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Gesichts-Chirurgie

Operationen der Ästhetik wegen

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Dies ist das Herzstück der Schönheitschirurgie. Beim Facelifting, beim Modellieren eines neuen Profils zeigt sich das ganze Können, die wahre Meisterschaft des plastischen Chirurgen. Mit einer neuen Nase kann aus einem Aschenputtel eine Prinzessin werden. Aber auch scheinbar kleine Eingriffe zeigen erstaunliche Resultate. Wirken etwa die Augen größer, so sieht das ganze Gesicht jünger und wacher aus. Ein Lifting kann keine Lebensträume erfüllen, es dreht die Uhr nicht um zwanzig Jahre zurück. Aber bei realistischen Vorstellungen kann es Spuren des Alterns, denen mit Kosmetika nicht mehr beizukommen ist, wirkungsvoll auslöschen. Seriöse Chirurgen werden ohnehin alle übertriebenen Wunschvorstellungen im Vorfeld einer Operation dämpfen. Ihr Ziel ist nicht mehr und nicht weniger als die Wiederherstellung einer Harmonie in den Gesichtszügen.

Schonender, schneller, spurloser: das neue Lifting

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Vorbei die Zeiten, in denen beim Lifting ein "neues" und entsprechend fremdes, im schlimmsten Fall auch maskenhaft-starres Gesicht entstand. Der Trend geht zu Minimal-Verfahren, endoskopisch durchgeführt mit weniger Schwellung, weniger Schnitten, weniger Blutung. Dadurch reicht häufig ein Klinikaufenthalt von ein bis zwei Tagen, kleinere Eingriffe können auch ambulant durchgeführt werden, was die Gesamtkosten entschieden senkt. Selbst bei Eingriffen mit lokaler Betäubung oder im so genannten Dämmerschlaf muss aber eine Regenerationszeit von 10-14 Tagen eingeplant werden. Schwellungen und Blutergüsse treten in der Folge meist auf. In den ersten Tagen kann ein Verband nötig sein, absolute Schonung der Haut und das Vermeiden von Sonnenbädern, Saunagängen und Massagen ist Pflicht. Darüber hinaus besteht bei Vollnarkose die gleiche Gefahr wie bei allen Operationen bezüglich Schäden an Herz, Kreislauf und Gefäßen. Das oft beschworene Risiko, beim Lifting einen Gesichtsnerv zu durchtrennen und damit zu lähmen, ist bei erfahrenen Operateuren so gut wie ausgeschlossen.

Gängig ist heute bei der Operation die SMAS-Methode (Submuscular Aponeurotic System): Muskeln, Stützgewebe und Bindegewebe werden zusätzlich zur schlaff gewordenen Oberhaut gestrafft, ohne die Verbindung zu den darunter liegenden Nerven- und Blutgefäßen zu unterbrechen. Der Vorteil ist die größere Natürlichkeit und Vermeidung einer zu großen Spannung, wie sie für frühere Facelifts typisch war.

Im Blickpunkt: Die Augen

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Neben der Nasenkorrektur ist die Lidstraffung die beliebteste ästhetische Operation. Schlupflider können angeboren sein, aber eine gewisse Erschlaffung und damit ein Herunterhängen des Oberlids ist eine häufige Alterserscheinung. Gleiches gilt für das Auftreten von Tränensäcken, die mit dem Alter ausgeprägter werden: Die Haut verliert an Spannkraft, gleichzeitig wölben sich die Fettpolster etwas nach vorne. Tränensäcke können auch mit dem C02-Laser entfernt werden. Eine andere Alternative zur normalen Lidstraffung ist das operative Verschieben des Fettkörpers nach unten, um gleichzeitig Trauerränder auszugleichen.

