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Fußball-WM

WM-Ball "Brazuca" unter der Lupe: Wie wird er fliegen?

Der klassisch schwarz-weiße Lederball ist bei Fußball-Weltmeisterschaften längst passé: Seit der WM 1986 in Mexiko bestehen die Bälle aus komplett Kunststoff. Der Grund für diese Abkehr von der Tradition: Leder nimmt Wasser auf, der Ball wird dadurch schwerer und verändert seine Flugeigenschaften. Plastik dagegen weist Wasser ab und ist zudem strapazierfähiger. "Azteca", der WM-Ball von 1986 bewies dies eindrucksvoll: Er flog und sprang perfekt selbst bei Regen, auf harten Böden und in den Höhenlagen des mexikanischen Hochlands.

Brazuca, der WM-Ball 2014
Brazuca, der WM-Ball 2014

Bunt und mit vielen Grübchen – der WM-Ball 2014

Hightech-Material und Flatterbälle

Seither werden die WM-Bälle ständig verbessert. Heerscharen von Forschern des Herstellers Adidas, der seit 1970 die offiziellen FIFA-Bälle produziert, tüfteln daran, sie noch strapazierfähiger zu machen und ihre Flugeigenschaften weiter zu verbessern. Hightech-Materialien sorgen dafür, dass der Ball beispielsweise besonders elastisch auf den Tritt reagiert und so besonders weit fliegt. Winzige Rillen oder Gruben in der Oberfläche sollen zudem seine Aerodynamik beeinflussen und ihn in der Luft stabilisieren.

Das allerdings klappt nicht immer so gut. So wurde der Ball der Europameisterschaft von 2008 beispielsweise wegen seiner unberechenbaren Flugbahn kritisiert – vor allem von Torhütern. Auch bei dem  WM-Ball von 2010, "Jabulani", bemängelten einige Spieler und Torhüter seine instabilen Flugeigenschaften kritisiert. Um den WM-Ball von 2014 in dieser Hinsicht zu verbessern, wurde er zweieinhalb Jahre lang intensiv getestet: Er wurde in einer Art Waschmaschine umhergeschleudert, von Robotern getreten, unzählige Male im Windkanal überprüft und auch von mehr als 600 Profispielern und 30 Mannschaften in zehn Ländern probegespielt.

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