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DATEN DER WELTGESCHICHTE

3.9.2004, Geiseldrahma in Beslan

Beslan

Bei der gewaltsamen Beendigung der Geiselnahme in der nordossetischen Stadt Beslan werden 335 Menschen getötet. Am 1. September waren 32 tschetschenische Kämpfer in die Schule eingedrungen und hatten am Tag des Schulbeginns Kinder, Lehrer und Eltern als Geiseln genommen. 705 Menschen werden bei dem Geiseldrama verletzt, darunter 307 Kinder. Der russische Präsident Wladimir Putin erklärt, die Erstürmung der Schule sei nicht geplant gewesen. Die Kidnapper hatten für die Freilassung die Unabhängigkeit Tschetscheniens und die Freigabe von inhaftierten Gesinnungsgenossen in Inguschetien erzwingen wollen. Am 13. September kündigt Putin weitreichende Verfassungsänderungen an. Er will die Gouverneure der 89 russischen Territorialeinheiten künftig selbst ernennen und von den jeweiligen Regionalparlamenten bestätigen lassen und die Abgeordneten der Duma nur noch über Parteilisten wählen lassen. Bislang wird die Hälfte der Abgeordneten direkt gewählt. Am 17. September bekennt sich der tschetschenische Rebellenführer Schamil Bassajew im Internet zu der Geiselnahme.

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