
Wieso können sich ganze Scharen von Vögeln auf Mittel- und Hochspannungsleitungen niederlassen?
Immer wieder kann man beobachten, dass sich ganze Scharen von Vögeln auf Mittel- und Hochspannungsleitungen niederlassen. Und manch ein Vogel erhält einen tödlichen Stromschlag? Es kommt eben auf die Größe an.
Stromleitungen bieten Vögeln einen Landeplatz mit Fernsicht. Was die Tiere nicht wissen, ihr Sitzplatz steht unter einer hohen Spannung. Solange sie nur einen Draht beziehungsweise ein Leiterseil berühren, ist das kein Problem. Daher können kleine Vögel wie Schwalben gefahrlos auf den Leitungen Platz nehmen.
Problematisch sind Stromleitungen für größere Vögel, etwa für Weißstörche, Krähen oder Greifvögel. Denn sie können mit ihren Flügeln durchaus zwei Drähte gleichzeitig berühren und kurzschließen. Das endet für den Vogel tödlich. Je nach Leitung jagen dann Zigtausend Volt durch den Vogelkörper.
Doch auch kleinere Vögel kann es erwischen. Nämlich dann, wenn sie sich auf einem Draht niederlassen und dabei gleichzeitig den Strommast berühren. Eine verhängnisvolle Erdung. Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 10.000 Vögel durch einen Stromschlag.
Gemäß den Schutzmaßnahmen nach dem Bundesnaturschutzgesetz § 53 rüsten die Stromversorger ihre Masten stromschlagsicher um. Schutzkappen umgeben dann die Leitungen in der Nähe der Masten, sodass zumindest ein Erdschluss verhindert wird.
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