Bei der Lidstraffung wird unter lokaler Betäubung die überschüssige Haut am Oberlid, eventuell zusammen mit Fett- und Muskelgewebe entfernt und die Wunde mit feinsten Fäden vernäht, die schon nach wenigen Tagen wieder gezogen werden können. Bei den Unterlidern kann von innen gearbeitet werden, so dass der Einschnitt noch weniger zu sehen ist, beim Oberlid legen die Chirurgen den Schnitt in die natürlichen Augenfalten. Die Kosten schwanken zwischen 1.500 und 3.000 .
Das Resultat: Die gestraffte Haut lässt die Augen wieder offener und größer erscheinen, was dem Gesicht insgesamt eine jugendlichere, frischere Ausstrahlung verleiht.

Stirnlifting

Auch das Stirnlifting kann zum Ziel haben, die Augen optisch zu vergrößern und so einen insgesamt freundlicheren Ausdruck herzustellen. Diese Schönheitsoperation ist durchaus nicht nur bei Damen populär: gerade bei Männern mit sehr buschigen Augenbrauen kann ein Stirnlift eine enorme optische Verbesserung bewirken. Allgemein wird durch ein Stirnlifting der Augenbrauenbereich angehoben, die Sorgenfalten auf der Stirn werden ausgeglichen, ebenso die Furchen an der Nasenwurzel gemildert. Eine ergänzende Lidstraffung oder Unterfütterung tiefer Falten kann empfehlenswert sein, um ein optimales Resultat zu erzielen.

Endoskopisches Stirnlifting

Das Stirnlifting wird heute wann immer möglich endoskopisch durchgeführt. Hier genügen drei bis fünf winzige Schnitte, die 5 cm hinter dem Haaransatz, manchmal auch direkt über den Augenbrauen angesetzt werden. Die endoskopischen Operationsinstrumente können über diese Öffnungen eingeführt und millimetergenau bewegt werden, um das Gewebe zu straffen. Sichtbare Narben werden bei diesem Vorgang weitestgehend vermieden und der Heilungsprozess verläuft sehr schnell. Wer eine sofortige Verbesserung erwartet, könnte jedoch enttäuscht werden, denn es kann einige Wochen dauern, bis das endgültige Ergebnis sichtbar ist!

Der offene Stirnlift

Die Alternative ist der so genannte offene Stirnlift. Zwar verläuft die Linie auch hier einige Zentimeter hinter dem Haaransatz und ist bei entsprechender Frisur nicht sichtbar, doch sind Fälle bekannt, wo die Spannung der Haut entlang der Narbe zum Haarausfall führte. Beim offenen Stirnlift wird ein bügelförmiger Schnitt von den Ohren über die gesamte Stirn gemacht, der Stirnmuskel gekürzt und die überschüssige Haut abgetrennt. Dieser große Eingriff ist mit einer Vollnarkose und entsprechendem Klinikaufenthalt verbunden, allerdings hält die Wirkung auch viele Jahre an.
Die Kosten für ein Stirnlifting schwanken je nach Umfang der Operation sehr stark, es muss mit bis zu 5.000 gerechnet werden.

Das Standardlifting

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Stellen Sie sich einmal vor den Spiegel und probieren Sie beim Grimassenschneiden aus, wie viele Muskeln es in Ihrem Gesicht gibt. Dann werden Sie verstehen, wie viel handwerkliches Geschick und welch präzise Maßarbeit erforderlich ist, um ein Gesicht so unauffällig und so effektiv wie möglich zu liften. Das perfekte Lifting erzielt zwar eine deutliche Straffung und damit Verjüngung der Haut, aber eben nicht Starrheit des Gesichtsausdrucks. Mimik, Lachen und Reden sollen weiterhin völlig natürlich wirken. Wichtig: Das Lifting richtet nichts oder wenig aus gegen Krähenfüße oder andere Knitterfältchen um den Mund. Es ist die richtige Methode bei schlaff gewordener Haut, also immer dann, wenn durch den Alterungsprozess ein Überschuss an Haut einerseits und ein Absinken des Gewebes andererseits zu sehen ist, und bei einigen Falten besonders im Stirn- und Halsbereich.
Neben dem Minilifting, bei dem nur die Wangenpartie behandelt wird, und dem erweiterten Lifting, das auch den Stirnbereich einschließt, ist der Klassiker der Branche das Standardlifting: Wangen- und Halspartie werden gemeinsam gestrafft, um die hier am deutlichsten sichtbaren Spuren des Alterns wegzuzaubern.

