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wissen.de Artikel

Ich halte die Zukunft in Händen!

Das E-Book: ein Selbstversuch

Es ist schwarz und etwa 13 x 18 cm groß. Es soll die Welt der Bücher und unser Leseverhalten revolutionieren. Nicht mehr und nicht weniger. Gebannt schlage ich es auf - das E-Book.

Sony E-Book PRS-505
Und was sehe ich? Ein Lesegerät, das mich spontan an das Design der frühen 1990er Jahre erinnert. Aber davon lasse ich mich erst einmal nicht beirren. Ich schalte es an und ertappe mich dabei, wie ich beim Navigationsknopf in die Mitte drücke wie beim iPod. Schade nur, dass ein kleines Einbahnstraßenschild unten im Display aufleuchtet und ich immer noch nicht weiß, wie ich die Geschichte starte. Leider funktioniert auch die Weitertaste nicht. Mmh... Ich Dummerchen, natürlich gibt es für das Vor- und Zurückblättern noch zwei weitere Tasten - nein, gleich vier! Links unten kann man vor- und zurückblättern und am rechten mittleren Rand ebenfalls. Diese Tasten benötigt man, wenn man den Text im Querformat laufen lässt. Keine ganz schlechte Idee. Aber warum man die üblichen Steuerfunktionen nicht zusammengepackt hat, bleibt mir ein Rätsel.
Die Ladezeit ist leider ein wenig lang - so intensiv wie auf dem E-Book habe ich wohl noch nie ein Impressum gelesen. Ansonsten blättert man ja einfach weiter... Eigentlich eine ideale Vermarktungsmöglichkeit: Stellen Sie sich vor, Sie lesen gerade "Ich bin dann mal weg" von Hape Kerkeling. Nach jedem Kapitel blendet ein Reiseanbieter eine Seite Werbung ein und Sie sind gezwungen draufzuschauen. Denn einfach weg können Sie nicht...

Gestochen scharf!

Nach 2 Minuten bzw. Titelblatt, Impressum und Inhaltsverzeichnis bin ich endlich am Beginn der Geschichte angekommen. Und freue mich, dass das Buch wirklich gut zu lesen ist. Bis ich meine Leseposition ändere und die Deckenlampe auf das Display scheint. Es blendet zwar nicht stark, aber doch so, dass ich in der neuen Position nicht weiterlesen kann. Schnell die Haltung korrigiert - wohl nicht zu Freuden meines Orthopäden - und weitergelesen. Schön ist, dass man die Größe der Schrift ändern kann. Nicht bei allen geladenen Geschichten klappt es gleich gut, weil die Wörter manchmal falsch getrennt werden - eine falsche Abspeicherung des PDFs, wie mir ein Kollege erklärt. Dann mache ich die Schrift eben wieder kleiner. Dafür muss ich - sehr logisch - auf den +-Button drücken. Ich kann leider nicht einfach einen Schritt zurückgehen, sondern muss so oft auf die Plustaste drücken, bis ich die gewünschte Schriftgröße wieder erreicht habe. Nun gut, damit kann ich leben. Ein Test muss noch sein: Ich schalte meine Leselampe an und das Deckenlicht aus. Lesen: Kein Problem! Die Schrift ist gestochen scharf und das Lesen auf dem Bildschirm ist in keinster Weise anstrengend, weil es keine Bildschirmbeleuchtung gibt.

Reine Gewöhnungssache


Weltliteratur digital

Das E-Book wird wohl nicht das Ende der gedruckten Bücher bedeuten. Doch warum noch ein Taschenbuch kaufen, wenn man es für weniger oder das gleiche Geld auf sein E-Book laden kann?

Nach einer guten Stunde habe ich mich an das E-Book gewöhnt, auch wenn ich es als recht schwer empfinde. Laut Hersteller wiegt es allerdings nur 260 Gramm und ist damit eigentlich ein Fliegengewicht im Vergleich zu Büchern mit Hardcover. Also: reine Gewöhnungssache.
Wenn das E-Book nicht über 300 Euro kosten würde, würde ich mir wohl eines zulegen. Denn auf Reisen ist es natürlich der Hit! Und wenn man will, kann man das E-Book auch als Multimediaplayer nutzen. Wobei ich da dann doch meinen schicken iPod bevorzugen würde...

Fazit: Wenn das Design und die Nutzung deutlich optimiert werden, jedes Buch im Internet oder Buchladen leicht aufs E-Book zu laden ist, dann könnte es sehr gut sein, dass das E-Book den Buchmarkt revolutioniert und in jeder Reisetasche zu finden sein wird.

Ute Becker, wissen.de
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7 Kommentare

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... aber ein gutes altes Taschenbuch wird es nicht so leicht ersetzen können. Mit zum Strand würde ich es wohl nicht nehmen, geschweige denn mit in die Badewanne. ^^


Auch ich ziehe ein richtiges Buch vor. Das Umblättern würde mir doch sehr fehlen. Ausserdem wenn ich meine Teezeremonie mache haben alle Sinne etwas davon.


Super ! Ich würde nie wieder auf mein Ebook Reader verzichten wollen .... Super leicht ( Gewicht ) und Augenschonend durch E-ink !Außerdem wie kann ich sonst hunderte Bücher mitnehmen ?


Nun ja, alle Käuferschichten wollen bedient werden. Das e-Buch ist das Mittelding zwischen echtem Buch und einem Laptop. Aufgrund des doch beachtlichen Preises von über 300 Euro und der doch sehr eingeschränkten Funktionalität im Vergleich zum Laptop ist das Produkt für mein Empfinden einfach zu teuer.


Ein ebook Reader ist schon was feines. Nicht alles was Neu ist muss ja gleich schlecht sein. Wenn man einmal einmal ein Reader ausprobiert hat kommt man nicht wieder davon los. Mittlerweiler sind die ja auch schon billiger geworden. Mit Ledertasche und Kandle LED sind wir schon unter 300.- Euro. Der Vorteil ist halt das geringe Gewicht, gute Lesbarkeit und man hat alle Books unterwegs immer mit.


mit meinem medion pocket pc kann ich auch ebooks lesen, und er hat alle eigenschaften dazu. wer geld verschwenden will, kann sich sony holen, aber ich bin mit meinem medion zufrieden.


Es wird nie so schnell wie mit E-Books gehen, eine ganze Bibliothek ins Nirvana zu schicken. Ein Plumpser in den Swimmingpool genügt. Das dürfen wir uns doch nicht entgehen lassen!


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