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Gefahren im Urlaub

Urlaubszeit die vermeintlich schönste Zeit des Jahres. Im Hochgefühl des lang ersehnten Jahresurlaubs kommt es schon einmal vor, dass Urlauber nicht so viel Wert auf Sicherheit legen, wie es nötig wäre. Gestohlene Reisekassen, aufgebrochene Autos oder der Einbruch im verlassenen Zuhause können die Urlaubslaune schnell vermiesen. Und die Gefahren lauern nicht erst im Ausland auch in Deutschland arbeiten professionelle Kriminelle mit immer raffinierteren Tricks, um zum Ziel zu kommen. Polizei, das Auswärtige Amt (AA) und Versicherungen warnen Urlauber davor, bei guter Laune und Spaß die Vorsicht zu kurz kommen zu lassen. Welche Gefahren drohen bei der Urlaubsreise und welche Vorsichtsmaßnahmen kann jeder Reisende selber treffen?

Kein Leichtsinn während der Reisestopps

Ganz allgemein gilt: Vorsicht an Raststätten und Tankstellen beim Zwischenstopp! Wer sein Auto verlässt und unbeaufsichtigt zurücklässt, sollte den Wagen grundsätzlich abschließen und das Lenkradschloss einrasten lassen. Nach der Rückkehr könnte sonst eine böse Überraschung drohen: Entweder haben Langfinger etwas aus dem Auto stibitzt oder gleich den ganzen Wagen geklaut.

Handys, Portemonnaies und andere Wertgegenstände haben auf der Armaturenablage oder den Sitzen nichts zu suchen. Am besten ist, sie werden mitgenommen oder zumindest nicht sichtbar verstaut. Reisetasche, Koffer oder Rucksack bieten sich als vorübergehendes Staufach an. Handschuhfächer sollte der Reisende dagegen meiden, denn sie sind kein “Ersatzsafe.

Wo Europa-Reisende auf der Hut sein sollten

Ob deutsche Ferienorte, die Costa Brava, Italien, Spanien oder Nordafrika: Überall haben Ganoven in der Urlaubszeit Hochsaison. Die Tricks und Kniffe der spezialisierten Urlaubsgangster sind so zahlreich wie die Urlaubsländer selber.

In Spanien machten in den letzten Jahren so genannte Reifenstecher-Banditen von sich reden: Bei Autobahnstopps stechen sie Löcher in die Reifen, verfolgen die Urlauber, machen sie anschließend auf die Panne aufmerksam und halten “freundlicherweise an. Während die Banditen “hilfsbereit beim Reifenwechsel zur Seite stehen, räumt ein Komplize unbemerkt das Urlauber-Fahrzeug aus.

An französischen Straßen im Süden des Landes berichteten laut Bundeskriminalamt Urlauber von brutalen Räubern, die Reisende sogar mit einem Auto von der Straße abdrängten und vor Gewalt nicht zurückschreckten. In Italien werden Urlauber zuweilen an Tankstellen betrogen. Trickbetrüger spekulieren gerne mit der Unsicherheit der Urlauber im Ausland. Deshalb: Immer die Augen offen halten!

In Osteuropa kommt es nach wie vor verstärkt zu Autodiebstählen. Besonders deutsche Marken sind stark begehrt. Fahrzeuge sollten daher immer auf seriösen, bewachten Parkplätzen abgestellt werden am besten am Hotel selbst.

Gewarnt wird auch vor Betrügern, die in abgeschiedenen Gegenden am Straßenrand eine Autopanne vortäuschen, um hilfsbereite Reisende zu überfallen. Rasten sie möglichst nur auf belebten Plätzen!

Wenig Bargeld in der Reisekasse

Auch wenn der Euro die Orientierung im Urlaub erleichtert und die Reisekasse mit Bargeld prall gefüllt ist: Sicherer ist es, wenig Bargeld mit sich herumzutragen und zwar nur soviel, wie für den Tag nötig ist.

Polizei, Banken und Verbraucherschützer raten dazu, im Ausland elektronisch zu bezahlen: entweder mit EC-Karte oder Kreditkarte. Sicherer als Bargeld sind auch Traveller-Schecks, die man sich leicht in der heimischen Bankfiliale besorgen kann und die bei Verlust ersetzt werden. Wer sich mit ihnen ausrüstet, sollte allerdings unbedingt darauf achten, die Zahlscheine erst in Anwesenheit des Verkäufers zu unterschreiben.

Darüber hinaus gilt: Wertsachen sollten immer eng am Körper getragen werden, obwohl es vielleicht schicker wirkt, das Portemonnaie in der noblen Handtasche spazieren zu führen. Taschendiebe haben weniger Chancen, wenn das Bare in Brustbeuteln oder Gürteltaschen versteckt ist. Die Geldbörse sollte lieber in die vorderen Hosentaschen wandern. Noch besser ist es, Wertsachen gar nicht erst bei sich zu führen. In Hotels, Herbergen oder auch bei der Verwaltung von Camping-Plätzen gibt es in der Regel immer einen Safe, in dem die Kostbarkeiten samt Ausweis und Reiseunterlagen (Flugticket etc.) deponiert werden können.

Urlaubsplanung mit Hilfe des Auswärtigen Amtes

Der vorbildliche Urlauber beginnt möglichst früh mit der Urlaubsplanung. Eine Check-Liste aufzustellen macht durchaus Sinn. So vergewissert sich der Reisende, ob alle Einreise- und Zollbestimmungen des Urlaubslandes geprüft sind, welche Impfungen im jeweiligen Ausland Pflicht sind, ob im Ausland ein grüner Versicherungsschein für das Kfz nötig ist, ob Personalausweis und Reisepass noch gültig sind bzw. ein Visum erforderlich ist und ob eine Reiseversicherung Sinn macht.

Über die Website des Auswärtigen Amtes (Adresse siehe unten) können sich Reisende ausführlich über ihr Urlaubsland informieren. Das AA prüft potenzielle Reiseziele auf innere Stabilität, die politische, ökonomische und ökologische Lage (droht z.B. demnächst eine Naturkatastrophe?) und auf akute Gefahren für Touristen aus westlichen Staaten. Interessant: Offizielle, kurzfristige Reisewarnungen des AA können zur Folge haben, dass der Reiseveranstalter eine kostenfreie Stornierung der Reise akzeptieren muss.

Sicherheit für die eigenen vier Wände

Urlaubsvorbereitung gilt auch für das eigene Zuhause, um bei der Rückkehr keine böse Überraschung zu erleben. Wissen die Nachbarn, dass die eigene Wohnung für die nächsten beiden Wochen leer steht und haben sie einen Zweitschlüssel bekommen? Sind alle Türen und Fenster gut verschlossen? Bitten Sie Ihre Nachbarn Ihren Briefkasten regelmäßig zu leeren. Ein mit Tageszeitungen und Werbung überquellender Briefkasten ist für potenzielle Einbrecher ein sicheres Zeichen, dass die Wohnung verlassen wurde.

Wertsachen sollten gut weggeschlossen werden vielleicht in einem Banksafe. Vorsorgliche Seelen stellen sogar eine Liste ihrer Wertgegenstände mit Fotografien auf, um sie bei Diebstahl der Versicherung als Beleg präsentieren zu können. Und nicht vergessen: Angehörige oder Freunde sollten die Urlaubsadresse oder vielleicht die Handynummer kennen, um im Notfall Bescheid geben zu können.

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