Jahrhundertunglücke | wissen.de
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Jahrhundertunglücke

Die folgenden Auflistung zeigt bedeutende Schiffsunglücke ab dem Jahr 1900. Nicht aufgeführt sind kriegsbedingte Schiffsunglücke.

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Der Brand auf Ausflugsdampfer „General Slocum“ fordert mehr als 1000 Menschenleben.
Das Wrack der ""General Slocum"". Der Eigner wird am 28.6. wegen mangelhafter Sicherheitseinrichtungen an Bord der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen.
Wissen Media Verlag GmbH, Gütersloh
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Der Untergang der Titanic
Der Untergang der Titanic – Diese grauenerregende Szene wurde 1930 vom deutschen Maler Willy Stoewer gemalt.
Corbis-Bettmann, New York
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Überlebende des Untergangs der „Principessa Mafalda“
Am 26. Oktober 1927 explodiert und sinkt der Dampfer „Principessa Mafalda“ vor der brasilianischen Küste. Schiffbrüchige in einem Rettungsboot.
Corbis-Bettmann, New York
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Die „Andrea Doria“ sinkt.
Vor der amerikanischen Atlantikküste sinkt am 26. Juli 1956 das italienische Passagierschiff „Andrea Doria“.
Corbis-Bettmann, New York
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Der Supertanker „Amoco Cadiz“ sinkt im Golf von Biskaya.
17.03.1978 im Golf von Biskaya. Der Supertanker Amoco Cadiz bricht im Sturm auseinander und verursacht eine Ölpest.
Corbis-Bettmann, New York
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1994 sinkt die Fähre „Estonia“ in der Ostsee.
Der Bug der „Estonia“ wird nach der Bergung zur Untersuchung durch Experten nach Hangö gebracht.
Sipa Press, Paris

1900 – 1910

16.12.1900 – Gneisenau

Im Hafen von Malaga sinkt das deutsche Segel-Schulschiff „Gneisenau“. 41 von 466 Besatzungsmitgliedern sterben. Bei der Rettungsaktion sterben mindestens 12 spanische Retter.

15.06.1904 – General Slocum

Der Brand auf Ausflugsdampfer „General Slocum“ fordert mehr als 1000 Menschenleben.

Das Wrack der ""General Slocum"". Der Eigner wird am 28.6. wegen mangelhafter Sicherheitseinrichtungen an Bord der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen.

Auf dem East River in New York gerät der Raddampfer „General Slocum“ in Brand. Die Sonntagsschule von „Little Germany“, dem deutschen Einwandererviertel, hat das Vergnügungsschiff gechartert. Viele der über 1300 Passagiere springen in Panik vom Schiff in den East River und ertrinken, andere ersticken. Über 1000 Menschen sterben. Später wurden katastrophale Sicherheitsmängel an dem Schiff bekannt. Der Kapitän wurde zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt, die Schiffseigner wurden nicht belangt. Es war bis zum 11. September 2001 die größte Katastrophe in der Geschichte New Yorks. In Folge des Unglücks zerfiel das Deutschenviertel an der Lower East Side.

12.03.1907 – Panzerschiff Iéna

Eine Explosion der Pulverkammern im vor Toulon auf Reede liegenden französischen Panzerschiff „Iéna“ kostet 120 Besatzungsmitglieder das Leben, 150 werden verletzt.

1910 – 1920

15.04.1912 – Titanic

Der Untergang der Titanic

Der Untergang der Titanic – Diese grauenerregende Szene wurde 1930 vom deutschen Maler Willy Stoewer gemalt.

Auf der Jungfernfahrt von Southampton nach New York kollidiert der als unsinkbar bezeichnete britische Schnelldampfer „Titanic“ mit einem Eisberg. Das Schiff wird am Rumpf aufgrissen und sinkt nach 2 Stunden und 40 Minuten. Etwa 1500 Passagiere und Besatzungsmitglieder sterben, 700 werden gerettet.

