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GPS oder der Sinn der Orientierung

Mit dem Orientierungssinn ist es so eine Sache. Mann hat ihn, Frau angeblich nicht. Wer ihn verliert, ist ohne Hilfe verloren. Obwohl sie zumeist auf den Raum bezogen wird, gibt es auch für die Zeit und die eigene Identität eine Orientierung. Nach neuesten Untersuchungsergebnissen verfügen Tiere sogar über einen magnetischen Orientierungssinn. Sie nutzen das Magnetfeld der Erde, um den Weg zu finden. Viele Großstadtmenschen machen es sich da einfacher: Ihr GPS-Navigationssytem sagt ihnen genau, in welche Richtung sie gehen müssen.

Die drei Dimensionen 

Orientierung – allein das Wort klingt irgendwie exotisch. Und tatsächlich ist das Verb „orientieren“ dem lateinischen „oriens“ entlehnt: dem Orient. Das Verb bedeutet laut Wahrig "den eigenen Standort bestimmen, sich zurechtfinden". Das vom Verb abgeleitete Substantiv „Orientierung“ ist seit dem 19. Jahrhundert belegt. Der „Sinn“ – in Orientierungssinn“ – wird gemeinhin mit Verstand und Wahrnehmung verbunden. 

Auf welche Dimensionen sich der Orientierungssinn beziehen kann, wird deutlich, wenn er gestört ist. Im Alkohol-Rausch zum Beispiel. Dann fällt es einem nämlich meistens nicht nur schwer, den richtigen Weg zu finden, sondern man verliert auch das Gefühl für die Zeit und das eigene Selbst. Der Orientierungssinn ist demnach sowohl für den Raum als auch für die Zeit und die eigene Identität zuständig.

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aus der wissen.de-Redaktion
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