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Fest- und Feiertage

Heilige Drei Könige

Krippenfiguren
Krippenfiguren

Hinter der volkstümlichen Bezeichnung "Heilige Drei Könige" oder "Dreikönigstag" verbirgt sich Epiphanias – das Fest der ersten Erscheinung. Es schließt die "zwölf heiligen Nächte" ab und wird am 6. Januar gefeiert.

 

Feierlichkeiten

Am Dreikönigstag ist es seit dem 16. Jahrhundert Tradition in der katholischen Kirche, dass sich Kinder als die drei Könige verkleiden und von Haus zu Haus ziehen. Als Gegenleistung dafür, dass die "Sternsinger" Gedichte aufsagen oder Lieder singen, erhalten sie kleine Geldbeträge, Obst oder Gebäck. Heute ist es außerdem üblich, Spenden für einen guten Zweck zu sammeln.

Zum Abschluss der Darbietung werden die Anfangsbuchstaben der drei Namen Caspar, Melchior und Balthasar - C + M + B mit Kreide an die Haustür geschrieben, zusammen mit der aktuellen Jahreszahl. Vielleicht steht die Buchstabenfolge auch für "Christus Mansionem Benedictat" - "Christus segne dieses Haus"; beide Deutungen sind möglich.

Die Nacht vor dem Dreikönigstag ist traditionell eine gute Nacht für Lose oder Orakel. Oft ist dies auch das Datum, bis zu dem die Weihnachtsbäume in der Wohnung stehen bleiben dürfen. Dann allerdings werden sie geplündert, da das neue Jahr sonst Unglück bringt, und aus dem Haus gebracht und entsorgt. In einigen Gegenden ist es üblich, dass die Anwohner die Bäume zusammensammeln, aufschichten und am Abend verbrennen.

 

Ursprung und Geschichte des Dreikönigsfestes

Das Epiphaniasfest ist eines der ältesten nichtjüdischen Feste und wurde als erstes Fest der Kirche kalendarisch festgelegt. In der Liturgie der Ostkirche geschah dies um das Jahr 300. Das Fest thematisiert verschiedene Ereignisse aus dem Leben Jesu: Die Geburt und Taufe, das Weinwunder zu Kanaa und die Verklärung Jesu. Die Schwerpunkte wurden regional festgelegt. Mit der Zeit wurde der Bezug zum Christusfest enger un das Fest konzentrierte sich immer mehr auf die drei Weisen aus dem Morgenland - Caspar, Melchior und Balthasar.

Bis heute gilt der 6. Januar in der armenischen Kirche als Geburtsfest Christi. Die katholische Kirche verlegte das Geburtsfest Jesu schon im 4. Jahrhundert vom 6. Januar auf den 24. Dezember. Die protestantische Kirche, vor allem die Lutheraner, übernahmen aus dem römischen Festkalender das Epiphaniasfest.

Obwohl immer vom "Dreikönigstag" gesprochen wird, handelt es sich bei Caspar, Melchior und Balthasar nach einem Text der Bibel (Weihnachtsgeschichte) nicht um Könige. Vielmehr sind die drei Männer Magier, Weise oder Sterndeuter aus dem Orient. Sie gelangen nach Bethlehem zum Jesuskind, als sie einem besonderen Stern folgen. Als sie in ihm den neugeborenen König der Juden erkennen, überreichen sie ihm kostbare Geschenke.

Aus den drei Sterndeutern machte erst der Volksglauben Könige. Auch die Namen Caspar, Melchior und Balthasar erhielten sie erst im nachträglich, im 6. Jahrhundert. Als Myrrhe schenkender Afrikaner wird meist Caspar abgebildet. Melchior ist Europäer. Er überreicht Gold. Balthasar, der asiatische König, schenkt Weihrach. Bis heute gelten die Heiligen Drei Könige als Schutzpatron der Reisenden und Gastwirte. Die drei Männer wurden aber auch als Vertreter der drei Lebensalter und der drei damals bekannten großen Erdteile gesehen.

Die Gebeine der Heiligen Drei Könige ließ wohl die römische Kaiserin Helena (257–336) nach Konstantinopel bringen. Danach kamen sie nach Mailand. Die Reliquien wurden 1164 nach Köln überführt. Dort werden sie in einem Goldschrein im Dom aufbewahrt.


 

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