Wir Menschen sind im Reich der Natur bestenfalls Mittelklasse: Wir können nicht so schnell laufen wie der Gepard, besitzen keine Schnuppernase wie der Hund, ja nicht einmal ein wärmendes Fell haben wir. Deshalb mussten sich die Menschen etwas ausdenken, um zu überleben.
Mensch und Tier
Zwar lernen selbst manche Tiere, Werkzeug zu verwenden. So bohren Schimpansen mit Stöckchen in Ameisenhaufen, um die leckeren Tierchen besser fangen zu können.
Doch das neugierigste und einfallsreichste Lebewesen aller Zeiten ist der Mensch. Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte der Erfindungen.
Urzeittüftler
Schon in der Steinzeit zerbrachen sich Tüftler und Bastler
den Kopf über der Frage: „Wie mache ich das besser?“
So
entstanden immer neue, ausgefeilte Formen von Knochenschabern, Faustkeilen,
Speerspitzen, ...
Bedeutende Errungenschaften, wie das Feuer oder das Rad, helfen den Menschen seit vielen tausend Jahren über die Runden.
Ich hab’s!
Ein berühmter Forscher der Antike war der Grieche Archimedes. Von ihm stammt der Ausruf „Heureka!“, das heißt auf griechisch „Ich habs!“.
Viele Erfindungen von Archimedes, unter anderem den Flaschenzug oder die Archimedische Schraube, benutzen wir noch heute.
Früchte der Arbeit
Heute nehmen wir in unserem Alltag die Früchte von Jahrhunderte langem Forschen und Nachdenken ganz selbstverständlich in Anspruch.
Und das alles bringen uns Erfindungen:
- Sie machen uns beweglich:
- Sie helfen Krankheiten erkennen und heilen:
- Sie verbreiten in Sekundenschnelle Nachrichten über
die ganze Welt:
- Sie erleichtern die Arbeit und das tägliche
Leben:
Viele kleine Schritte
Die meisten Erfindungen sind kein „großer Wurf“ eines einzigen Menschen. Fortschritt entsteht durch viele kleine Schritte.
- So entdeckte der Physiker Newton schon in Jahr 1660 das Naturgesetz von der Kraft des Rückstoßes. Heute schicken wir nach diesem Prinzip Raketen ins Weltall.
- 1445 erfand Gutenberg den Buchdruck. Zuvor mussten Bücher in mühevoller Handarbeit abgepinselt werden. Ohne die moderne Drucktechnik könnten wir heute keine Comics lesen.
Heute entwickelt sich die Welt so schnell wie nie zuvor. So manches, was früher neu war, ist heute uralt.
So ist die Weltkarte für uns nichts besonderes mehr. Wir bewegen uns schon heute sogar mit elektronischen Navigationssystemen.
Und so, wie noch vor einigen Jahrzehnten eure Opas ein Großrechner begeisterte, sind wir heute fasziniert von der künstlichen Wirklichkeit.
Leider werden viele Errungenschaften auch zum Schaden von Menschen eingesetzt. Oft gegen die Absicht des Erfinders. Traurige Beispiele dafür geben Dynamit und Revolver.
Berufsziel Erfinder
Wie wird man eigentlich Erfinder?
Nun, als erstes braucht ihr eine gute Idee. Schaut euch doch mal mit offenen Augen und der Natur um. Viele gute Einfälle wurden Tieren oder Pflanzen abgekuckt.
Dann könnt ihr zum Beispiel bei „Jugend forscht“ mitmachen oder eine Erfindermesse besuchen. Damit euch keiner eure Idee klaut, könnt ihr sie durch ein Patent schützen lassen.
Doch nicht jeder helle Kopf wird für seine Geistesblitze berühmt. Die Geschichte der Erfindungen ist voll von verkannten Genies und Pechvögeln wie Daniel Düsentrieb.
Buch-Tipps
Roger Bridgman
1000 Erfindungen & Entdeckungen
Dorling Kindersley
Oktober 2002
256 Seiten
19,90 €
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Christian Mähr
Vergessene Erfindungen
Dumont Literatur und Kunst Verlag
Oktober 2002
180 Seiten
14,90 €
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