Vorbereitung
Am Tag vor der Aufnahme sollten Sie genau überlegen, wie die Situation sein wird und welche Probleme möglicherweise auftreten können. Wenn Sie beispielsweise im Freien filmen, sollten Sie sich den Wetterbericht ansehen, Gibt es Sicherheitsvorkehrungen, die Sie ergreifen müssen? Eine frühzeitige und genaue Planung erleichtert Ihnen am Tag der Aufnahme die Arbeit.
Anfang, Mittelteil, Ende
Einen Film zu planen ist im Grund wie das Schreiben eines Romans. Auch ein Film hat einen Anfang, einen Mittelteil und ein Ende. Wenn Sie sich zuerst ein Ende ausdenken, wird es leichter, die Geschichte auf diesen Punkt hin zu konstruieren.
Ausrüstung
Bevor man mit der Aufnahme beginnt, kann man sich eine Checkliste für die Ausrüstung erstellen. Dadurch kann man genau überlegen, welche Geräte man mitnehmen möchte. Andererseits kann sich sicher sein, dass man nichts vergißt.
Was brauchen Sie also? Zunächst natürlich die Kamera, außerdem aufgeladene Akkus und jede Menge Videobänder - planen Sie hier ruhig großzügig. Außerdem sollten Sie daran denken, ein Stativ, ein zusätzliches Mikrofon und Lichtquelle mitzunehmen.
Szenenübersicht
Wenn Sie sich eine Übersicht über die Szenen erstellen, die Sie aufnehmen möchten, oder sogar ein kleines Storyboard schreiben, behalten Sie immer das Gesamtbild im Auge. Versuchen Sie sich Ihren Film vorzustellen. Denken Sie dabei an Perspektiven, Bildgröße und Bewegung. Nehmen Sie mehr Material auf, als Sie benötigen. Dadurch sind Sie später beim Schneiden sehr flexibel.
Vorbereitung der Schauspieler
So können Sie Ihre Schauspieler auf die Aufnahmen vorbereiten:
Bedenken Sie, dass sie möglicherweise zum ersten Mal vor der Kamera stehen und deshalb nervös sind. Informieren Sie sich über die Fragen, die Sie ihnen stellen werden, damit sie sich darauf vorbereiten können. Erinnern Sie sich auch daran, dass sie nicht in die Kamera schauen sollen, bevor Sie "Schnitt" gerufen haben.
Sound
Manchmal lassen sich Geräusche am besten wahrnehmen, wenn man die Augen schließt. Denken Sie über die Geräusche um Sie herum nach. Könnten sie sich negativ auf Ihre Aufnahme auswirken? Wenn das der Fall ist, sollten Sie eine Verlegung des Drehorts in Betracht ziehen. Es kann sich außerdem als hilfreich erweisen, etwa eine Minute lang die Umgebungsgeräusche aufzunehmen. Beim Schneiden können Sie diesen Geräuschpegel dann unter alle Ihre Aufnahmen legen.
Kameraführung
Eine gute Kameraführung lässt sich schon durch das Befolgen weniger einfacher Regeln erreichen. Eine bei Fotografen sehr geliebte Technik ist die so genannte Drittelregel. Stellen Sie sich vor, Sie teilen Ihr Motiv horizontal und vertikal jeweils in Drittel ein. Nun richten Sie die Kamera so aus, dass sich der wichtigste Gegenstand im Bild an einem der Schnittpunkte der senkrechten und waagerechten Linien befindet.
Hier ein gutes Beispiel: Wenn Sie das Gesicht einer Person aufnehmen, versuchen Sie, seine Augen auf der oberen waagerechten Linie zu halten. Wenn Sie jemanden filmen, der nicht in der Mitte des Bildes positioniert ist, achten Sie darauf, dass sich genug Platz zwischen ihm und dem Rand des Bildes befindet.
Licht
Mit einem zusätzlichen Scheinwerfer an Ihrer Kamera können Sie auf einfach Weise mehr Licht in die Szene bringen, jemanden ins Scheinwerferlicht setzen oder ein Gesicht zum Strahlen bringen.
Mikrofon
Obwohl die Mikrofone an den Kameras heute meistens sehr gut sind, möchten Sie beim Filmen eines Interviews Umgebungsgeräusche möglicherweise ausblenden. In diesem Fall sollten Sie ein Bluetooth® Mikrofon verwenden. Auf diese Weise können Sie auch ihne störende Kabel Abstand zur gefilmten Person halten.
Stativ
Wenn die Aufnahmen professionell erscheinen und nicht verwackelt sein sollen, brauchen Sie auf jeden Fall ein Stativ. Es unterstützt Sie auch beim Schwenken und Neigen der Kamera sowie anderen schwierigen Aufnahmewinkeln.
Schwenken und Neigen
Bevor Sie die Kamera schwenken oder neigen, sollten Sie einige Sekunden ohne Kamerabewegung filmen. Dadurch können Sie später beim Schneiden besser in den Schwenk überblenden oder hineinschneiden. Beginnen Sie danach ganz langsam mit der Bewegung, und erhöhen Sie dann die Geschwindigkeit bis zur Mitte der Aufnahme, bevor Sie gegen Ende wieder langsamer werden und sanft zum Stillstand kommen. Vergessen Sie nicht, auch nach dem Schwenk wieder einige Sekunden mit unbeweger Kamera zu filmen, um sich das anschließende Schneiden zu erleichtern.
Weitwinkel
Mit einem Weitwinkelvorsatz, der auf das Objektiv aufgesetzt wird, erhalten Sie einen breiteren Bildwinkel. Er eignet sich für Landschaftsaufnahmen oder wenn Sie Entfernung zwischen sich und das Motiv bringen möchten.
Reserve-Akku
Hier noch ein praktischer Tipp: Nehmen Sie auf jeden Fall einen Reserve-Akku mit. Sie wollen doch nicht am Ende des Tages die wichtigste Aufnahme verpassen, weil Sie keinen Strom mehr haben?
Zoomen
Sehen wir uns nun die Zoomtechnik an: Versuchen Sie, innerhalb Ihres Films möglichst wenig zu zoomen - sonst könnte sich Ihr Publikum wie in der Achterbahn fühlen. Verwenden Sie doch stattdessen die folgenden drei Kameraperspektiven: Machen Sie eine Nahaufnahme, eine Normale und eine Totale, anstatt zu zoomen.
Wenn Sie dennoch zoomen möchten, sollten Sie die erste Einstellung für ungefähr zwei Sekunden halten, bevor Sie mit dem Zoomen beginnen. Das erleichtert beim Schneiden das Überblenden oder den harten Schnitt. Aus dem gleichen Grund sollten Sie auch nach dem Zoomen darauf achten, das unbewegte Bild noch einige Sekunden zu filmen.
Zoom-Beispiel
Nun schauen wir uns einmal ein Beispiel dazu an: Versuchen Sie, den Zoom so langsam wie möglich zu beginnen und dann zur Mitte der Aufnahme hin allmählich schneller zu werden. Schließlich werden Sie zum Ende hin wieder langsamer, bis Sie wieder sanft zum Stillstand kommen.
Um einen speziellen Effekt zu erreichen, können Sie selbstverständlich auch von Anfang bis Ende mit hoher Geschwindigkeit zoomen. Es kommt eben darauf an, welchen Stil Sie anstreben. Experimentieren Sie also ruhig mit den unterschiedlichen Techniken.









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