29.05.1914 – Empress of Ireland

Im St. Lorenz Strom kollidieren der Luxusliner „Empress of Ireland“ und der norwegische Kohlendampfer „Storstad“. Die „Empress of Ireland“ sinkt, etwa 1000 der knapp 1500 Passagiere und Besatzungsmitglieder sterben.

06.12.1917 – Mont Blanc / Imo

Im Hafen von Halifax kollidieren das französische Munitionsschiff „Mont Blanc“ und der belgische Frachter „Imo“. Das daraufhin ausbrechende Feuer führt zur Explosion der Munition. Diese Explosion gilt als die bis dahin größte durch Menschen verursachte Explosion. Große Teile der Stadt Halifax werden zerstört, etwa 1500 bis 2000 Menschen sterben, tausende werden schwer verletzt.

1920 – 1950

26.10.1927 – Principessa Mafalda

Überlebende des Untergangs der „Principessa Mafalda“

Am 26. Oktober 1927 explodiert und sinkt der Dampfer „Principessa Mafalda“ vor der brasilianischen Küste. Schiffbrüchige in einem Rettungsboot.

Das italienische Auswandererschiff „Principessa Mafalda“ sinkt vor der brasilianischen Stadt Bahia, 314 von 1200 Personen an Bord sterben.

14.06.1931 – Saint-Philibert

Der Ausflugsdampfer „Saint-Philibert“ sinkt in der Loire-Mündung, über 500 Personen kommen bei dem Umtergang um.

1950 – 1970

26.07.1956 – Andrea Doria

Die „Andrea Doria“ sinkt.

Vor der amerikanischen Atlantikküste sinkt am 26. Juli 1956 das italienische Passagierschiff „Andrea Doria“.

Die Passagierschiffe „Andrea Doria“, auf dem Weg von Genua nach New York, und „Stockholm“, von New York kommend, kollidieren im Nebel etwa 200 Seemeilen vor New York. Auf der Andrea Doria sterben unmittelbar infolge der Kollision 50 der 1700 Personen an Bord. Alle anderen können von der am Bug stark beschädigten Stockholm gerettet werden, bevor die „Andrea Doria“ 11 Stunden nach der Kollision sinkt. Diese Katastrophe ist die erste, die live im Fernsehen gesendet wird.
Der Funkspruch „Alles klar auf der Andrea Doria“ wird zum geflügelten Wort und von Udo Lindenberg musikalisch verewigt. Die Stockholm fährt später unter dem Namen „Völkerfreundschaft“ als einziges DDR-Kreuzfahrtschiff und fährt heute unter italienischer Flagge.

21.09.1957 – Pamir

Westlich der Azoren sinkt im Atlantik das deutsche Segelschulschiff „Pamir“ im Sturm, wobei 80 der 86 Besatzungsmitglieder sterben.

23.02.1967 – Adolph Bermpohl

Der Seenotrettungskreuzer „Adolph Bermpohl“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gerät vor Helgoland in einen schweren Sturm und kentert. Die vierköpfige Bsatzung und drei von ihr gerettete niederländische Seeleute kommen ums Leben. Das Schiff wird gerettet.

1970 – 1990

23.01.1977 – Lucona

Im indischen Ozean sinkt der Frachter „Lucona“. 6 Seeleute sterben. Wie sich später herausstellte, wurde das Schiff zum Zweck des Versicherungsbetrugs mitsamt der Besatzung vorsätzlich versenkt. Als Hauptschuldiger wurde der Besitzer der Wiener Konditorei „Demel“, Udo Proksch, wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Er hatte beste Beziehungen zu österreichischen Spitzenpolitikern. Die Verschleppung der Aufklärung wurde als „Lucona-Affäre“ bekannt und der größte Skandal in der österreichischen Nachkriegsgeschichte.

16.03.1978 – Amoco Cadiz

Der Supertanker „Amoco Cadiz“ sinkt im Golf von Biskaya.

17.03.1978 im Golf von Biskaya. Der Supertanker Amoco Cadiz bricht im Sturm auseinander und verursacht eine Ölpest.

