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Fußball? Bei Olympia? Was ist da los?

Infografik auf Datenbasis von statista.de.
Olympia in Zahlen

Deutsche Fußballer waren in diesem Jahr bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro vertreten und haben Silber gewonnen. Bereits zur WM 2014 waren die Spieler in diesem bunten Land. Zu erwarten war dies sicherlich nicht, denn das gab es seit fast 30 Jahren nicht mehr. Warum eigentlich? Und wer spielt überhaupt für die Nationalmannschaft? Die wichtigsten Antworten gibt es in diesem Beitrag.

Smartphonekamera im Stadion
Besonders die Fans der jungen Spieler kommen bei Olympia 2016 auf ihre Kosten. Hier darf nur der Fußball-Nachwuchs antreten.
Fußball bei Olympia. Wissenswertes zur deutschen Mannschaft

Vom 4. bis zum 20. August fand das Olympia-Fußball-Turnier 2016 statt. 32 Spiele sind geplant. Mit Blick auf die deutsche Mannschaft ist die Teilnahme durchaus eine kleine Sensation. Rückblickend heißt es in der Presse: „Deutschland hat sich übrigens zuletzt 1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul mit einem Männerteam qualifiziert. Damals schied das DFB-Team im Halbfinale gegen Brasilien aus und holte im Spiel um Platz 3 gegen Italien die Bronzemedaille. Die Seleção verlor ihrerseits das Finale gegen die Sowjetunion.“ Chancen rechnete sich das deutsche Team allemal aus, auch wenn ganz andere Regeln gelten als bei einer Welt- und Europameisterschaft. Und diese Regeln betreffen in erster Linie die Teamkonstellation. Diese Kicker dürfen in Brasilien auf dem Platz stehen:

  • Zwei Profis pro Club dürfen für das Olympia-Turnier nominiert werden.
  • Es dürfen keine EM- und keine Transfer-Spieler bei Olympia mitspielen.
  • Bei Fußball-Olympia in Brasilien sind nur U-23-Mannschaften zugelassen. Nur bei drei Spielern darf diese Altersgrenze überschritten werden.

Deutschland hat diese Anforderungen so gemeistert: Das U-21-Team spielte in Begleitung dreier älterer Spieler. Sie hatten sich bei der U-21-EM für die Teilnahme qualifiziert – und das zum ersten Mal seit 1988. Mit Sven Bender (Borussia Dortmund) und Lars Bender (Bayer 04 Leverkusen) besetzen die Fußball-Zwillinge zwei der Ü-21-Plätze. Ebenfalls zum Kader gehören Max Meyer (FC Schalke 04), Jeremy Toljan (1899 Hoffenheim), Davie Selke (RB Leipzig), Niklas Süle (1899 Hoffenheim), Robert Bauer (FC Ingolstadt), Leonardo Bittencourt (1. FC Köln), Max Christiansen (FC Ingolstadt), Matthias Ginter (Borussia Dortmund), Serge Gnabry (FC Arsenal), Leon Goretzka (FC Schalke 04), Christian Günter (SC Freiburg), Timo Horn (1. FC Köln), Jannik Huth (1. FSV Mainz 05), Sebastian Kerk (SC Freiburg), Lukas Klostermann (RB Leipzig), Philipp Max (FC Augsburg), Eric Oelschlägel (Werder Bremen), Nils Petersen (SC Freiburg), Grischa Prömel (Karslruher SC) und Julian Brandt (Bayer 04 Leverkusen).

Fußball bei Olympia. Wissenswertes zum Wettbewerb

Ausgetragen werden insgesamt 32 Spiele. Auf dem Platz standen dabei 16 Teams. Das Ergebnis der Gruppenauslosung sieht so aus:

Gruppe A

Brasilien, Südafrika, Irak, Dänemark

Gruppe B

Schweden, Kolumbien, Nigeria, Japan

Gruppe C

Mexiko, Südkorea, Fidschi, Deutschland

Gruppe D

Honduras, Algerien, Portugal, Argentinien

Die Gruppenspiele fanden am 4., 7. und 10. August statt. Weitere wichtige Spieltermine des Wettbewerbs sind:

  • das Viertelfinale am 13. August
  • das Halbfinale am 17. August
  • das Finale am 20. August

Gespielt wird in Belo Horizonte, in Brasilia, in Manaus, in zwei Stadien in Rio, in Salvador da Bahia und in Sao Paulo. Damit werden die Stadien erneut genutzt, die zur Fußball-WM 2014 errichtet wurden. Nur das Olympiastadion in Rio stand bereits vor dem Fußball-Spektakel in Brasilien.

Leeres Stadion mit ruhendem Fußball
Die Infrastruktur mit Blick auf die benötigten Austragungsorte ist seit der Fußball-WM im Jahr 2014 gegeben.
Fußball bei Olympia. Wer sind die Favoriten?

Glaubt man den Informationen bei Sportwetten so galt das Team aus Brasilien als klarer Favorit. Als ungekürter Star auf dem Platz wird hier Neymar gefeiert. Aber auch Argentinien und Mexiko wurden hoch gehandelt. Ein Blick in die Historie zeigt: Süd- und Mittelamerika waren bereits in den letzten Jahren Stammgast auf dem Siegertreppchen.

Für die deutsche Mannschaft ging es hingegen darum, nach Jahrzehnten der olympischen Abwesenheit, sich hier einmal mehr als Fußballmannschaft zu präsentieren. Die letzten Fußball-Olympia-Medaillen erhielten die deutschen Männer in den Jahren 1964 und 1988. Das heißt, dass der deutsche Olympia-Kader seit 28 Jahren weder eine Qualifikation noch eine Teilnahme vorweisen kann. Grund genug für Trainer Horst Hrubesch sich bis auf das Siegertreppchen vorkämpfen zu wollen. Auch wenn es nicht ganz für eine Goldmedaille gereicht hat, sind Trainer und Mannschaft doch sehr zufrieden mit dem zweiten Platz.

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