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Gletscher an der Nordsee?

Weiße Riesen formten Deutschlands Landschaft

Im Zeitalter des Pleistozän – vor etwa 1,8 Millionen Jahren – kam es in den nördlichen Breiten immer wieder zu Kälteeinbrüchen. Das nördliche Mitteleuropa wurde dadurch dreimal von Skandinavien aus von gewaltigen Eismassen überzogen. Zeitweise reichte die Vereisung bis zu den Mittelgebirgen. Die Spuren dieser Eiszeiten sind auch heute noch im Norddeutschen Tiefland bis zum Rand der Mittelgebirge sichtbar.

 

Versperrter Weg

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Oelberg, Mittelgebirge
Beim Abschmelzen der Eismassen wurden gewaltige Mengen Wasser freigesetzt. Das natürliche Gefälle hätte einen Abfluss nach Norden zur Folge gehabt. Diese Richtung wurde jedoch durch die Gletscher versperrt. Deshalb suchte sich das Wasser seinen Weg zumeist nach Westen und grub sich, verstärkt durch die Flüsse aus dem Mittelgebirge, mit der Zeit tief in den Boden ein. Diese Täler sind heute noch auf jeder topographischen Karte gut sichtbar. Die Elbe folgt beispielsweise nördlich von Magdeburg einem solchen Urstromtal. Der Weg, den sich die Aller gesucht hat, markiert ebenfalls ein Urstromtal. Und auch die Weser wird auf diese Weise nach Westen abgelenkt, bevor sie in die Nordsee mündet.

 

Starke Veränderung

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Von Petra Schaipp
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