Der Tanker „Amoco Cadiz“ havariert vor der Küste der Bretagne und löst eine Ölpest aus, die auf 200 Kilometern Küste zur Umweltkatastrophe wird.

13.12.1978 – MS München

Der deutsche Frachter „MS München“ sinkt in einem tagelangen Sturm nördlich der Azoren. Zuvor gesendete SOS-Rufe lösen eine der größten internationalen Rettungsaktionen im Atlantik aus. Das Schiff bleibt mitsamt der 28-köpfigen Besatzung verschollen.

11.08.1979 – Admirals Cup

Das Fastnet Race ist Bestandteil des Admirals Cup, einer der bedeutendsten Regatten für Hochseesegler. Startpunkt ist Cowes in Südengland. Die Regatta führt durch die Irische See zum Fastnet Rock an Irlands Südspitze und zurück zum Ausgangspunkt. Am 13. August 1979 gerät das Regattafeld mit über 300 Schiffen in einen Orkan. 15 Regattateilnehmer und 4 Retter sterben, 24 Yachten sinken.

06.03.1987 – Herald of Free Enterprise

Die britische Kanalfähre „Herald of Free Enterprise“ kentert kurz nach dem Verlassen des belgischen Hafens Zeebrügge. Um Zeit zu sparen, hatte die Fähre bei noch geöffnetem Bugtor abgelegt. 193 Menschen starben, über 400 konnten gerettet werden.

24.03.1989 – Exxon Valdez

Der Öltanker „Exxon Valdez“ läuft auf einem Riff im Prinz-William-Sund auf Grund. 40.000 Tonnen Rohöl laufen aus und verseuchen die an dieser Stelle zuvor nahezu unberüherte Küste Alaskas. Geschätzte 250.000 Seevögel sowie zahlreiche Robben und Seeotter verenden durch das ausgelaufene Öl.

1990 – heute

05.01.1993 – Braer

Vor den Shetlandinseln läuft der Tanker „Braer“ auf Grund und verliert fast 85.000 Tonnen Rohöl.

28.09.1994 – Estonia

1994 sinkt die Fähre „Estonia“ in der Ostsee.

Der Bug der „Estonia“ wird nach der Bergung zur Untersuchung durch Experten nach Hangö gebracht.

Vor der Südküste Finnlands sinkt die Fähre „Estonia“, die sich auf dem Weg von der estnischen Hauptstadt Tallin in die schwedische Hauptstadt Stockholm befindet, in schwerer See, nachdem die Bugklappe abgerissen wurde. 852 Menschen verlieren das Leben. Bis heute ist unklar, ob die Bugklappe schlecht gewartet war, nicht ordnungsgemäß verschlossen wurde oder ob eine Exlosion an Bord die Katastrophe verursacht hat.

13.11.2002 – Prestige

Der mit 77.000 Tonnen Öl beladene Tanker „Prestige“ gerät vor der spanischen Atlantikküste in Seenot und schlägt Leck. Die spanische Regierung lässt das Schiff aufs offene Meer schleppen, wo es nach sechs Tagen auseinanderbricht und sinkt. Das austretende Öl verseucht die spanische Küste.

03.02.2006 – Al Salam Boccaccio 98

Die ägyptische Fähre „Al Salam Boccaccio 98“ sinkt nach Ausbruch eines Feuers an Bord etwa 90 km vor dem Zielort Safaga (Ägypten) im Roten Meer. Sie kam mit über 1400 Passagieren und Besatzungsmitgliedern aus dem saudi-arabischen Hafen Dschidda. Etwa 1000 Personen, zumeist Ägypter, starben. Möglicherweise hat Löschwasser das Schiff zum Kentern gebracht. Wie auch bei der 1987 gekenterten „Herald of Free Enterprise“ handelte es sich bei der „Al Salam Boccaccio 98“ um eine Ro-Ro-Fähre älterer Bauart.

von Ulrich Strelzing, wissen.de
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