parlamentsgebäudes wird zur Earth Hour ausgeschaltet.
Symbolischer Appell

Seither hat sich die Idee der Earth Hour rund um die Welt verbreitet. An jedem letzten Sonntag im März ruft die Umweltorganisation WWF dazu auf, symbolisch für eine Stunde unnötige Lichtquellen und andere elektrische Geräte aller Art abzuschalten. Unter dem Motto: "Klimaschutz geht gemeinsam" beteiligen sich nicht nur Millionen Privathaushalte, sondern auch viele Städte an der Aktion. Sie schalten in dieser Stunde die Beleuchtung öffentlicher Gebäude und Sehenswürdigkeiten ab. Unter anderem versinken das Empire State Building in New York, der Eiffelturm in Paris oder das Brandenburger Tor in Berlin für 60 Minuten lang im Dunkeln.

Dem symbolischen Appell für mehr Klimaschutz folgen inzwischen Millionen Menschen weltweit. "Während jeden Monat neue Klimarekorde fallen, erinnert uns die Rekordbeteiligung an der Earth Hour daran, dass es auch eine zunehmende Bewegung gibt, die mehr gegen den Klimawandel tun möchte", sagt Siddarth Das von Earth Hour Global. "Die Graswurzelbewegung weckt Hoffnung für die Zukunft."

Earth Hour in Deutschland

In diesem Jahr haben sich allein in Deutschland bereits mehr als 250 Städte und Kommunen angemeldet, die zumindest einige ihrer Sehenswürdigkeiten und öffentlichen Gebäude in dieser Stunde verdunkeln wollen. Bei der Earth Hour 2016 nahmen weltweit Menschen und Städte aus 178 Ländern teil  - ein neuer Rekord. Mehr als 400 bekannte Sehenswürdigkeiten wurden verdunkelt.

In vielen Orten Deutschlands finden neben dem Ausschalten der Lichter weitere Aktionen statt  - vom Fackelzug über das Bäumepflanzen bis zur Dunkel-Party. Wer mehr tun möchte als nur das Licht ausschalten, dessen Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt: Warum nicht einmal ein Sit-In bei Kerzenschein? Oder eine Aktionswoche in Schule oder Universität initiieren? Wie der WWF betont, ist es auch wichtig, die Information über die Folgen des Klimawandels zu verbreiten – Aufklärung hilft, Dinge zu verändern.

Aktion zur Earth Hour 2016 am Strand von Morondava, Madagaskar.
Aktion zur Earth Hour 2016 am Strand von Morondava auf Madagaskar.
Was bringt die Earth Hour?

In erster Linie ist die Aktion eine kollektive Erinnerung und Ermahnung, mehr gegen den Klimawandel und die Treibhausgas-Emissionen zu tun. Doch in vielen Ländern hat die Earth Hour bereits weitere Aktionen nach sich gezogen. So wurden auf den Galapagos-Inseln anlässlich einer Earth Hour Plastiktüten verboten, in Tansania richteten Menschen gemeinsam solargetrieben Wasserpumpen ein und auf Sumatra pflanzten Aktivisten neue Bäume, um der Abholzung des Regenwalds entgegen zu arbeiten.

Deshalb steht neben dem Earth Hour-Logo eine 60+: Gemeint ist damit nicht die Altersgruppe der Über-60-Jährigen, sondern das Plus soll versinnbildlichen, dass das Bewusstsein für Klimaschutz und Stromsparen idealerweise über die 60 Minuten der Earth Hour hinaus wirken sollen. Auch jeder Einzelne ist aufgerufen, im Alltag seinen Stromverbrauch und seinen Umgang mit Plastikmüll oder Lebensmitteln zu überdenken.

NPO, 24.03.2017
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