Einen Staat über zwölf Jahre lang zu lenken, ohne dass etwas wirklich Schlimmes passieren könne. Schließlich sei alles ja nur ein Spiel sei. Mit diesen Worten fasst die 18-jährige Hannah Sunder-Plasmann zusammen, was sie so fasziniere an dem Bundeswettbewerb Ecopolicyade. 2011 findet dieser Schülerwettbewerb bereits zum dritten Mal auf Bundesebene statt. Schülerteams aus der 7. bis 10. Klasse, die sich als strategische Staatenlenker beweisen möchten, können sich ab sofort für die Ecopolicyade 2011 anmelden. Voraussetzung für eine Teilnahme am Landes- und schließlich am Bundesentscheid ist allerdings, über einen längeren Zeitraum im Strategiespiel "ecopolicy" sehr gute Ergebnisse nachweisen zu können.
Ein Land aus der Krise holen

Teamarbeit bringt's bei der Ecopolyiade. 2011 gilt dieses Motto ebenfalls.
Teamarbeit und vernetztes Denken
Denn Teamarbeit gehört zu den wichtigsten Punkten, die die Teilnehmer der Ecopolicyade im Laufe des Wettbewerbs verinnerlichen müssen, um erfolgreich zu sein. Nur, indem die verschiedenen Sichtweisen aller Teammitglieder diskutiert und bewertet werden, könnten im Spiel und im Wettbewerb die besten Ergebnisse erzielt werden, sind sich die Bestplatzierten der Ecopolicyade von 2010 einig. Mindestens ebenso wichtig aber wie die Kooperation ist bei dem Strategiespiel sowie dem Wettbewerb das vernetzte Denken - und zwar in dem Sinne, wie es der Systemdenker Frederic Vester verstanden wissen wollte. Der Kybernetiker war der festen Auffassung, dass das vernetzte Denken so schnell wie möglich das vorherrschende lineare Denken ablösen müsse, damit die Menschheit in der Lage sei, die wachsenden Herausforderungen im Bereich der Wirtschaft, Politik und vor allem im Bereich der Umweltproblematik meistern zu können. Vester vertrat die Ansicht, dass das bislang praktizierte "Draufloswirtschaften" viele der bestehenden Probleme noch verschärft habe. Der Umweltforscher propagierte stattdessen das systemische Denken, das alle in einem System vorhandenen Variablen erst indentifiziert und dann die Wechselwirkungen dieser Komponenten berücksichtigt, bevor ein Problemlösungsversuch gestartet wird. Als Vorbild eines solchen Vorgehens diente dem Biochemiker Vester die Natur - ein ebenfalls hochkomplexes auf Wechselwirkungen basierendes System.
Regieren ist gar nicht so einfach

Die Ecopolicyade-Teilnehmer denken vernetzt. Nicht nur im Spiel.









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