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Intelligente Autos – die autonomen Fahrzeuge der Zukunft

Für viele ist das ein echter Zukunftstraum: Einfach beim Einsteigen ins Auto das Ziel angeben und sich dann entspannt zurücklehnen – das Fahren erledigt das intelligente Vehikel selbst. Erste Autos, die selbstständig navigieren, lenken und bremsen gibt es ja bereits. Auch in Deutschland tüfteln Forscher längst an solchen autonomen Fahrzeugen.

Entwicklerteam neben dem automatisierte Versuchsfahrzeuge der Universität Ulm
Automatisierte Versuchsfahrzeuge der Universität Ulm mit dem Entwicklerteam.

Hochautomatisiertes und eines Tages sogar ganz autonomes Fahren könnte dabei helfen, unsere Straßen sicherer zu machen und Unfälle zu vermeiden. Zudem wird das Autofahren dadurch komfortabler: Eines Tages könnten sich selbst Personen ohne Führerschein zum Bummel in die Stadt chauffieren lassen. Langweilige Pendelstrecken könnte man absolvieren, während man bequem ein Buch liest. Denn das intelligente Auto findet seinen Weg selbst – ganz ohne unser Steuern.

Aber ein solches Auto zu konstruieren, ist nicht ganz einfach. Besonders im anspruchsvollen innerstädtischen Verkehr, in dem sich Fußgänger, Radfahrer und Autos auf engem Raum bewegen, ist allerhand Technik nötig. Kameras und Sensoren müssen sicherstellen, dass das Fahrzeug nicht mit anderen Verkehrsteilnehmern kollidiert und trotz Gedränge sicher navigieren. Zudem muss das Auto blitzschnell auch auf unerwartete Situationen reagieren können.

Autonome Autos im Test

An der Universität Ulm arbeiten Ingenieure, Informatiker und Techniker seit nunmehr fünfzehn Jahren an der Vision vom autonomen Fahren. Ihre Testautos meistern inzwischen Fußgängerüberwege ganz ohne Fahrereingriff, sie können selbstständig aus der Uni-Werkshalle in die Straße einbiegen und auch die Ampelerkennung hat sich deutlich verbessert. Immerhin rund 5.000 Kilometer ist das hochautomatisierte Testfahrzeug des Instituts für Mess-, Regel- und Mikrotechnik seit Mitte letzten Jahres gerollt – ganz ohne Zwischenfälle und natürlich unfallfrei.

Jetzt haben die Forscher ihren Fuhrpark um ein zweites selbststeuerndes Auto mit noch leistungsfähigerer Sensorik und höherer Rechenleistung erweitert. In ihm haben die Forscher sieben Radare, fünf Kameras und einen Laserscanner verbaut. Diese Sensoren senden ständig Daten an drei im Fahrzeug integrierte Rechner, die die Situation bewerten, sinnvolle Handlungen planen und schließlich Gaspedal, Bremse und Lenkung ansteuern.

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NPO, 22.07.2015
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