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Gerhard Schröder

Mühsamer Aufstieg

Gerhard Schröder, bis dahin Ministerpräsident Niedersachsens, löste am 27. Oktober 1998 Helmut Kohl (CDU) als Bundeskanzler ab. Zum ersten Mal gelangte eine Koalition aus SPD und Grünen/Bündnis 90 an die Macht.

Anders als die meisten Politiker stammt der am 7. April 1944 in Mossenberg geborene Schröder aus ärmlichen Verhältnissen. Als Halbwaise schaffte er den mühsamen Aufstieg: Nach kaufmännischer Lehre holte er die mittlere Reife nach, dann folgten Abitur im Abendkolleg und Jurastudium in Göttingen. Schröders politische Karriere verlief steil. 1978 wurde er Bundesvorsitzender der Jusos, 1980 zog er zum ersten Mal in den Bundestag ein, 1986 versuchte er sich am Amt des Ministerpräsidenten in Niedersachsen, was ihm allerdings eine Niederlage einbrachte. Vier Jahre später gelang ihm der Sieg, nach vier weiteren Jahren hatte er sich mit einer absoluten Mehrheit als Spitzenkandidat für die Bundestagswahlen 1998 empfohlen.

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