
Ein muslimischer Junge trägt eine traditionelle Tracht am Tag seiner Beschneidung in Istanbul, Türkei.
Obwohl die Beschneidung der männlichen Nachkommen keine religiöse Pflicht ist, sie doch für die meisten muslimischen Gläubigen ein unverzichtbares Ritual.
Für die Beschneidung ist kein bestimmtes Datum festgelegt, meist findet sie in dem Zeitraum zwischen dem 7. Lebenstag und dem 15. Lebensjahr statt. Am weitesten verbreitet ist es, die Beschneidung im Alter von etwa sieben bis neun Jahren vornehmen zu lassen. Der Junge sollte möglichst schon vorher Religionsunterricht gehabt haben, um den Koran im arabischen Original lesen zu können.
Fast immer ist die Beschneidung ein großes Familienfest, das so aufwendig wie eine Hochzeit gefeiert wird. Aufgrund der hohen Kosten ist es üblich, das Beschneidungsfest für mehrere Jungen der Verwandtschaft gemeinsam auszurichten. Außerdem ist es Brauch, dass wohlhabende Familien die Beschneidungsfeierlichkeiten für Jungen aus ärmeren Verhältnissen übernehmen.
Bereits mehrere Tage vor dem Ereignis tragen die Jungen ein Festkleid und erhalten Geschenke. Der erste Tag des zweitägigen Festes heißt Henna-Abend: Dabei werden dem Jungen drei Finger mit Henna rot gefärbt. An diesem Abend feiert der Junge noch in Gesellschaft der Frauen.
Am nächsten Tag beginnt das Fest der Männer. Koranlesungen finden statt, und nach Gebeten und dem Besuch der Moschee führen die erwachsenen Männer den Jungen in einer Prozession durch die Stadt. Anschließend wird der Knabe beschnitten. Ausgeführt wird die kleine Operation entweder von einem Arzt oder einem speziell ausgebildeten Beschneider. Der "Kirve" (Pate), der auch meist das Hemd zu diesem Anlass geschenkt hat, hält den Jungen dabei auf seinem Schoß. Nach dem Eingriff ruhen sich die Jungen auf einem reich geschmückten Bett aus, auf dem sie weitere Geschenke entgegennehmen.
Heute gehen Eltern mehr und mehr dazu über, den Jungen bereits kurz nach der Geburt im Krankenhaus oder in einer Arztpraxis beschneiden zu lassen. Das Fest wird dann später nachgeholt.
Die Beschneidung ist ein sogenannter Übergangsritus vom Jungen zum Mann, durch den der Junge außerdem symbolisch in die Gemeinschaft der Muslime (Umma, türkisch Ümmet) aufgenommen wird.
Die Beschneidung wird im Koran selbst nicht erwähnt. Erst spätere Überlieferungen von Aussagen Mohammeds, die sogenannten Hadithensammlungen, beinhalten u.a. folgenden Hinweis: „Es gibt fünf Dinge, die zur natürlichen (Hygiene) gehören: die Entfernung des Schamhaares, die Beschneidung, das Kürzen des Schnurrbartes, die Entfernung des Achselhaars und das Schneiden der Fingernägel." Weiterhin ist überliefert, dass Abraham und Mohammed selbst beschnitten waren und daher als Vorbilder eine große Rolle spielen.
Die beschönigend „Beschneidung“ genannte Praxis der Genitalverstümmelung bei Mädchen geht nicht auf den Koran zurück und ist auch keine religiöse Pflicht des Islam.
Anders als im Judentum ist die Beschneidung im Islam kein Sinnbild für einen Bund mit Gott. Beim Übertritt zum Islam ist es auch keine religiöse Pflicht, sich beschneiden zu lassen. Gläubiger Muslim wird man allein durch Ablegen des Glaubenszeugnisses (Schahada).
Was in dem ganzen Palaver ueber die Beschneidung fehlt
[Hie das Archiv für die ganze Debatte, auch jetzt in der USA,
http://analytic-comments.blogspot.com/2012/08/the-circumcision-debate-li... ]
ist die archeologische Dimension. Woher stammt der Brauch der dem der Weiblichen
Beschneidung/ Verstuemmelung gleicht in dem er die selben Nerven durchschneidet? Weder der Ritus noch der Brauch sind nur in Abrahmistischen Religionen vorzufinden, nur eben das identitaetsstiftenden, aus Trotz einer alter Macht gegenuber.
http://www.facebook.com/mike.roloff1?ref=name
Wenn die Beschneidung von 8 Tage alten Knaben identitätsstiftend für Juden und Muslime ist - ja sehr viele Muslime beschneiden ja auch noch die jungen Maedchen, ihr "schwarzer Tag!"
Warum wird jemand wie Professor Michael Wolffsohn nicht ueber andere Juedischen Ansichten befragt?,
http://analytic-comments.blogspot.com/2012/10/michael-wolffsohns-foreski...
http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article108847257/Die-Vorhaut-d...
http://www.tagesspiegel.de/meinung/andere-meinung/gastkommentar-zur-besc...
Die Skepsis der Pädiater
Unausgegoren, katastrophal - die Kritik der Pädiater am Gesetzentwurf zur Beschneidung ist eindeutig. Sie sehen die UN-Kinderrechtskonvention verletzt - und das Gesetz quasi schon zur Verhandlung in Karlsruhe. Aber die Kinderärzte haben einen Kompromissvorschlag.Von Raimund Schmid,,,
http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/gp_specials/beschneidun...
Die Tabuisierung jeglichen Vergleichs von männlicher mit weiblicher Genitalverstümmelung ist der große Skandal der Debatte. In beiden Fällen wird der empfindsamste und erogenste Teil des menschlichen Körpers amputiert oder schwer beschädigt. In beiden Fällen geht es in erster Linie um die Beschneidung menschlicher Sexualität.
http://evidentist.wordpress.com/2012/09/11/beschneidung-ignoranz-und-sex...
Und hie das Archiv für die ganze Debatte, auch jetzt in der USA,
http://analytic-comments.blogspot.com/2012/08/the-circumcision-debate-li...
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Laut islamischen Rechtsgelehrten (MUI in Indonesien) reicht es, die KlitorisVORHAUT zu beschneiden. Also ein Eingriff, der weit weniger erogene zone entfernt als die Zirkumzision.
Es ist Zeit, dass medizinische Tatschen warhgenommen werden: Knabenbeschneidung ist genauso Genitalverstümmelung wie Mädchen"beschneidung"!
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