
Gletscherabbrüche können gewaltige Ausmaße annehmen.
Vorhersage:

Eine steil herabhängende Gletscherzunge in den Walliser Alpen.
Eisstürze und Klimaänderungen:
Der weltweit zu verzeichnende Temperaturanstieg wirkt sich deutlich auf die → Gletscher der Alpen aus. Seit etwa 1850 haben die Alpengletscher zusammengenommen ungefähr ein Drittel ihrer Fläche und etwa die Hälfte ihrer Masse verloren. Daher stellt sich auch die Frage nach einer möglichen Zunahme von Gletscherkatastrophen. Innerhalb des schweizerischen Nationalen Forschungsprogramms 31 "Klimaänderungen und Naturkatastrophen" beschäftigt sich ein Teilprojekt zum Thema "Eisschmelzen und Naturkatastrophen im Hochgebirge" u. a. mit der Modellierung von Permafrost und → Hängegletschern im Hinblick auf Stabilitätsprobleme in Steilflanken sowie mit Möglichkeiten der Früherkennung und Beobachtung von potentiellen Eissturzkatastrophen im Hochgebirge. Bisherige Ergebnisse zeigen, dass hochgelegene Hängegletscher am Felsuntergrund festgefroren und so kalt sind, dass ein globaler Temperaturanstieg um mehrere Grad Celsius keine Gefahr bedeutet. Tiefer gelegene Hängegletscher oder Gletscher, die aufgrund ihrer Lage verstärkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, müssen jedoch beobachtet werden. Durch einen hohen Schmelzwasseranteil liegt ihre Eistemperatur um den Gefrierpunkt, so dass hier eine Eissturzgefahr bei weiterem Temperaturanstieg besteht. Für Gletscherzungen, die zu Eisabbrüchen neigen, wie z. B. die des Allalingletschers im Schweizer Kanton Wallis (siehe → Eissturz-Katastrophen), ist die Gefahr offenbar rückläufig. Das warme Klima der vergangenen zwei Jahrzehnte hat zu einem Nachlassen des Eisnachschubes aus den Nährgebieten geführt, gleichzeitig schmolz sehr viel Eis ab.









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