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Erdbebengebiete

Erdbebengebiete der Erde

Die Farben geben die Tiefenlage der Erdbebenherde (Hypozentren) an.

Nahezu alle schweren → Erdbeben auf unserem Globus treten in relativ schmalen Zonen auf. Besonders auffällig ist ein regelrechter Ring aus Erdbebengebieten, der den Pazifischen Ozean nahezu völlig umgibt. Mit dem Auftreten von Erdbeben sind auch besondere geologische Strukturen wie Gebirgsketten, Grabenbrüche, Ozeanrücken, Tiefseegräben und Vulkane verbunden. Der Grund: Erdbebenzonen fallen mit den Grenzen von driftenden Platten der Lithosphäre zusammen (s. a. → Theorie der Plattentektonik). Innerhalb der Platten ereignen sich deutlich weniger Beben.

Prinzipiell können vier Typen von Erdbebengebieten unterschieden werden: 1. Erdbeben im Bereich von mittelozeanischen Rücken, 2. Erdbeben im Bereich von zwei aneinander vorbeigleitenden Platten, 3. Erdbeben entlang von Tiefseegräben und 4. Erdbeben im Umfeld von kollidierenden Kontinentalplatten. Beben des ersten Typs sind an mittelozeanische Rücken gebunden, wo durch aufsteigende Gesteinsschmelzen neuer Meeresboden gebildet wird. Sie stehen mit dem Vulkanismus in Verbindung und sind Flachbeben, deren Herde weniger als 70 km tief unter der Oberfläche liegen. Der zweite Typ ist an so genannte Transformstörungen, wie die San Andreas-Störung in Kalifornien, gebunden und ebenfalls durch Flachbeben charakterisiert. Es tritt jedoch kein Vulkanismus auf. Der dritte Typ findet sich vor allem im Bereich von Tiefseegräben und vulkanischen Inselbögen, die den Pazifischen Ozean umgeben. Er wird als zirkumpazifischer Erdbebengürtel bezeichnet. Die meisten Erdbeben treten dort an den Randzonen der kühlen, starren Platten auf und zwar dort, wo ozeanische Platten mit ozeanischen oder kontinentalen Platten an Inselbögen oder Kontinentalrändern kollidieren und durch Subduktion darunter abtauchen. Die Beben treten dort als Flachbeben, als mitteltiefe Beben mit Herdtiefen von 70-300 Kilometern und als Tiefbeben auf, deren Herde 300-700 km unter der Oberfläche liegen. Die Tiefenlage des Erdbebenherdes richtet sich danach, an welcher Stelle einer schräg nach unten abtauchenden Platte das Erdbeben ausgelöst wird. In diesen Zonen ereignen sich die stärksten Erdbeben. Betroffen sind beispielsweise Mexiko, Peru oder Chile. Als letzter Typ von Erdbebengebieten sind die Bereiche der Erdoberfläche zu nennen, die durch die Kollision von zwei kontinentalen Platten gekennzeichnet sind. Ein auffallend großes Gebiet verläuft von Myanmar (vormals Birma) bis zum Mittelmeer. Dazu gehören gewaltige, über 8000 m hohe Gebirgszüge wie der Himalaya mit dem höchsten Berg der Erde, dem Mount Everst, und das angrenzende Karakorum mit dem K2 als zweithöchstem Berg der Erde. Hier sind ungeheure Kompressionskräfte infolge von Faltungen und Überschiebungen am Werk. Dabei treten vornehmlich Flachbeben auf.

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7 Kommentare

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Ein sehr guter Artikel


viel zu kompliziert!!!!


Ich finde auch, ein super Artikel! Hat mir sehr weitergeholfen!!


Welche 20 tiefseegräben umgeben den pazifischen ozean?Biite helfen!!


Liebe Sarah,Du kannst Dich mit Deiner Frage an den Antwortservice der Deutschen Internetbibliothek wenden: http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/services/kontakt/dib_formular.... Glück,die wissen.de-Redaktion


wirklich guter bericht hat mir echt geholfen


was sind die erdbebengebiete ich kenne nur denn atlantischen rücken


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