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Guiseppe Garibaldi - Symbol der Einheitsbewegung

Kampf für die Einheit Italiens

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Garibaldi setzte nur wenige Monate später die Vertreibung der Bourbonen auf dem Festland fort. Sobald er Sizilien mit seinen Männern erreicht hatte, ernannte er sich selbst zum Diktator. Der Bourbonenkönig Franz II. floh und Garibaldi zog im September siegreich in Neapel, der Hauptstadt beider Sizilien ein. Doch seine Herrschaft war nicht von langer Dauer. Denn um Garibaldi zuvorzukommen, hatte Cavour schon Ende August, nachdem Garibaldi sich zum Diktator ernannt hatte, mit Napoleon III. vereinbart, dass die Marken und Umbrien erobert werden dürften. Einzig der Rest des Kirchenstaats sollte unangetastet bleiben. Das Königreich Sardinien wollte sich also an der Einigung Italiens militärisch beteiligen. Und so rückten Mitte September 1860 piemontesische Truppen in den Marken und Umbrien ein und schlugen die päpstliche Armee. Danach rückten sie, nun unter dem Oberbefehl von König Viktor Emanuel II. selbst, weiter nach Süden vor und erreichten am 7. November schließlich Neapel - den Aufenthaltsort von Garibaldi.

Die Bevölkerung beider Sizilien sprach sich in einer Volksabstimmung mit eindeutiger Mehrheit für den Anschluss an das Königreich Sardinien aus. Garibaldi musste von seinem Herrschaftsanspruch zurücktreten. Am 17. März 1861 wurde das neue Königreich Italien proklamiert. Garibaldis Ziel, den Kirchenstaat in das Königreich Sizilien einzugliedern, war gescheitert. Und doch war Garibaldi durch seinen unermüdlichen Kampf für Italien zu einer der Hauptgestalten des Risorgimento geworden: berühmt und volkstümlich.

Ute Becker, wissen.de
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