Es ist schwarz und etwa 13 x 18 cm groß. Es soll die Welt der Bücher und unser Leseverhalten revolutionieren. Nicht mehr und nicht weniger. Gebannt schlage ich es auf - das E-Book.

Die Ladezeit ist leider ein wenig lang - so intensiv wie auf dem E-Book habe ich wohl noch nie ein Impressum gelesen. Ansonsten blättert man ja einfach weiter... Eigentlich eine ideale Vermarktungsmöglichkeit: Stellen Sie sich vor, Sie lesen gerade "Ich bin dann mal weg" von Hape Kerkeling. Nach jedem Kapitel blendet ein Reiseanbieter eine Seite Werbung ein und Sie sind gezwungen draufzuschauen. Denn einfach weg können Sie nicht...
Gestochen scharf!
Nach 2 Minuten bzw. Titelblatt, Impressum und Inhaltsverzeichnis bin ich endlich am Beginn der Geschichte angekommen. Und freue mich, dass das Buch wirklich gut zu lesen ist. Bis ich meine Leseposition ändere und die Deckenlampe auf das Display scheint. Es blendet zwar nicht stark, aber doch so, dass ich in der neuen Position nicht weiterlesen kann. Schnell die Haltung korrigiert - wohl nicht zu Freuden meines Orthopäden - und weitergelesen. Schön ist, dass man die Größe der Schrift ändern kann. Nicht bei allen geladenen Geschichten klappt es gleich gut, weil die Wörter manchmal falsch getrennt werden - eine falsche Abspeicherung des PDFs, wie mir ein Kollege erklärt. Dann mache ich die Schrift eben wieder kleiner. Dafür muss ich - sehr logisch - auf den +-Button drücken. Ich kann leider nicht einfach einen Schritt zurückgehen, sondern muss so oft auf die Plustaste drücken, bis ich die gewünschte Schriftgröße wieder erreicht habe. Nun gut, damit kann ich leben. Ein Test muss noch sein: Ich schalte meine Leselampe an und das Deckenlicht aus. Lesen: Kein Problem! Die Schrift ist gestochen scharf und das Lesen auf dem Bildschirm ist in keinster Weise anstrengend, weil es keine Bildschirmbeleuchtung gibt.
Reine Gewöhnungssache

Das E-Book wird wohl nicht das Ende der gedruckten Bücher bedeuten. Doch warum noch ein Taschenbuch kaufen, wenn man es für weniger oder das gleiche Geld auf sein E-Book laden kann?
Wenn das E-Book nicht über 300 Euro kosten würde, würde ich mir wohl eines zulegen. Denn auf Reisen ist es natürlich der Hit! Und wenn man will, kann man das E-Book auch als Multimediaplayer nutzen. Wobei ich da dann doch meinen schicken iPod bevorzugen würde...
Fazit: Wenn das Design und die Nutzung deutlich optimiert werden, jedes Buch im Internet oder Buchladen leicht aufs E-Book zu laden ist, dann könnte es sehr gut sein, dass das E-Book den Buchmarkt revolutioniert und in jeder Reisetasche zu finden sein wird.









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