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Flach, scharf und Internet

Die "IFA Consumer Electronics Unlimited"  - eine der wichtigsten Verbrauchermessen weltweit - geht vom 4. bis 9. September an den Start. Im Mittelpunkt stehen erneut die Flachbildfernseher, die mit neuen Technologien - wie Net-TV - punkten. Die neuen Navis führen mit fotorealistischem Routing zum Ziel. 

Deutsche heiß auf HD

Sie findet vom 4. bis 9. September 2009 in Berlin statt: die "IFA Consumer Electronics Unlimited"
Flachbildfernseher sind in. Und wie! Nach einer aktuellen Erhebung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), den der Branchenverband jüngst in Berlin präsentierte, geben die deutschen Verbraucher für Flachbild-Fernseher in diesem Jahr 5,6 Milliarden Euro aus. Ein Plus von 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2010 soll der Umsatz auf diesem hohen Niveau stabil bleiben. Dabei verschieben sich die Marktanteile weiter in Richtung LCD-Geräte. 2009 werden über 7 Millionen Flüssigkristallfernseher verkauft - 20 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. 2010 sollen es sogar 7,5 Millionen Geräte werden. Die Zahl der verkauften Plasmafernseher bleibt in diesem und dem kommenden Jahr hingegen konstant bei gut 0,7 Millionen Geräten. LCD- und Plasmafernseher stehen mittlerweile für 43 Prozent des Umsatzes der gesamten Consumer Electronics. Rund 98 Prozent des Umsatzes mit Flachbildfernsehern werden inzwischen mit HD-ready-Geräten gemacht. HD steht für "High Defintion" und bezeichnet ein besonders hochauflösendes und scharfes Fernsehbild. 

Mittlerweile übertragen die ersten Sender in HD. Die öffentlich-rechtlichen sowie große Privatsender werden in wenigen Monaten nachziehen. Das wird den Trend zu Geräten mit großen Bildschirmdiagonalen und HD-Ausstattung verstärken. Davon wiederum profitieren die Hersteller von Zusatzgeräten. So steigt der Umsatz mit digitalen Set-Top-Boxen in diesem Jahr um 10 Prozent auf fast 450 Millionen Euro, für das nächste Jahr werden rund 510 Millionen erwartet. Die Erlöse mit Blu-ray-Playern haben sich bereits mehr als verdoppelt, auf 100 Millionen Euro.

Die Verbreitung von Geräten rund um HD steigt stark an. Dies zeigen die Ergebnisse der aktuellen Studie "Die Zukunft der digitalen Consumer Electronics".

TV-Trends: Flach, scharf und mit Internet

Auf der IFA präsentieren zahlreiche Hersteller neue Flachbildfernseher. Der Trend geht zu immer flacheren Modellen. Die großen sind mit 200 Hertz-Technologie ausgestattet. Panasonic wirbt bei seinem Spitzenmodell sogar mit 600 Hertz. Ob die deutlich höhere Frequenz tatsächlich auch zu einem vielfach besseren Bild führt, wird sich auf der Messe zeigen.

Ein weiteres IFA-Thema sind Fernseher mit Internetzugang, d. h. hybride TV-Geräte, die neben einer herkömmlichen Rundfunk-Empfangseinheit (z. B. DVB-T) zusätzlich mit einer integrierten Internet-Schnittstelle ausgestattet sind. Samsung, Sony oder LG haben Teile ihrer Modellreihen mit Yahoos "TV-Widgets" ausgestattet, die sich über das laufende TV-Bild legen lassen. Philips nennt diese Funktion Net-TV. Hoch im Kurs sind auf der diesjährigen IFA auch Blu-ray-Spieler. Das Format hat sich endgültig als Nachfolger von DVD etabliert. 

 

Fotorealistische Navigation

Die neuesten mobilen Navigationsgeräte zeigen die Hersteller in den Hallen 8 und 9. Neben dem Trend zu immer flacheren und breiteren Gehäusen sowie einer besseren Sprachsteuerung, zeigen zahlreiche der neuen Navis - u. a. von Falk, Navigon, ganze Straßenzüge realistisch an. Darüber hinaus Kilometerkosten, Kraftstoff- und CO2-Verbrauch: Nur Routing war gestern.

Dank angepasster Software mausert sich auch das Handy zum digitalen Wegweiser.

 

Öffnungszeiten und Preise

Für Fachbesucher und allgemeines Publikum ist die IFA vom 4. bis 9. September geöffnet. Täglich zwischen 10 und 18 Uhr. Die Tageskarte kostet an der Tageskasse 14 Euro (ermäßigt 10 Euro, Studenten, Auszubildende und Schüler zahlen nur 5,50 Euro). Das Familienticket (maximal 2 Erwachsene und 3 Kinder) ist für 29 Euro zu haben. Ab 14 Uhr gilt der "Happy-Hour"-Preis von 8 Euro.

Weitere Informationen über die IFA gibt es auf der offiziellen Messe-Internetseite www.ifa-berlin.de 

 

 

von Michael Fischer, wissen.de
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