Busek, Erhard: Eine Reise ins Innere Europas
Wieser Verlag, Klagenfurt 2001, 303 Seiten, 25,80 EUR

© Artville/PhotoDisc, Inc.
Der österreichische Politiker Busek ist seit Anfang 2002 Koordinator des Stabilitätspakts für Südosteuropa. Seine Gedanken darüber, was Europa ist und wie es sein könnte, hat er vor seinem Amtsantritt niedergeschrieben. Busek streicht dabei die Werte, die Europa seiner Ansicht nach auszeichnen, deutlich heraus.
Dézsy, Hanne: Gentleman Europas. Erinnerungen an Richard Coudenhove-Kalergi
Czernin Verlag, Wien 2001, 128 Seiten, 13 EUR
Einem breiten Publikum ist er nicht mehr bekannt, dabei war er ein bedeutender Weichensteller der europäischen Integration: Richard N. Coudenhove-Kalergi (1894-1972), Gründer der Paneuropa-Bewegung und erster Karlspreis-Träger. Seine einstige Privatsekretärin zeichnet ein sehr persönliches, einfühlsames Porträt des “Vaters Europas” ― und holt ihn aus der Vergessenheit zurück.
Duroselle, Jean-Baptiste: Europa. Eine Geschichte seiner Völker
Chronik Verlag, Gütersloh/München 2000, 431 Seiten, 20 EUR
In 20 Kapiteln zeichnet der Band ein differenziertes Bild der Entwicklung Europas ― von den Kulturen der Frühzeit bis in die Gegenwart.
Kopeinig, Margaretha; Kotanko, Christoph: Eine europäische Affäre. Der Weisen-Bericht und die Sanktionen gegen Österreich
Czernin Verlag, Wien 2000, 112 Seiten, 12,95 EUR
Als sich Anfang 2000 in Österreich die rechtsgerichtete FPÖ an der Regierung beteiligte, war die Empörung bei den 14 anderen EU-Staaten groß ― sie verhängten bi-nationale Sanktionen. Die beiden Journalisten Kopeinig und Kotanko schildern knapp die Affäre und dokumentieren den Bericht der von den 14 EU-Staaten berufenen “Drei Weisen”, der zur Aufhebung der Sanktionen führte.
Le Goff, Jacques: Die Geschichte Europas
Beltz Verlag (Gulliver Sachbuch), Weinheim 2000, 104 Seiten, 8,40 EUR
Le Goff, französischer Historiker (Schwerpunkt: Mittelalter), spürt die Wegmarken europäischer Geschichte auf. An manchen Stellen verliert er sich in Daten und Fakten, wo der große Bogen zu spannen wäre. So ist das Buch, das sich eigentlich vor allem an Jugendliche wendet, gut für Erwachsene geeignet, die ihr Schulwissen über Europa auffrischen wollen.
Siedentop, Larry: Demokratie in Europa
Verlag Klett-Cotta, Stuttgart 2002, 360 Seiten, 25 EUR
Der Autor, Universitätsdozent für “Politische Ideengeschichte” in Oxford, liefert für die aktuelle Debatte über die Zukunft der Europäischen Union wichtigen Stoff. Siedentop hält eine EU-Verfassung, die intensiv diskutiert wird und die historische Vielfalt betont, für notwendig.
Verschiedene Autoren: Das europäische Geschichtsbuch. Von den Anfängen bis heute
Verlag Klett-Cotta, Stuttgart 2001 (4. Auflage), 416 Seiten, 21,50 EUR
“Im Geist der Toleranz” haben 14 Historiker aus 13 Staaten Europas gemeinsam das erste europäische Geschichtsbuch erarbeitet. Nationale Klischees sind hier überwunden. Mit zahlreichen Karten, Namen- und Ortsregister.
Weidenfeld, Werner (Hrsg.): Europa-Handbuch
Verlag Bertelsmann-Stiftung, Gütersloh 2002 (2. Auflage), 935 Seiten, 35 EUR
In über 70 Beiträgen gibt die internationale Autoren-Riege (u.a. Jacques Delors) einen erschöpfenden Einblick in Entwicklung, Stand und Perspektiven der europäischen Integration. Das Europa-Handbuch ist als Lesebuch wie Nachschlagewerk gleichermaßen geeignet.
Weidenfeld, Werner (Hrsg.): Nizza in der Analyse. Strategien für Europa
Verlag Bertelsmann Stiftung, Gütersloh 2001, 352 Seiten (inklusive CD-ROM), 15 EUR
Der 2000 ausgehandelte Vertrag von Nizza soll die EU in die Lage versetzen, neue Mitglieder aufzunehmen. Die Ergebnisse waren jedoch lediglich ein mühsam errungener Minimalkonsens. Die Autoren arbeiten die zahlreichen Schwächen des Nizza-Vertrags heraus und zeigen, wo weiterhin Reformbedarf besteht. Auf der beigefügten CD-ROM sind die wichtigsten Dokumente zur Regierungskonferenz von Nizza zu finden.
Weidenfeld, Werner; Wessels, Wolfgang (Hrsg.): Europa von A-Z. Taschenbuch der Europäischen Integration
Europa Union Verlag, Bonn 2002 (8. Auflage), 464 Seiten, 19 EUR
Dieses Buch ist längst ein Klassiker, es liegt inzwischen in der achten Auflage vor. In gut verständlichen und kurzen Aufsätzen beschreiben die Autoren die Politikfelder der EU sowie die Aufgaben und Arbeitsweise ihrer Institutionen. Einsteiger erhalten schnell einen kompetenten Überblick, für Eingeweihte ist es ein unentbehrliches Nachschlagewerk zur EU.
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