Man sieht sie immer wieder: Autos mit Winterreifen im Sommer. Die meisten Fahrer machen sich vermutlich darüber gar keine Gedanken. Eine Nachlässigkeit, die fatale Folgen haben kann und teuer ist. Doch warum sind Winterreifen im Winter sinnvoll, im Sommer aber nicht?
Grip und Gummi

Mit ihren groben Profilen ohne zusätzliche Lamellen sind Sommerreifen für eine trockene und warme Asphaltstraße bestens gerüstet. Bei Temperaturen von 7 Grad und darunter verlieren sie allerdings erheblich an Haftung. Die Folge sind ein deutlicher Verlust an Fahrsicherheit (insbesondere bei Nässe, aber auch auf schneefreier Straße) und eine Verlängerung des Bremsweges.
Winterreifen hingegen bleiben mit ihren weicheren Gummimischungen auch bei niedrigen Temperaturen griffig und selbst auf schneefreier Straße ist die erforderliche Kraftübertragung höher. Sie sind mit fein strukturierten Profilen und häufig mit über 2000 Lamellen bestückt.
Sicherheitsrisiko Reifen
Die Gummimischungen von Winterreifen sind ganz speziell für die kalte Jahreszeit, die von Sommerreifen für die warme Jahreszeit ausgerichtet. Jeder Reifentyp hat zu seiner Zeit eine optimale Kraftübertragung zur Verfügung – beim Anfahren, in Kurven, beim Bremsen.
Ein aktueller ADAC-Vergleich stellt eindrucksvoll unter Beweis, welches Sicherheitsrisiko der Einsatz von Winterreifen im Sommer darstellt. Auf trockener Fahrbahn zeigen sie deutliche Schwächen beim Bremsen. Je nach Temperatur bedeutet das bei Tempo 100 km/h einen zusätzlichen Anhalteweg von bis zu 16 Metern.
Mit erhöhtem Fahrzeuggewicht sinkt zudem die Fahrstabilität. Bei Nässe allerdings sind die Fahr- und Bremseigenschaften von Winterreifen im Sommer kaum im Nachteil gegenüber Sommerreifen. Fazit: Im Frühjahr sollten Fahrzeughalter die Bereifung wechseln und ihre Winterreifen einlagern.









0 Kommentare