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Gesundheitswissen: Warum uns Alkohol alt aussehen lässt

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Teleangiektasien n der Nase
Mit bloßem Auge sichtbare, irreversibel erweiterte Kapillargefäße der Haut zählen zu den typischen körperlichen Symptomen der Alkoholabhängigkeit.
Warzen, Pickel und Co

Der negativen Folgen nicht genug, beeinträchtigt Alkohol noch auf eine dritte Weise unser Aussehen: Weil er die Immunabwehr schwächt, ist die Haut nicht mehr so gut gegen Viren, Bakterien und Pilze geschützt. Dadurch werden Hautleiden wie Akne und Schuppenflechte verstärkt, auch Rosazea, eine entzündliche Erkrankung mit Knötchen und Eiterpickeln, wird durch Alkoholkonsum gefördert. Gleichzeitig erleichtert der Alkohol die Infektion mit Warzenviren oder Herpes.

Und schließlich bringt der Alkohol auch unseren Hormonhaushalt durcheinander. Das führt dazu, dass die Haut vermehrt Talg produziert und dadurch der Hang zur Pickelbildung steigt. Das Ergebnis ist dann eine unreine, grobporige Haut mit Warzen und Pickeln – nicht gerade sehr erstrebenswert.

Auf das richtige Maß kommt es an

Alkohol schädigt also unser größtes Organ – die Haut. Die Folgen von Alkohol können dauerhaft sein. Es ist also wichtig, die Reißleine zu ziehen, bevor der Alkohol Raubbau mit Körper und Haut führt. "Rechtzeitiges Reflektieren des Trinkverhaltens kann zu einem bewussteren Lebensstil verhelfen, der dann letztlich auch unserer Haut zu Gute kommt", rät der Darmstädter Suchtberater Walter Reimund. "Das heißt aber nicht, dass auf das Gläschen Aperol am Samstagabend völlig verzichtet werden muss."

Wer sich nicht sicher ist, ob er vielleicht doch schon zu oft zum Bier oder Wein greift, der kann sein Trinkverhalten überprüfen – entweder durch eine Art Trinktagebuch oder beispielsweise mit dem Online-Selbsttest der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

ABC Healthcare, 22.06.2016
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