Die Operation

Das Lifting ist immer mit einem "Einschnitt" im wahrsten Sinn des Wortes verbunden. Ob Sie eine Narkose brauchen, in den "Dämmerschlaf" versetzt werden wollen oder auch nur eine lokale Betäubung wünschen, hängt vom persönlichen Allgemeinzustand ab. Ein ausführliches Beratungsgespräch und entsprechende Operationsvorbereitungen sind unerlässlich.
Während der Operation wird ein Teil der Haut angehoben, das darunter liegende Gewebe und eventuell die Muskeln gestrafft und die überschüssige Haut abgetrennt. Dann wird die Haut hinter den Schläfen, entlang der Ohren und am Nacken oberhalb der Haarlinie neu vernäht. Hier ist großes Fingerspitzengefühl gefragt, um genau die richtige, aber nicht zu viel Spannung zu erzeugen. Je nach Operationsverlauf und Narkoseart kann ein mehrtägiger Aufenthalt in einer Fachklinik nötig sein. Zunächst muss ein Verband getragen werden, die Fäden werden nach einer Woche bis zehn Tagen entfernt. Bis Schwellungen und Blutergüsse ganz abgeklungen und die Nähte gut verheilt sind, können zwei bis vier Wochen vergehen. In dieser Zeit sollte auf schweißtreibenden Sport und Sauna verzichtet werden, auch Sonnenbäder sind strikt zu meiden. Der Lohn der Mühe und des nicht unerheblichen finanziellen Aufwands (das Standardlifting kostet von 5.000 aufwärts, ein erweitertes Lifting um 9.000 ): die Wirkung hält fünf bis zehn Jahre an. Je elastischer die Haut zum Zeitpunkt der Operation noch war, desto länger kann man sich der neu gewonnenen Schönheit erfreuen.

Problemzone Hals

Getrennt von Eingriffen am Gesicht kann eine Operation Haut und Muskulatur heben, um den gefürchteten "Truthahnhals" zu beseitigen, der sich manchmal schon in relativ jungen Jahren störend bemerkbar macht. Dieses schonende S-Lifting kann ambulant ausgeführt werden, die Kosten liegen bei etwa 3.000 .

Doppelkinn

Die Bildung eines Doppelkinns ist offenbar Veranlagungssache und häufig unabhängig von sonstigen Figurproblemen. Mit Diäten oder Massagen kann man hier nicht viel ausrichten. Wirklich helfen tut nur ein gezieltes Fettabsaugen, am besten mit der Ultraschall-Methode. Dabei werden zunächst wie beim normalen Fettabsaugen eine Kochsalzlösung gespritzt und feine Kanülen eingeführt - unterhalb des Kinns an einer kaum einsehbaren Stelle. Anschließend werden nur die Fettzellen, nicht aber die Struktur des umliegenden Bindegewebes durch spezielle Ultraschallwellen zerstört. Diese Methode hat vor allem in den USA viele Anhänger, da sie als schonend und nebenwirkungsfrei gilt. Die Geräte sind allerdings teuer und die Kosten für die Ultraschall-Behandlung entsprechend hoch. Je nach Alter und Hautbeschaffenheit kann ein anschließendes Lifting des Kinns nötig werden. Es kann auch sein, dass im Rahmen eines Standardliftings am Kinn etwas Fett abgesaugt wird, um den Gesamteindruck zu harmonisieren.

Ohren-, Nasen- und Lippenkorrekturen

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Das Modellieren von Ohren und Lippen, Nase und Profil gehört stellenweise zur rekonstruktiven Chirurgie, etwa wenn ein Baby mit einer Hasenscharte geboren wird. Die Korrektur abstehender Ohren wird schon im Kleinkindalter empfohlen, um spätere Hänseleien zu vermeiden. Sie kann aber in jedem Lebensalter durchgeführt werden. Man sollte meinen, dass diese Operation bereits Routine wäre, tatsächlich erfordert sie einiges Geschick, damit genau die richtige Symmetrie erzielt wird. Aus den Ohrknorpeln wird meist ein Stück entfernt und durch Nähte eine Spannung an die Ohrmuscheln gelegt, damit sie sich enger an den Kopf anschmiegen. Die Kosten liegen bei 1.000 bis 2.500 .

Eine neue Nase

Die Nase ist neben den Augen der wichtigste Blickfang in unserem Gesicht. Bei den meisten Menschen harmoniert sie gut mit den Gesichtszügen und ist ein untrennbarer Teil ihrer Persönlichkeit - kleine Makel inklusive. In einigen Fällen stört jedoch eine stark verformte, schief stehende oder schlicht zu große Nase den Gesamteindruck erheblich. Egal was andere dazu sagen - der Träger einer solchen Nase schleppt immer Komplexe mit sich herum und sollte sich tatsächlich ernsthaft um eine Korrektur bemühen. Die Kosten für die neue Nase können sich von 2.000 bis auf 5.000 summieren.
Dies ist eine der häufigsten, dabei aber kompliziertesten Schönheitsoperationen, die sicher den ganzen Ehrgeiz des Chirurgen herausfordert. In minutiöser Kleinarbeit wird endonasal, das heißt über die Nasenlöcher gearbeitet. Der Vorteil: Später sind keine Narben zu sehen. Zunächst wird eine Kochsalzlösung gespritzt, um das Gewebe zu wässern. Dann werden Schleimhaut, Knochen und Knorpel zerlegt und wieder zusammengesetzt. Eine Kombination mit Fettabsaugen und Unterfütterung an anderen Stellen kann nötig sein, ebenso eine Korrektur des ganzen Profils, also auch des Kinns, der Stirn oder der Wangenpartie. Die Funktion der Nase als Organ darf bei all diesen Maßnahmen nicht beeinträchtigt werden, dass sie einige Zeit zur Regeneration braucht, ist jedoch normal. Schwellungen und Blutergüsse sind zu erwarten, und einige Tage müssen eine Schiene und Tamponade gelegt werden.

Vollere Lippen

Volle Lippen sind zumindestens in der westlichen Welt ein verbreitetes Schönheitsideal. Tatsächlich wirken sowohl bei Frauen als auch bei Männern extrem schmale Lippen eher streng und ältlich. Dass diese Operation gut überlegt sein sollte, sieht man allerdings an diversen abschreckenden Beispielen - ein Blick auf entsprechend behandelte Promis in den Illustrierten genügt. Es gibt generell zwei Methoden, die Lippen optisch zu vergrößern. Da ist einmal das Lip-Lifting, wobei operativ die Lippenrot-Linie der Oberlippe einige Millimeter nach oben versetzt wird. Ein sehr exakter Schnitt ist nötig, und es bleibt natürlich eine, wenn auch nur haarfeine Narbe entlang der Linie erhalten. Bei entsprechend erfahrenem Operateur kann der Lip-Lift aber ein sehr gutes und dauerhaftes Ergebnis erzielen.
Die Alternative ist das bei Filmstars so beliebte "Aufpolstern" der Lippen. Hier verwendet man ähnliche Materialien wie beim Unterfüttern von Falten, nämlich Eigenfett, Kollagen, GoreTex®-Streifen oder AlloDerm, das aus menschlichem Bindegewebe gewonnen wird. Der Nachteil liegt nicht nur im möglichen "Zuviel", sondern auch in der relativ kurzen Lebensdauer der meisten Materialien, die eine häufige Auffrischung des Eingriffs erfordern.

Gesa Gunturu
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